Clausewitz
Registriert seit: 05.11.2004
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AW: Weltjugendtag-Bilder
So so...
Also, vorweg: Wer mich kennt der weiß was für Qualifikationen ich mitbringe. Für den Rest spielt es keine Rolle, ich will mich hier weder für eine Stelle bewerben noch muß ich mit meinen Erlebnissen protzen.
Die einsatztaktische Nachbesprechung unseres Einsatzes fand drei Tage nach dem Ereignis statt, mit allen relevanten Führungskräften.
Wer meinen Beitrag aufmerksam gelesen hat dürfte feststellen, welche Probleme in meinem Einsatzabschnitt auuftraten und daraus folgern, wie diese zu beheben sind. Was natürlich Kenntnisse der Einsatzplanung und -vorbereitung braucht.
Ich habe persönlich mit der Landesbereitschaftsleitung/Personalunion Führungsstab HZA Hessen gesprochen.
Zum einen sind das jedoch Dinge, die in personellen Details nur die Verantwortlichen etwas angehen und zum zweiten habe ich das, was ich berichten wollte, geschrieben.
Wer mehr wissen will muß mit unserer Einheit dahinfahren und nimmt dann auch an unserer Besprechung teil.
Wenn jemand der Auffassung ist, Teile meiner Schilderung entsprächen nicht der Wahrheit oder würden unzulässige Schlüsse beinhalten, dem steht es frei sich dazu zu äußern.
Wenn jemand wissen will wo ich war: UHS 10.
Und Verzeihung, Nightmare, aber aus deinen Worten spricht die geballte Unkenntnis. Kennst du das Konzept des Hilfzugs? Sicher, davon kann ich ja ausgehen, oder?
Dann sagt dir die Auslegung als Redundanz (Nord-Süd-Prinzip) sicher auch was. Und genau deshalb kam diese Einheit dort ortsfest zum Einsatz, wogegen einheimische Kräfte für die Aufgaben eingesetzt wurden, die Ortskenntnis erfordern.
Um mal ins detail zu gehen: Deine Erklärung zum Rettungsbus erklärt gar nichts. Der Satz "Die Aufgabe erklärt sich ja von selbst" disqualifiziert dich für jedes weitere Gespräch zum Thema MANV. Wenn ich mich hinstelle und sage "der GWSan muß nicht näher definiert werden" dann ist das ein Armutszeugnis. Was ist dieser Bus denn nun? Ne rollende UHS? Oder Teil eines taktischen Konzeptes SEG / SanZ / KatS / SanD / Logistik?
STAN- Schaubild wäre nett gewesen, auch was die Personalausstattung angeht. Wenn mir jemand son Gefährt meldet hätte ich es mit deinen Informationen zum "überschweren Gerätewagen" deklariert, ein Materiallager ohne Personal. Kein Wort zur taktischen Konzeption dieses Gefährts.
Und auf der Ebene betrifft dich in Person meine Aussage "Personen, die Ahnung davon haben".
Wenn man schon an der simplen taktischen Rolle scheitert, dann muß ich mit dir wohl nicht über Einsatzplanung /MANV- Management sprechen, oder?
Wie du sicher weißt ist "Versorgung" als S-Funktion im Stab angesiedelt. Und dieser Punkt hat nicht funktioniert. Man darf daraus ableiten, dass die Stabsarbeit im Bereich der Kommunikation zwischen S2, S3 und S4 nicht im erforderlichen Maße funktioniert hat.
Anders sind die Lücken in Versorgung, Disposition und Nachschub nicht zu erklären.
Ums schlicht auszudrücken: wenn nun ein größeres, unvorhersehbares Schadenereignis eintritt, dass einen besonderen Einsatzschwerpunkt zur Folge hat, dann muß der Stab von der planung abweichen. Im angesprochenen Fall jedoch wurde bereits der Regelbedarf nicht berücksichtigt und für einen Einsatz dieser Größenordnung falsch organisiert.
Wenn ich wundschnellverband und decken bestelle und das Zeug nach sechs stunden geliefert wird dann hat es einfach jemand verbockt. Da hilft keine Diskussion, ob sich wer auf den schlips getreten fühlt. Wenn du dich angesprochen fühlst, dann erkläre mir warum mir das Zeug nicht zur Verfügung stand.
So als Hintergrund: die SEG, in der ich wirke hat folgende Stärke: 2/7/11/20 Ausgelegt für die Versorgung von bis zu 50 Personen in der Aufteilung 50:40:10. (20 Unverletzte, 16 Leichtverletzte und 4 Schwerverletzte. Das ist ein bundesweit durschnittlicher Wert.
Für diese Größenordnung ist die Einheit personell und materiell ausgestattet sowie taktisch ausgerichtet, um dieses Einsatzaufkommen eigenständig bewältigen zu können.
Zusätzlich bevorraten wir einen kompletten zweiten Satz Verbrauchsmateriel sowie technische Geräte, um für Folgeeinsätze gerüstet zu sein ohne lange aufrüsten zu müssen.
Und genau diese Fähigkeit war beim WJT- Einsatz nicht vorbereitet. Es gab eben keinen adäquaten Nachschub geschweige denn eine suffiziente Erstausstattung. Jedenfalls nicht für das zugrundeliegende taktische Konzept der autonom versorgenden UHS in der Funktion eines VP.
Das der vorgesehene Arzt an keinem der drei Tage vorhanden war sei am Rande erwähnt. was natürlich zu einer Umstellung der Areitsweise führen muß, gerade was die Versorgung der Patienten angeht, die entweder nur eine hausärztliche Behandlung benötigen oder aber lebensbedrohlich erkrankt sind.
So, und wenn du meinst. allein aufgrund räumlicher Nähe Sachkenntnis zu haben, dann irrst du. Das Argument kann man auch als Katastrophentourist anbringen wenn man sagt "ich war dabei und hab alles gesehen. Nur was Nützliches habe ich nicht beigetragen".
Wieviele Einsätze in verantwortlicher Position -Stabsdienst oder Einsatzplanung- hast du denn schon absolviert? Oder träumst du manchmal still und heimlich von großen Heldentaten?
Die Welt besteht halt nicht nur aus Blaulicht fahren, wichtig sein und in Rettungsromantik schwelgen.
Ach ja, wir löschen hier keine Beiträge, nur weil sich der Verfasser damit blamiert. Wenn jemand meint, seinem juvenilen Übermut hier freien Lauf lassen zu müssen, dann soll er das tun. Nur bitte nicht damit rechnen, ernstgenommen zu werden...
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Das ständige Nachgeben der Klugen begründet die Diktatur der Dummen.