Zitat von Metalchris
niemals , mit ner Pzf 3 kriegst keinen halbwegs modernen Schützenpanzer mehr kaputt.
Nur mit viel Glück und einer übermenschlichen Zielleistung (so einfach ist das nämlich nicht auf 200meter direkt zwischen wanne und turm zu treffen) kannst du damit einen
Schützenpanzer älterer Bauart kampfunfähig machen. Zumindest wurde uns das so begebracht.
Die Monohohlladung DM12 der Panzerfaust 3 durchschlägt etwa 700 mm RHA-Äquivalent, das ist deutlich mehr, als ein Schützenpanzer selbst frontal bieten kann. Die Tandem-Hohlladung der Pzf-3T liegt bei knapp 800 mm, die nochmals verbesserte -3IT bei knapp 900 mm RHA-Äquivalent.
Bei Beschussversuchen mit der Monohohlladung gegen einen T-72 (vermutlich ein A-Modell ohne ERA) traf eine Granate auf die Turmfront und somit auf den so ziemlich am besten geschützten Punkt eines Kampfpanzers. Resultat: der Hohlladungsstrahl trat an der Rückseite des Turmes wieder aus...
Als Beispiel für einen Schützenpanzer möchte ich hier den amerikanischen M2/M3 Bradley nennen, dessen Panzerung auf zwischen 120 und 150 mm RHA-Äquivalent gegen HEAT-Gefechtsköpfe geschätzt wird.
Langer Rede kurzer Sinn: es ist möglich, mit der Pzf 3 selbst (ältere!) Kampfpanzer (ohne ERA!) wirksam frontal zu bekämpfen, auch wenn das niemand bei Verstand machen wird!
Schützenpanzer, auch moderne, sind jedenfalls durchgehend problemlos zu knacken.
Die Wirksamkeit des Gefechtskopfes ist also das geringste Problem, das Treffen mit der ungelenkten Waffe auf Entfernungen von mehreren Hundert Metern schon eher. An diesem Punkt setzt ja z.B. die Pzf 3-IT600 mit ihrer Abfeuereinrichtung DYNARANGE an.