Ich will auch noch mal was schreiben.
Zuerst kommt ein Bild:
Das ist mein Status quo.
Ich habe dazu folgende Anmerkungen:
Ich bin für eine Begründungspflicht bei jeder Bewertung. Denn was hilft mir als Adressat ein roter oder grüner Punkt wenn ich nicht erfahre warum ich den bekomme? Das ist nutzlose Kritik.
(Bei dem roten für den "Polizei"- Post weiß ich warum, der ist von Kompost und der geht auch völlig ok.)
Diese grauen Punkte stammen angeblich von mir selbst sagt das Forum.
Und das obwohl ich bei den Bewertungskästen erstens gar keine grauen Punkte auswählen kann und zweitens soll der erste "überwiegend negativ" und der andere "neutral" bedeuten. So sagt es wie gesagt das Forum wenn ich bei den jeweiligen Post auf "bewerten" klicke.
Wieso kann ich mich ungewollt und so unlogisch selbst bewerten?
Ein psychologischer Aspekt: der Mensch neigt dazu sich nur dann zu Wort zu melden wenn ihn etwas beschwert. Das könnte wohl dazu führen das die Tendenz eher zu negativen Bewertungen geht und der Wettbewerb eher dahin läuft wer die wenigsten Minuspunkte bekommt.
Zudem hat dieses System gar keinen Effekt, man hat einfach grüne, graue oder rote Punkte, aber man hat weder Vor- noch Nachteile dadurch.
Ein ganz großer Kritikpunkt meinerseits ist die formulierung des Bewertungsfensters: wenn man einen Beitrag bewertet hat man als Antwortmöglichkeiten "stimme dem Beitrag zu" und stimme dem Beitrag nicht zu".
das ist fatal! Denn damit wird nach inhaltlicher Übereinstimmung gefragt und nicht nach dem "Karma" des Posters. Wenn ich also im OFP- Teil der Foren wieder über Ballistik schreibe und jemand da einfach anderer Meinung ist dann müßte er mir mit diesem system ein negatives Karma verpassen weil er meine Ansicht nicht teilt, denn er stimmt meinem Beitrag nicht zu.
Ich weiß das ihr das so gar nicht gemeint habt, aber die Formulierung ist ganz eindeutig.
Wenn man das konsequent anwendet werden die "Mainstream-Poster" privilegiert weil sie eine Mehrheitsmeinung vertreten, der mehr Leute zustimmen. Das kann doch nicht richtig sein, oder?
Zudem erweckt das Karma-System den Eindruck das hier ein repräsentatives Abbild der virtuellen Persönlichkeit des Forumusers erzeugt wird.
Nun hänge ich nicht wirklich an diesen Forenpunkten, die ja mich als Persönlichkeit in den HX3- Foren bewerten sollen, aber wenn das mein gegenwärtiger status quo ist dann finde ich den arg konstruiert, weil er unberücksichtigt läßt was ich in den 300 Posts vor Einführung des Karmasystems "verbrochen" habe. Ziemlich unrepräsentativ also.
Alles in allem habe ich dabk eurer guten Erklärung zwar verstanden wie das System funktioniert, aber es überzeugt mich nicht.
Ich weiß nicht worin der Sinn liegt. Es diszipliniert niemanden, es fördert niemanden und Mr. Burns wurde mit reichlich roten Punkten belegt. Wenn man jetzt sagt das Moderatoren den Unmut auf sich ziehen dann kann man das auch für "gemeine" Forenuser ins Feld führen. Da bin ich selbst ein gutes Beispiel, mich hat sogar schon wer per ICQ verfolgt weil ich in seinem unverschämten Thread den Mod zu einem "close" inspiriert habe.
Soll heißen je nachdem wie sehr man sich exponiert verändert sich die "Gefahr" hier bewertet zu werden.
Solange das System nur nen Gimnmick ist, das außer farbigen Punkten nichts bewirkt ist es mir egal, denn meine Posts sollen nicht durch diese Punkte interessieren sondern durch ihren Inhalt.
Sollte sich das aber ändern und die Bewertungen hätte irgendwelche effekte wie Restriktionen, dann wäre ich höchst verärgert.
Denn ich finde nicht das mein obiges Bewertungsprofil meinen "Forencharakter" widerspiegelt.
Es grüßt euch
ein geistig und emotional gefestigter
Clausewitz
