Die kommen auch noch weiter nördlicher - heute spielen sie in Nürnberg.
Zum Konzert:
Ich kam mit Kumpels um ~ 20:15 im Backstage an, geplanter Anfang war 21 Uhr.
Als wir gerademal ne Viertelstunde gewartet hatten, wurde die Hintergrundmusik leiser gedreht
und die Bratschen-Melodie von Disillusions
Back to Times of Splendor (anhören !)
erschallte aus den Boxen.
Unter Jubel und Klatschen von ca. 300 Mann enterte die Band die Bühne und legte gleich
mal den 15 minütigen Titeltrack ihres aktuellen Albums vor.
Nach drei weiteren Liedern übergaben Disillusion an die offizielle Vorband Impious, die
nach 5 Minuten Pause zum Pulp Fiction Soundtrack die Bühne betrat.
Nachdem Impious Position auf der verdunkelten Bühne Position eingenommen hatte vergingen
noch ein paar Sekunden bis ohne Vorwarnung in bester Death Metal Manier losgebrettert
wurde. Ein halbes Dutzend Songs ging das so dahin - das Niveau war von Anfang bis Ende
hervorragend und eine perfekte Einstimmung auf den folgenden Haupt-Act.
Amon Amarth waren der unangefochtene Höhepunkt - da konnte auch die spielerische
Perfektion von Disillusion und die Lautstärke von Impious nichts dran ändern.
Als ersten Song bekamen die Fans den ersten Titel des neuen Albums 'Fate of Norns'
um die Ohren gehauen - leider Gottes mit schlecht abgestimmter Akustik. Nach ~ 3
weiteren Fate of Norns Liedern bekamen die Herren Soundtechniker die Gitarren auf
akzeptable Lautstärke und die Stimmung wurde gleich nochmal so gut.
Neben den Songs wurde auf der Bühne vorallem eines zelebriert:
Biersaufen aus dem stylischen Wikinger-Trinkhorn, das ebenso zu jedem AA-Konzert gehört
wie die Gitarren und der Ikea-Schrank-ähnliche Frontman.
Nach dem aktuellen Album wurde dann aus 'Versus the World' gespielt.
Mit dabei waren Death in Fire, Vs the World, Where Silent Gods Stand Guard und
Across the Rainbow Bridge. Allesamt hintereinander - der reinste Genickbrecher.
Bloodshed war dann der letzte Titel, der ungefähr zwei Sunden Amon Amarth abschloss.
Alles in Allem ein sehr gutes Konzert, dessen Eindruck nur ein wenig durch den erkälteten
Disillusion-Sänger und die Gitarren-Lautstärke von Amon Amarth getrübt wurde.
Beides dürfte in kommenden Tourzielen kein Problem mehr darstellen, daher kann ich jedem
nur empfehlen die knapp 20€ Ticketpreis auszugeben.