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Storm 13.03.2009 14:19

Jup. Was anderes wollte ich auch nie sagen. Schuld ist nicht die Gesetzgebung oder die Gesellschaft, sondern in diesem Fall der Täter und seine Angehörigen, die ihm den Zugang zu den Waffen durch die Art und Weise der Absicherung und durch ihre Ignoranz und Nichtbeachtung der Umstände gewährt haben.

Rider 13.03.2009 14:36

Zitat:

Zitat von AGSF|Storm (Beitrag 221089)
[...]Schuld ist nicht die Gesetzgebung oder die Gesellschaft, sondern in diesem Fall der Täter und seine Angehörigen, die ihm den Zugang zu den Waffen durch die Art und Weise der Absicherung und durch ihre Ignoranz und Nichtbeachtung der Umstände gewährt haben.

Seh ich auch so. Wir haben in D schon ein hartes Waffengesetz, was den Erwerb und Besitz richtigerweise sehr erschwert. Dennoch meine ich auch das ein Verbot von Waffen nichts bringen wird. Wie viel ist verboten und wird trotzdem gemacht. Auch die Besorgung von Waffen wird da keine Ausnahme machen. Ich möchte garnicht Wissen wieviele illegale Waffen allein in D im Umlauf bzw. in Besitz von Personen sind.

Viel wichtiger fände ich eine schärfere Kontrolle... warum sollten nicht zb. Schützenvereine daran gebunden werden? Unangemeldete Kontrollen der privaten Waffenaufbewahrung. Wenn eine im Schrank fehlt, gibts Konsequenzen, gepaart mit Entzug der Lizenz o.ä.

Warum allerdings eine Privatperson 15-18 (Die Zahl scheint irgendwie noch nicht sicher.. liesst man so und dort wieder anders.) zuhause haben muss, ist mir auch nicht unbedingt begreiflich.

gr.
Marcus

hammergut 14.03.2009 03:38

Die weltgrößte Waffenmesse nur 200 Kilometer von Winnenden entfernt? Für die Aussteller kein Problem. Doch ein Zwischenfall macht nachdenklich.

also ich finde alle die was mit waffen (nicht beruflich) zu tun haben, haben einen an der klatsche.

wie kann man nach so einer tragödie eine waffenmesse veranstalten, und auf dieser noch schiessen, und sich regelrecht der aussage/meinung entziehen (siehe waffenhersteller)??

tut mir leid, die gesetzte sind nicht hart genug, waffen gehören privat verboten, schützenvereine geschlossen, das dieses geil sein auf waffen gedämmt wird.

der besitz einer waffe würde ich sogar mit versuchtem töten gleichsetzten. wurden wir spieler micht auch schon mit nazis und vergewaltigern und kinderschänder gleichgesetzt.

irgendwann reichts. muss man sich 2 tage nach dem amoklauf schon wieder in nürnberg an waffen aufgeilen ?? haben so viele menschen einen sprung in der schüssel ??

tut mir leid aber für sowas habe ich kein verständnis.

http://www.focus.de/panorama/welt/nu...id_380135.html

Serclaes 14.03.2009 04:42

Die Verlierer dieser Waffengesetze sind am Ende immer die welche Waffen beruflich nutzen. Siehe Jäger, Förster etc.

Jägern sind z.b. nur 2 Faustfeuerwaffen erlaubt.
Der Schrank muss mind. 200kg schwer oder im Boden verankert sein und für Munition ein zusätzlich abschließbares Fach bieten.
Das mit dem 2. Fach ist erst seit Erfurt. Das Profil von Winnenden ist genau das selbe wie damals: Sportschütze, "killerspiele"

Eine Waffe im Haus zu haben ist eine Gefahr. Wenn jemand einfach an eine Waffe kommen will, bricht er bei dir ein, bedroht dich und klaut deine Waffen. Was tun? Richtig, Beretta teilgeladen im Nachttisch liegen lassen. Und da liegt das Problem. Ein Jäger oder Förster hat verdammt viel zu verlieren, seine Ausbildung hat schließlich Jahre gedauert und Geld gekostet. Übrigens, verlieren Jäger ihren Führerschein, verlieren sie auch ihren Jagdschein. D.h. unverantwortliches handeln wird schnell erkannt und unterbunden.

Der Vater des Jungen ist zwar schon genug dafür bestraft worden das er seine Beretta im Nachttisch hat liegen lassen, aber da sollten man Konsequenzen daraus ziehen. Entweder regelmäßige, überraschende Kontrollen um festzustellen ob der Besitzer der Gefahr und Verantwortung bewusst ist oder man lagert alle Waffen im Vereinsheim und stellt Nachtwächter ein.

Im Allgemeinen bin ich dagegen das jeder Waffen besitzen kann. Dafür gibt es einfach zu viele Idioten.

Christian.1987 14.03.2009 08:02

So ich muss auch mall was dazu Loslasen.

"Killerspieleverbot" wie oft wird das schon so in den Vordergrund gezogen. Ich glaube das jeder 3 12-16 Jehriger solche sogenanten "Killerspiele" zuhause hat und regelmessig Zockt.
Das zu sagen ist auch wieder auf die Eltern zurückgreifend, ich persönlich kenne genug 12-16 Jehrige die auf Xbox Live brutalle Spiele (USK ab 18 Jahre z.b. die ganze CoD reihe) spielen.
Es intressiert die Jugend einen sch... was die Alterskenzeichnung sagt hauptsache mann hat es, dazu gehören dan natürlich auch die US oder UK Uncut Spiele die nicht Geschnitten sind, die mann in Deutschland und Österreich usw. ebenfalls legal besorgen kann. :lol:
Man muss die schuld ja immer jemand geben, und da kommt den Politik A.... löchern. immer diese Spiele in den sinn.
Meiner meinung nach machen sogenante "Killerspiele" keine potensiele Amokleufer.
Sollte es wirklich soweit kommen das diese Spiele in Deutschland Verboten werden wird es bestimmt eine Aufrur geben und die Spieler werden sich dagegen weren. :daumen: :daumen: :daumen:
Die Aktion für die Bayrische Lantagswahlen war schonmall ein Protest dagegen "Ich wehle keine Spielekiller" die mann natürlich als Spieler Intensiev Ünterstützt hat.

Storm 14.03.2009 08:58

Zitat:

Zitat von hammergut (Beitrag 221172)
Die weltgrößte Waffenmesse nur 200 Kilometer von Winnenden entfernt? Für die Aussteller kein Problem. Doch ein Zwischenfall macht nachdenklich.

also ich finde alle die was mit waffen (nicht beruflich) zu tun haben, haben einen an der klatsche.

wie kann man nach so einer tragödie eine waffenmesse veranstalten, und auf dieser noch schiessen, und sich regelrecht der aussage/meinung entziehen (siehe waffenhersteller)??

tut mir leid, die gesetzte sind nicht hart genug, waffen gehören privat verboten, schützenvereine geschlossen, das dieses geil sein auf waffen gedämmt wird.

der besitz einer waffe würde ich sogar mit versuchtem töten gleichsetzten. wurden wir spieler micht auch schon mit nazis und vergewaltigern und kinderschänder gleichgesetzt.

irgendwann reichts. muss man sich 2 tage nach dem amoklauf schon wieder in nürnberg an waffen aufgeilen ?? haben so viele menschen einen sprung in der schüssel ??

tut mir leid aber für sowas habe ich kein verständnis.

Nürnberger Waffenmesse: Schießübungen nach Schweigeminute - Aus aller Welt - FOCUS Online


Die angesprochene Messe ist eine Fachmesse, was nichts anderes heißt, als das der normale Besucher nicht zugelassen ist. Irgendwie musst du dann doch noch lernen, die einzelnen Angaben vernünftig zu recherchieren. Sonst bist du nicht besser als jeder dahergelaufene Killerspielverurteiler.

hammergut 14.03.2009 11:30

Zitat:

Zitat von AGSF|Storm (Beitrag 221180)
Die angesprochene Messe ist eine Fachmesse, was nichts anderes heißt, als das der normale Besucher nicht zugelassen ist. Irgendwie musst du dann doch noch lernen, die einzelnen Angaben vernünftig zu recherchieren. Sonst bist du nicht besser als jeder dahergelaufene Killerspielverurteiler.

nein , du solltest richtig recherchieren. es war eine messe mit zugängen "normaler" besucher. siehe auch video das dazugehört. egal ob fach oder nocht, kinder sollten dann zutritt verboten haben , oder?

"""Keinen Zutritt haben: Privatbesucher, Jäger, Sportschützen, Mitglieder von Jagd- und Sportschützenvereinen und alle Personen, die nicht in den genannten Branchen geschäftlich tätig sind."""

und wieso werden sportschützen interviewed die laut fachbesucherauswahl eigentlich nicht hätten dort erscheinen dürfen ??

es waren sogar kinder auf der messe, und wenn das fachbesucher sind dann weiss ich auch nicht mehr. kinder bewachen kindergarten mit waffen ?? sind das deine fachbesucher ??

na dann ist ja alles gut.

ach , und in dem video wird dann von einem waffennarr wieder der auto-vergleich gebracht. verrückte welt.

Rider 14.03.2009 12:06

@Hammergut

Die Messe wurde ja nicht am Tag des Massenmords verkündet. Die ist mit Sicherheit schon wer weiss wie lang geplant gewesen. Das kann man ihr nicht zum Vorwurf machen. Wenn man irgendwas anprangern kann, dann das sie nicht pausiert oder beendet wurde und selbst das halte ich für überzogen. Schliesslich gibts genug Menschen die mit ihren Waffen vernünftig umgehen können und auch das an die Jugend so vermitteln. Das Problem sind nicht die Gesetze, sondern die Menschen die sich nicht daran halten (Tims Vater -> Waffe ungesichert rumgelegen).

Bei deiner (über)pazifistischen Haltung muss man sich schon fast Fragen wie du es mit deinem Gewissen vereinbaren kannst dann Spiele wie ARMA zu spielen. Weil alles nur unecht ist? Schliesslich nutzt du doch auch Waffen um virtuelle Menschen zu töten, völlig egal ob echt oder nicht, schliesslich ist der Vorgang des Tötens zum erreichen eines Ziels für dich völlig normal und Mittel zum Zweck. Verquerte Logik und stumpfsinnige Doppelmoral irgendwie... :ugly:

gr.
Marcus

Rider 14.03.2009 12:42

Btt: Wers lesen möchte:
Amokläufer verbrachte Abend vor der Tat mit Killerspiel

Bluttat von Winnenden: Amokläufer verbrachte Abend vor der Tat mit Killerspiel - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Panorama


Oje, ich seh schon, jetz können sich die Verbieter wieder gegenseitig beweihräuchern "Wir habens doch gewusst". Ich wart nur drauf das jetzt Argumente alá "er hat sich damit wohl "Mut" angespielt" kommen.

gr.
Marcus

BW DDH 14.03.2009 13:19

tja,
da ist es mal wieder, das ewige Streitgespräch zwischen "Pazifisten" und "Potentiellen" Mördern.
Ich hatte eigentlich gehofft dass auf einer solchen Plattform ansatzweise offen und ehrlich diskutiert werden kann, sehe aber leider wieder nur Vorurteile und illusorische Extremmeinungen.

Warum Sportschützen und Zivilisten allgemein, wenn sie sich für Waffen und den Schiesssport interessieren, hier als waffengeil und dann im nächsten Schritt als "Krank" bezeichnet werden finde ich schon etwas seltsam. Und ob jemand 1 oder 10 Waffen sammelt kann doch auch kein Indikator für einen potentiellen killerinstinkt sein?
Da fehlt es mir irgendwie an der Logik.

Mir fällt eigentlich bei der ganzen Diskussion immer wieder auf:
- Waffen weg => Bitte auch gleich Bundeswehr, Polizei, Wachdienste und Personenschützer und natürlich auch Jäger, Schlachter, Tierärzte abschaffen, damit die sich nicht mehr an ihren Waffen aufgeilen.

Apropos Bundeswehr:
Dort hat man mir pflicht- und gesetzesgemäß das "Killen" professionell beigebracht. Könnte sogar mit nem Spaten oder Küchenmesser einen umbringen, muss nicht gleich ne P1 oder ein G3 sein. Bin ich jetzt, wie Millionen anderer Wehrpflichtiger im Alter von 18-xx Jahren ein potentieller Amokläufer?

Also das Problem sind doch nicht die Waffen, das Problem sind immer die "Bediener" das wird leider immer gerne vergessen!

Fazit aus meiner Sicht:
Wenn der Wille und der Entschluss bei jemandem da ist, Amok zu laufen, findet sich auch der Weg, auch ohne Killerspiele oder Papas Waffe im Nachttisch. (wobei es sich ohne Frage um einen klaren Verstoß gegen das Gesetz handelt, unbestritten)
Aber dort sollte man anpacken, an der Ursache und nicht am Werkzeug.
Da reicht nämlich auch schon Mamas Küchenmesser oder die selbstgebastelte Bombe aus Papas Unkrautvernichtungsmittel aus dem Gartenschrank um Terror zu erzeugen oder jemanden umzubringen.

Fazit 2 ich hoffe Arma 2 kommt, bevor ein ultimatives Verbot aller Computerspiele und Filme und natürlich konsequenterweise auch Spielzeug kommt, denn wo bitten schön ist die Grenze? bei Starwars und dem Jedischwert? Bei Robin Hood und seinem tödlichen Bogen? beim mittelalterlichen Spektakel und Armbrustschiessen?

Sorry wenn ich übertreibe, aber diese Polarisierung gut/böse, wie sie hier praktiziert wird, geht mir einfach auf den Keks.

vg BW DDH

Redfox 14.03.2009 13:29

Deutschlands Waffengesetze sind mit die schärfsten nur verhindern diese nicht Bequemlichkeit, Erziehungsfehler und soziale Kälte/Gleichgültigkeit.
Aber gleich alle Leute über einen Kamm zu ziehen ist etwas sehr naiv, weltfremd und zum Teil einfach nur dumm.
Macht mehr Kinder + erzieht die ordentlich, sonst diktieren euch die Rentner euer und das euer Kinder Leben! :angel:

Krakuscha 14.03.2009 14:12

Waffengesetze? Großbritannien hat die schärfsten in ganz Europa und Restwelt und es gibt dort mehr Waffentote als in Deutschland oder Finland

Rider 14.03.2009 18:52

Ein klein wenig Humor wird ja erlaubt sein. Es darf bezweifelt werden ob nur Jugendliche in die Kategorie potenzieller Amokläufer fallen:

YouTube Video

Macolik 15.03.2009 02:37

Mal abgesehen von Waffengesetzen und den "Killerspielen" trägt meiner meinung nach unsere gesellschaft zu solchen Taten vieeeel bei.
So schwul es auch für manche klingen mag, es fehlt einfach an nächstenliebe und respekt vor den Mitmenschen.
Dabei meine ich dass die Medien größtenteils schuld daran sind, dass Deutschlands Jugendliche immer mehr zu "American Highschool teenies" mutieren.
Ich mein guckt euch doch ma die ganze scheisse an, die im TV läuft. MTV dürfte nicht mehr MTV genannt werden weil da nur schwachsinnige "dating" shows laufen.
Über Pro7 muss ich erst gar nichts sagen. Volksverdummung pur.
Ich gibs zu ich gib mir die sch... manchma selbst aber naja. haha langeweile machts möglich.
(Man bin ich froh nicht in dieser generation aufgewachsen zu sein)
Kinder reden über sachen im bus/bahn eh da hab ich noch'n Knight Rider T-shirt getragen und mit legosteinen gespielt.
In so einer gesellschaft kann es nur zu konflikten und ausschluss kommen.

Aber wat soll ma mache, so isses nunma.

Termi 15.03.2009 08:55

Das Thema ist eigentlich ganz einfach. Man benötigt:

1) Einen jungen ungefestigten Man
2) Psychisch depressiv
3) Vorbilder wie andere Massaker zum nachahmen
4) Anreize durch TV und Ego-Shoter
5) Verwirklichung / Realisierung / Planung mit dem Internet
6) Eine Umgebung die Taub und Stumm ist in der die Welt sich schnell dreht
und keine Zeit hat zum nachdenken (damit meine ich unsere dolle moderne Gesellschaft)
7) Zugang zu einer Waffe

Und vola fertig ist der potenzielle Amokläufer.

Ich sachs mal ganz schnell und einfach man muss eine gewisse anzahl an Atributen haben damit sowas passiert...nur Shooter weg bringt nix.... nur Internet weg bringt nix.... nur TV weg bringt nix... nur labil macht auch keinen Amokläufer.

Aber unsere Populären Politiker müssen für unsere dumme Bevölkerung eine einfach erklärbaren Sündenbock haben um sich eben wieder zu Profilieren und das geht mit den Killerspielen ganz easy.
Selbst in D gibt es eine Waffenlobby ;)

flickflack 15.03.2009 09:15

Am besten spricht es sich doch über Dinge, die man nicht versteht oder gar nicht kennt. Da kann man klar ersichtlich für den dummen deutschen Michel, die richtige und die falsche Meinung proklamieren. Mehr gibt's dazwischen ja nicht. Entweder sind Spiele Schuld oder nicht, denn wenn Rolli-Schäuble mit der Zypresse an der Hand und von der Leyen bebend hinterherlaufend uns vom großen Unrecht kündet, dann zieht der normale Mensch, für den es auch einfacher ist nur in schwarz und weiß zu malen, am selben Strang - der Wolfgang wird schon wissen was er tut, der kennt immerhin auch jeden Terroristen mit Vornamen; dank Zuarbeit der Telekom respektive der Deutschen Bahn. Das ist wie beim Führer. Am einfachsten ist es, wenn man das "Denken" und damit eigentlich eher das Handeln, in fremde Hände abgibt und lieber auf Zündi aus Marzahn zu feiern beginnt, da ist der Humor ja auch klar verteilt.

Also Schuld sind imho tatsächlich mehrere verschiedene Aspekte und nicht nur einer, egal ob Waffen oder Spiele. Schlimm finde ich allerdings, dass Teile der Regierung, so scheint es atm jedenfalls, einer Waffenlobby folgen, die ganz erfolgreich schon über ihre Strohpuppen zwei Stunden nach der Tat kolpotieren liess, dass die Waffengesetze scharf genug seien und man ja nur die Kontrollen besser aufziehen müsse. Was ja vermutlich auch richtig ist. Vermutlich deshalb, weil es mir nicht möglich ist selbstständig zu überprüfen, ob's stimmt - das ist natürlich ein Manko in der Begründung, man verlässt sich schon automatisch auf Aussagen anderer.

Schade, dass die Spieleindustrie nicht so eine Lobby hat, wie die Medieindustrie mit RIAA, MPAA und Zeugs. Wenn sich die Spieleindustrie hier in Deutschland zu einer erfolgreichen und umsatzstarken Branche entwickeln würde, dann wären so dumpfe Äußerungen in Richtung Killerspiele eher weniger intensiv gestreut. Aber dann wird sich schon noch was anderes finden, wie wäre es mal wieder mit Raubkopiermörderkinderschänderkillerspieleterroris ten? Ethische Grundlagenausbildung gehört jedenfalls in Elternhaus!

Zitat:

*** Ja, in Winnenden, "das 27.000 Einwohner hat und ein paar Zerquetschte" (n-tv Orginalton), sind neun Schülerinnen, drei Lehrerinnen und ein Mitarbeiter eines psychiatrischen Zentrums erschossen worden. Und die Medien liefen auf Hochtouren, ganz im Sinne des Plasbergschen Spruches "Ich erwarte das von jungen Reportern, dass die mit Gluteifer rangehen und versuchen, das, was eben noch verantwortbar ist, zu beschaffen." Mit Gluteifer wurde getwittert und gegooglet, bei Focus zeitweise unter dem irrsinnigen Tag #Amoklauf. Nur recherchiert wurde nicht und der Verstand blieb ausgeschaltet: Diese Newfags von Schmalspur-Journalisten glaubten allen Ernstes der Krautchan-Quelle, was abseits der Lügnerei derPolizei kein gutes Bild auf die Vertrautheit mit dem Internet wirft, mal abgesehen davon, dass schon am Mordstag die lokale Community Kwick als virtueller Aufenthaltsort des Mörders bekannt war. Nun sitzen wieder einmal das Internet und die Computerspiele auf der Anklagebank. Aggressive Spiele müssen verschwinden, desgleichen wahrscheinlich Bondage-Fotos, weil der Mörder gefesselte Frauen geil fand. Noch geiler fand er allerdings Softair-Waffen, von denen er verbotenerweise 30 Stück besaß und den Unterricht mit der Berretta. Dass so eine Pistole einfach so im Haushalt herumliegen kann und 200 Schuss Munition (davon 133 verschossen) auch ein Problem sind, wird nicht diskutiert unter rechtschaffenen Leuten. Wer Waffen besitzt und seinem Sohn das Töten beibringt, ist – vor allem als gestandener Unternehmer – natürlich schuldlos. In Familien, in denen Drogenmissbrauch oder geistige Krankheiten auftreten, sind Waffen aber natürlich problematisch.
... aus Hal Faber's WWW @ http://www.heise.de/newsticker/Was-w...meldung/134575

DVD 15.03.2009 09:30

@Termi
Du verkennst etwas die Wirkung der Schusswaffe auf einen jungen Menschen.
Der Zugang und Umgang, mit einer Schusswaffe ist der entscheidene Auslöser, meiner Meinung nach.

1. Schusswaffen erzeugen einen Gottkomplex, denn man ist Herr über Leben und Tod.
Man kann schnell töten, ohne sich mit seinem Opfer auseinandersetzen zu müssen.
Anders als mit einem Messer oder einer Eisenstange. Die Hemmschwelle ist vergleichsweise niedrig.
Auch wird einem keiner stopen, solang er nicht selber mit einer Schusswaffe bewaffnet ist.

2. Das war kein Amoklauf, auch nicht in Erfurt oder Emsdetten.
Das waren geplante Rachefeldzüge, von trainierten Schützen.
Man spricht hier eigentlich vom "school shooting", Amoklauf ist nur ein Begriff den Medien gern verwenden.
Die Typen hatten Hass auf ihr Umfeld. Das war keine Tat im Affekt oder weil sie zugedröhnt waren, ect.
Das war Mord.

3. Erst der Umgang mit Schusswaffen desensibilisiert, das schaft kein noch so brutales Ballerspiel.
Sonst wären solche Taten an der Tagesordnung, bei ca. 2.000.000 aktiven Spielern von Ballerspielen in Dtl.
Brutale Ballerspiele senken kurzzeitig das Mitleidsgefühl, aber dieser Effekt hält Biochemisch nicht länger als eine halbe Stunde an.

hammergut 15.03.2009 09:33

Zitat:

Zitat von Rider (Beitrag 221209)
@Hammergut

Die Messe wurde ja nicht am Tag des Massenmords verkündet. Die ist mit Sicherheit schon wer weiss wie lang geplant gewesen. Das kann man ihr nicht zum Vorwurf machen. Wenn man irgendwas anprangern kann, dann das sie nicht pausiert oder beendet wurde und selbst das halte ich für überzogen. Schliesslich gibts genug Menschen die mit ihren Waffen vernünftig umgehen können und auch das an die Jugend so vermitteln. Das Problem sind nicht die Gesetze, sondern die Menschen die sich nicht daran halten (Tims Vater -> Waffe ungesichert rumgelegen).

Bei deiner (über)pazifistischen Haltung muss man sich schon fast Fragen wie du es mit deinem Gewissen vereinbaren kannst dann Spiele wie ARMA zu spielen. Weil alles nur unecht ist? Schliesslich nutzt du doch auch Waffen um virtuelle Menschen zu töten, völlig egal ob echt oder nicht, schliesslich ist der Vorgang des Tötens zum erreichen eines Ziels für dich völlig normal und Mittel zum Zweck. Verquerte Logik und stumpfsinnige Doppelmoral irgendwie... :ugly:

gr.
Marcus


weder noch, spiele sind spiele und niemand kommt zu schaden. also habe ich auch keine doppelmoral, da ich das was eh schon tod ist (vektorgrafik) nicht noch töten kann. (habe das nur geschrieben das du den unterschied von spiel zu realität verstehst) für mich ist arma nichts anderes als ein riesiger sandkasten für erwachsene, im coop wie ein gesellschafts spiel, in sahrani-life ein bischen "lebens-sim" (mit einem augenzwinkern) und zudem kann man mit arma auch vieles machen ohne zu töten. z.b. missionen wo man leben retten muss. das wird immer vergessen !!

aber wenn sich einer an "echten" waffen aufgeilt , und in seinem drang diese zu benutzen auch noch "echte menschen" tötet, dann stimmt irgendwas nicht mit solchen menschen.

beschreibe mal bitte "vernünftiges" umgehen mit einer waffe ?? wenn du sie beruflich brauchst dann habe ich nichts dagegen, aber ich habe was dagegen sowas als hobby benutzen zu dürfen, was nun mal sehr viel schaden anrichten kann.

oder besitzt du auch waffen, und gehst jetzt auf verteidigung damit sie dir nicht weggenommen werden ??

Termi 15.03.2009 09:37

Zitat:

Zitat von DVD (Beitrag 221413)
@Termi
Du verkennst etwas die Wirkung der Schusswaffe auf einen jungen Menschen.
Der Zugang und Umgang, mit einer Schusswaffe ist der entscheidene Auslöser, meiner Meinung nach.

1. Schusswaffen erzeugen einen Gottkomplex, denn man ist Herr über Leben und Tod.
Man kann schnell töten, ohne sich mit seinem Opfer auseinandersetzen zu müssen.
Anders als mit einem Messer oder einer Eisenstange. Die Hemmschwelle ist vergleichsweise niedrig.
Auch wird einem keiner stopen, solang er nicht selber mit einer Schusswaffe bewaffnet ist.

2. Das war kein Amoklauf, auch nicht in Erfurt oder Emsdetten.
Das waren geplante Rachefeldzüge, von trainierten Schützen.
Man spricht hier eigentlich vom "school shooting", Amoklauf ist nur ein Begriff den Medien gern verwenden.
Die Typen hatten Hass auf ihr Umfeld. Das war keine Tat im Affekt oder weil sie zugedröhnt waren, ect.
Das war Mord.

3. Erst der Umgang mit Schusswaffen desensibilisiert, das schaft kein noch so brutales Ballerspiel.
Sonst wären solche Taten an der Tagesordnung, bei ca. 2.000.000 aktiven Spielern von Ballerspielen in Dtl.
Brutale Ballerspiele senken kurzzeitig das Mitleidsgefühl, aber dieser Effekt hält Biochemisch nicht länger als eine halbe Stunde an.

Ich bin fast deiner Meinung was du da schreibst und Flicki.... nur früher gab es sowas nicht ich sach jetzt mal nach dem 2.Weltkrieg oder nach dem ersten oder in einer Zeit wo viele Leute Schusswaffen getragen haben 17 - 19 Jahrhundert da gab es viel mehr Waffen aber nicht solch "Ideen" ein Massaker zu vollziehen

flickflack 15.03.2009 09:43

Ne, dass ist ein Trugschluss denke ich mittlerweile. Die Medienwissenschaftler haben schon recht: In Zeiten der Globalisierung, der Vernetzung und der weit entwickelten Presse, kommt sowas nur heute viel öfter ans Licht. Ich glaube nicht, dass bspw. die alte preußische Zivilgesellschaft, ach Moment die gab es ja fast gar nicht, also die Militärgesellschaft friedliebender war als wir es heute sind. Uns fehlen nur direkte Erfahrungen, um das vergleichen zu können und wir verlassen uns auf die Geschichtsschreibung. Jede ältere Generation wirft der jüngeren vor, schlimmer zu sein. Das ist normal. Und mit jedem Jahr Abstand, wird das eigene Versagen geringer, aktuelles dramatischer, und die eigenen erlebten Bomben immer größer ;)

Edit: Ich glaube ich lüge jetzt bei der Zeitangabe, aber der erste dokumentierte (pressemäßig) Amoklauf in Deutschland war irgendwas um 1905. Der Mann dachte angeblich, dass ganze Dorf rede hinter seinem Rücken, er betriebe Sodomie. Ich glaube auch DVD hat recht, dass seit Columbine waren School Shootings. Nen Amoklauf passiert imho im Affekt.


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