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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Todesstrafe


Kompost
24.01.2004, 08:05
Was meint ihr?
Soll die Todesstrafe wieder eingeführt werden?

Meiner Meinung nach nicht.
Ein oft benutztes Argument ist das die Täter dann keine Gefahr mehr darstellen aber auch lebenslängliche Haft schützt die Gesellschaft. Außerdem muss ein humaner Staat das recht auf leben respektieren!!

Flashgamer
24.01.2004, 08:27
Ich bin zwar auch gegen die Todesstrafe, aber man sollte die Dinge immer von beiden Seiten betrachten:

1. Die lebenslängliche Haft ist aber nicht ganz umsonst
2. Wieso hat der Mörder Respekt verdient, obwohl er anderen Menschen das Leben wegnimmt? Sowas ist doch kein Respekt.

Kompost
24.01.2004, 08:55
Zum 1.: Man sollte das Leben eines Menshcne doch nicht vom Geld abhängig machen.

Zum 2.:
Vergeltung kann nicht die Grundlage füt Entscheidungen der Justiz sein.
Das Opfer wird durch die Hinrichtung auch nicht wieder lebendig.

Und nochmal zum 1. - Das hab ich eben im I-net gefunden:

Die gegenwärtigen Kosten einer Hinrichtung, die Kosten für den großen Sicherheitsapparat und die lange Zeit bis zur Vollstreckung des Urteils übersteigen die Kosten für einen lebenslänglich Verurteilten.

Daedalus
24.01.2004, 10:24
Is doch klar. Man muss sie ja mit Essen etc. versorgen. Bei einer Hinrichtung reicht eine Spritze aus. Ich bin absolut gegen die Todesstrafe. Denn ich finde lebenslange Haft wesentlich schlimmer als den Tod.

Kompost
24.01.2004, 10:58
Der Meinung bin ich ja auch, außerdem gibt es den Tätern die chance zich z.B. in einer geschlossenen Anstalt sich wieder zu besser und nach villeicht 20Jahren wieder ausm gefängnis raus zukommen ohne eine Gefahr für die Gesellschaft darzustellen.

Wenn man die Todestrafe bekommt hat man sicher nicht die Chance sich wieder zu bessern. :confused:

Noch ein Argument gegen die Todesstrafe:
Untersuchungen belegen das die Todestrafe verhältnismäßig oft gegen Minderheiten verhängt wird - Sozial schwache haben weniger Geld für guten Anwälte....

Lima
24.01.2004, 10:58
Wenn ich mir ansehe wie man heut zu Tage im Gefängniss lebt dann halte ich die Todesstrafe für härter als Lebenslänglich.

Ich bin der Meinung das es manche Leute einfach nicht mehr verdient haben zu leben (Kinderschänder, Massenmörder, etc.).

Atomic
24.01.2004, 12:13
Ich bin der Überzeugung: Wer nen anderen Menschen absichtlich tötet schickt sich selbst in die Hölle und den den er getötet hat, sowahr er alles getan hat um den der in töten will davon abzubringen, in den Himmel.

Die Frage ist darf man denn einen unterschied zwischen "Staatlich erlaubtes Töten" und normales Töten sehen?
Und wird dem der stirbt nicht die möglichkeit genommen es wieder gut zu machen bzw. Gutes zu tun?

Kompost
24.01.2004, 13:17
Schwerverbrechen geschehen oft unüberlegt und im Affekt.
Das sollte man auch berücksichtigen.
Wenn eine Person 3Jahre einen Anschlag plant bei dem 100te Menschen ums Leben kommen hat er sicher ncihts anderes verdient.

Aber wenn sich z.B. zwei Personen streiten und es schaukelt sich einfach so hoch bis der eine unüberlegt ein Messer zieht :confused:
Solche Personen die unüberlegt und ausm affekt heraus jemanden getötet haben denke ich würden so etwas eiegntlich nie tuen und sollten die Chance bekommen nach 20Jahren Gefängnis ein neues Leben anzufangen.
Und andere Mörder die z.B. Unterdrückt wurden von Banden und nicht aussteigen konnten/wollten weil das Risiko bzw. die Angst zu groß war sollten sofern sie nach 20Jahren haft (+-) keine Gefahr mehr für die Gesellschaft darstellen auch eine neue Chance bekommen.

TeRp
29.01.2004, 17:05
Todesstrafe: Ja,

aber nur mit Einschränkungen.
Ich weiß das eine mehrere Jahre andauernde Haft aber auch schon sehr extrem sein kann, die sollte auf jedenfall bleiben.

Aber Personen, die aus Habgier, terroristischen Gründen etc. töten die könnte man getrost hinrichten. Sie haben es nicht besser verdient.

Weiterhin kostet eine Haft uns Steuerzahler viel Geld, auch wenn irgendwo im Internet stehen mag das dem nicht so ist. Überlegt euch mal wenn ein 20 Jähriger in ein Gefängnis kommt. Jeden Tag essen, Wasserkosten (Waschen, Toilette), Ärztliche Besuche, usw. Dann rechnet mal aus wie lange ein Mensch im Durchschnitt lebt.

Leider ist in Deutschland lebenslange Haft eben nicht lebenslang, sondern maximal 15 Jahre. Die Ausnahme bildet die Sicherheitsverwahrung.

Ein Problem ist für mich, Menschen zu finden, die Verbrecher dann hinrichten.
Schon mal drüber nachgedacht?

Kompost
29.01.2004, 17:53
Originally posted by TeRpEnTiN@Jan 29 2004, 06:05 PM
Aber Personen, die aus Habgier, terroristischen Gründen etc. töten die könnte man getrost hinrichten. Sie haben es nicht besser verdient.

Ok, das mag jetzt unmöglich klingen aber im "knast" ;) wird ja auch versucht die Leute zu resozialisiren und es kommen bestimmt nicht Leute aus dem gefängnis raus wo kalr is das die sofort wieder ejmanden umbringen :komischschau:
Außerdem sollte jeder eine chance auf eine wieder gutmachung bekommen...

Ein Problem ist für mich, Menschen zu finden, die Verbrecher dann hinrichten.
Schon mal drüber nachgedacht?

Man findet bestimmt immer irgendwelche "geldgeilen" die das halt für das nötige "kleingeld" ;) machen.

Aber mal so am rand ich könnt das nich..

Snevsied
29.01.2004, 17:55
Also ich wäre auch für eine beschränkte Todesstrafe wie TeRpEnTiN!!!

Andererseits würde ich nicht die Todesstrafe vorziehen sondern so richtig schöne Arbeitslager wie zu Nazizeiten, nur mit zivilisiertem Umgang (ich will aber vom diesem Thema distanzieren, da das ein Verbrechen an normalen Menschen war und bitte auch andere nicht anzufangen darüber zu diskutieren, sonst gibts nur Ärger). Und dann die ganzen Mörder, Kinderschänder und Vergewaltiger schuften lassen. Am besten so ein 15 Stunden-Tag, damit sie wissen was sie angerichtet haben udn welches Leid die Opfer ertragen.

Und die heutigen lebenslangen Strafen sind ein Lacher. Im Knast bekommt man alles, vom Fernseher bis zur XBOX, das ist dann keine Strafe sondern eine kostenlose Wohnung für einige Jahre inklusive Vollpension-Verpflegung.
Man sollte die Gefängnise in Gefängnise umwandeln, keine Elektronik, nur Bücher und andere nichttechnische Sachen(Billardtisch,usw.)...



Ein Problem ist für mich, Menschen zu finden, die Verbrecher dann hinrichten.
Schon mal drüber nachgedacht?

Sadisten gibts immer :D

Flashgamer
29.01.2004, 18:02
Originally posted by TeRpEnTiN@Jan 29 2004, 06:05 PM
Todesstrafe: Ja,

aber nur mit Einschränkungen.
Ich weiß das eine mehrere Jahre andauernde Haft aber auch schon sehr extrem sein kann, die sollte auf jedenfall bleiben.

Aber Personen, die aus Habgier, terroristischen Gründen etc. töten die könnte man getrost hinrichten. Sie haben es nicht besser verdient.

Weiterhin kostet eine Haft uns Steuerzahler viel Geld, auch wenn irgendwo im Internet stehen mag das dem nicht so ist. Überlegt euch mal wenn ein 20 Jähriger in ein Gefängnis kommt. Jeden Tag essen, Wasserkosten (Waschen, Toilette), Ärztliche Besuche, usw. Dann rechnet mal aus wie lange ein Mensch im Durchschnitt lebt.

Leider ist in Deutschland lebenslange Haft eben nicht lebenslang, sondern maximal 15 Jahre. Die Ausnahme bildet die Sicherheitsverwahrung.

Ein Problem ist für mich, Menschen zu finden, die Verbrecher dann hinrichten.
Schon mal drüber nachgedacht?
Man weiß ja gar nicht die Umstände unter dem z.B. der Terrorist war. Wenn er schon als kleines Kind darauf gedrillt wurde Menschen umzubringen, dann kann er gar nichts dafür es sind die Leute schuldig, die sowas stiften. Also kann man gar nicht sagen "Sie haben es nicht besser verdient", weil sie nichts anderes kennen.

Jeder Mensch hat einen gewissen Grad an Würde. Und so wie du es schreibst Terpetin, kommt es mir so vor dass die tod gestraften sofort erschossen werden sollen oder in irgendeinem Loch mit kaum Nahrung leben sollen.

Die Menschen die andere hinrichten haben meist psychologische Probleme. Wer hält es schon aus jeden Tag Menschen umzubringen und beim sterben zuzuschauen. Beim elektrischen Stuhl z.B. werden die Augen überdeckt, weil sie sonst rausfliegen würden. Stellt euch sowas mal vor - jeden Tag - 40 Jahre lang - sowas macht den stärksten Charakter fertig. Wenn schon einige Zivis Probleme damit haben, mit Menschen umzugehen die geistig behindert sind dann ist sowas nahezu unmöglich. Man kann das Gewissen eines Menschens nicht ausschalten!

Snevsied
29.01.2004, 18:09
Erschießen ist aber billiger als grillen mit Strom, der Mensch braucht schon ne Menge um zu sterben. :cool:

Spaß beiseite:
Einen anderen Menschen zu erschießen ist vielleicht moralisch schwieriger als einen Menschen auf dem elektrischem Stuhl umzubringen oder eine Giftspritze zu injizieren.

Flashgamer
29.01.2004, 18:12
Originally posted by Snevsied@Jan 29 2004, 06:55 PM
Also ich wäre auch für eine beschränkte Todesstrafe wie TeRpEnTiN!!!

Andererseits würde ich nicht die Todesstrafe vorziehen sondern so richtig schöne Arbeitslager wie zu Nazizeiten, nur mit zivilisiertem Umgang (ich will aber vom diesem Thema distanzieren, da das ein Verbrechen an normalen Menschen war und bitte auch andere nicht anzufangen darüber zu diskutieren, sonst gibts nur Ärger). Und dann die ganzen Mörder, Kinderschänder und Vergewaltiger schuften lassen. Am besten so ein 15 Stunden-Tag, damit sie wissen was sie angerichtet haben udn welches Leid die Opfer ertragen.

Und die heutigen lebenslangen Strafen sind ein Lacher. Im Knast bekommt man alles, vom Fernseher bis zur XBOX, das ist dann keine Strafe sondern eine kostenlose Wohnung für einige Jahre inklusive Vollpension-Verpflegung.
Man sollte die Gefängnise in Gefängnise umwandeln, keine Elektronik, nur Bücher und andere nichttechnische Sachen(Billardtisch,usw.)...



Ein Problem ist für mich, Menschen zu finden, die Verbrecher dann hinrichten.
Schon mal drüber nachgedacht?

Sadisten gibts immer :D
Die Arbeitslager waren da überhaupt nicht schön......

Stell dir mal vor du arbeitest XX Jahre 15Stunden täglich. Wie willst du denn neuanfangen? Mit einem kaputten Rücken? Mit kaum Bildung? Viel Spaß, als ob die Strafe von XX Jahren nicht schlimm genug wäre und der Neuanfang unter solchen Umständen ist noch schwerer, als er sowieso schon ist. Die Gefangenen können ruhig arbeiten, aber niemals in solchen Arbeitsslagern. Ich denke jeder Straftäter sollte den möglichst besten Neuanfang erhalten, damit er sein Leben noch genießen kann. Außerdem würden die Gefangenen noch ein paar Arbeitsplätze wegnehmen, die sowieso kaum noch da sind.

Flashgamer
29.01.2004, 18:15
Originally posted by Snevsied@Jan 29 2004, 07:09 PM
Erschießen ist aber billiger als grillen mit Strom, der Mensch braucht schon ne Menge um zu sterben. :cool:

Spaß beiseite:
Einen anderen Menschen zu erschießen ist vielleicht moralisch schwieriger als einen Menschen auf dem elektrischem Stuhl umzubringen oder eine Giftspritze zu injizieren.
Ja, aber billiger und unbrutaler geht es wahrscheinlich gar nicht mehr.

Snevsied
29.01.2004, 18:16
Stell dir vor:
Sagen wir mal du bist alt genug und hast zwei Kinder, eine wunderschöne Frau, und stell dir das alles wird von einem auf eine grausame Art zerstört. würdest du dir das nicht wünschen? Ich glaube kaum das du es so einfach hinnimmst und sagst ich verzeihe dir, selbst nach den xx Jahren.

Snevsied
29.01.2004, 18:20
Ein Schlußwort:
Eine Todestrafe könnte ich mir nicht in einer "christlichen", demokratischen Welt nicht vorstellen, dafür gibts es genug Gegenstimmen, aber ich könnte sie mir in arabischen bzw. Islamischen Staaten vorstellen. Weil dort ganz andere Gesetze herrschen als in der "westlichen Welt".

Flashgamer
29.01.2004, 18:25
das ist @den oberen Post von dir Snevied:

Ja, ich würde dem Mörder am liebsten tagelang Quälen (Das ist ernst gemeint). Wenn ich jetzt schon dran denke, dann kommen mir fast die Tränen. Am liebsten sollte er den schmerzvollsten Tod kriegen den es gibt! So ein Verlust und Schaden ist unglaublich.

Ich weiß es klingt im Widerspruch zu oben, aber so würde es ein "Hin und Her" geben, denn keiner gibt nach. Man soll die Schmerzen nicht auf die Familien schieben, die gar nichts mit dem Mord zu tun haben. Wieso die Menschen schädigen, die gar nichts damit zu tun haben.

Das habe ich voher vergessen zu sagen: Ich finde es auch, dass die deutschen Gefängnisse ein bisschen zu lasch sind. Bücher und so sind schon ok, aber eine Art von Luxus wie Xbox oder Fernsehen - das kann sich nicht jede Familie leisten.

Snevsied
29.01.2004, 18:30
Tja wenn man nichts zu verlieren(Obdachlos usw.) hat braucht man nur ein schweres Verbrechen zu begehen, muss nicht unbedingt Mord oder menschenverachtendes sein,(Bankraub sollte auch reichen) muss man sich erwischen lassen und schon kann man auf Staatskosten gut leben.
Klingt abartig, ist es auch.

Flashgamer
29.01.2004, 18:36
Das ist aber auch irgendwie komisch. Wieso nutzen sie nicht einfach die sozial Hilfe? Man kriegt da auch was zu essen und eine Wohnung ohne irgendwelche Menschen zu bedrohen und sein Leben in Gefahr zu bringen.

Deswegen bin ich auch dafür, das Gefängnis etwas zu verschlimmern.

Snevsied
29.01.2004, 18:38
Am besten so auf das Mittelalter, nur Steinbett, ein Klo, mehr nicht!!!
Kein Strom und Kabelanschluß.



@Flashgamer, wir haben ja hier ne gute Zweierunterhaltung =) =) =)

Flashgamer
29.01.2004, 19:09
Originally posted by Snevsied@Jan 29 2004, 07:38 PM
Am besten so auf das Mittelalter, nur Steinbett, ein Klo, mehr nicht!!!
Kein Strom und Kabelanschluß.



@Flashgamer, wir haben ja hier ne gute Zweierunterhaltung =) =) =)
Ja, ich hab mich auch mit dem Thema im Religionsuntterricht auseinandergesetzt. Soll jetzt nicht heißen, dass ich mir selber keine Meinung bilde. Solche Diskussionen find ich auch cool, um zu sehen was es für Argumente gibt die meine Meinung verändern..... :)

Btw....die anderen kommen sicherlich noch dazu ;)

Kompost
30.01.2004, 13:05
JEDER Mensch sollte eine Chance auf eine wieder gut machung bekommen.
Wenn ein "terrorist" (der villeicht wirklich schon so erzogen wurde und nur darauf gedrillt war menschen zu töten) eine psycho therapie bekommt und danach ein sagen wir mal "guter" ( :rolleyes: ) mensch ist und z.B. nurnoch armen Kindern in Afrika hilft und damit auch Menschen leben rettet hätte er meienr Meinung anch noch das recht auf leben.
Außerdem muss ein humaner Staat das recht auf leben respektieren!!

Kings Crown
30.01.2004, 13:40
Momentan behandeln wir das Thema im Religionsunterricht. Ich bin ebenfalls dagegen, weil auf Mörder Menschen sind. Ausserdem verbringen sie teilweise 6-7 Jahre im Gefängnis um auf den Tag der Hinrichtung zu warten (stellt euch vor ihr wisst: Jeder Tag könnte der letzte seien). Die Todesstrafe wird ausserdem teilweise als politische Mittel benutzt. Beispiel (die Geschichte ist wahr):

Ein schwarzer Mann fährt mit seiner Frau durch Miami. An einer Ampel hält er an und ein weisser spricht ihn an ob er Drogen kaufen möchte. Er sagt nein und will losfahren plötzlich zieht der weisse einen Revolver, tötet die Frau und verletzt den weissen. Der Täter rennt weg und schmeisst die Waffe in das Auto. Zu der Zeit waren Governeur's Wahlen in Miami. Naja im Endeffekt wurde der schwarze zu Tode verurteilt obwohl er das OPFER war und wie sich später herrausstellte zu Unrecht und das nur als Mittel im Wahlkampf, weil man schnell den Schuldigen finden musste. An diesem Beispiel erkennt man auch das man sich FAST nie 1000%ig sicher seien kann den richtigen zu erwischen.

Ich denke das Leute die die Hinrichtung durchführen auch zu Mördern werden. Ausserdem ist es nicht nur 1 Spritze sondern zwei. Die erste lähmt alle Muskeln so dass es aussieht als würde er sich nicht bewegen und einschlafen. Die 2te Spritze ist die tödliche. Sie lässt erst die Lunge platzen und dann das Herz platzen. Der Täter fühlt also Schmerzen nur kann er sie nicht zum Ausdruck bringen weil er gelähmt ist.
Makaber finde ich das bei der Hinrichtung viele Leute zugucken.

Ich verstehe es natürlich das die Verwandten der Opfer grossen Hass haben und am liebsten hätten das der Täter stirbt aber auf die Art und Weise ist das nicht menschenwürdig.

Denkt mal drüber nach

Kings Crown
30.01.2004, 13:42
Originally posted by TeRpEnTiN@Jan 29 2004, 06:05 PM
Todesstrafe: Ja,

aber nur mit Einschränkungen.
Ich weiß das eine mehrere Jahre andauernde Haft aber auch schon sehr extrem sein kann, die sollte auf jedenfall bleiben.

Aber Personen, die aus Habgier, terroristischen Gründen etc. töten die könnte man getrost hinrichten. Sie haben es nicht besser verdient.

Weiterhin kostet eine Haft uns Steuerzahler viel Geld, auch wenn irgendwo im Internet stehen mag das dem nicht so ist. Überlegt euch mal wenn ein 20 Jähriger in ein Gefängnis kommt. Jeden Tag essen, Wasserkosten (Waschen, Toilette), Ärztliche Besuche, usw. Dann rechnet mal aus wie lange ein Mensch im Durchschnitt lebt.

Leider ist in Deutschland lebenslange Haft eben nicht lebenslang, sondern maximal 15 Jahre. Die Ausnahme bildet die Sicherheitsverwahrung.

Ein Problem ist für mich, Menschen zu finden, die Verbrecher dann hinrichten.
Schon mal drüber nachgedacht?
Sorry für Doppelpost ;)

Die lebenslange Haft beträgt maximal 25 Jahre allerdings werden die Täter bei guter Führung nach 20 jahren entlassen und sie dürfen nach 17 oder 19 Jahren (weiss nicht mehr so genau) Berufung einlegen.

Kompost
30.01.2004, 15:00
Originally posted by Kings Crown@Jan 30 2004, 02:40 PM
Ich denke das Leute die die Hinrichtung durchführen auch zu Mördern werden. Ausserdem ist es nicht nur 1 Spritze sondern zwei. Die erste lähmt alle Muskeln so dass es aussieht als würde er sich nicht bewegen und einschlafen. Die 2te Spritze ist die tödliche. Sie lässt erst die Lunge platzen und dann das Herz platzen. Der Täter fühlt also Schmerzen nur kann er sie nicht zum Ausdruck bringen weil er gelähmt ist.
Makaber finde ich das bei der Hinrichtung viele Leute zugucken.


das find ich echt krass und menschen verachtend...
das ist echt nicht gerade der schönste tot.

Ich bin gegen die todesstarfe denn:

Auch lebenslängliche Haft schützt die Gesellschaft. Ein humaner Staat muß das Recht auf Leben respektieren.
Es gibt keinen direkten Zusammenhang zwischen der Einführung der Todesstrafe und einem Rückgang der Kriminalität. Schwerverbrechen geschehen oft unüberlegt und im Affekt.
Öffentliche Meinung ist beeinflußbar. Oft fehlt nötiges Hintergrundwissen. Vergeltung kann nicht Grundlage für Entscheidungen der Justiz sein.
Bei keiner Strafe ist ein Justizirrtum auszuschließen. Die Todesstrafe kann nicht rückgängig gemacht werden.
Untersuchungen belegen eindeutig, daß die Todesstrafe unverhältnismäßig oft gegen Minderheiten verhängt. Sozial Schwache haben weniger Geld für gute Anwälte.
Der Staat schafft mit der Todesstrafe selbst ein Klima der Gewalt. Eine bestehende Gewaltbereitschaft in der Gesellschaft wird dadurch nicht beseitigt.
Das Recht auf Leben ist an keine Bedingungen gebunden. Das Opfer wird durch die Hinrichtung des Täters nicht wieder lebendig.
Strafe muß immer die Möglichkeit zur Sühne und Wiedergutmachung geben. Todesstrafe schließt die Möglichkeit einer Besserung völlig aus.

Denkt da auch mal drüber nach...

burns
30.01.2004, 15:20
Originally posted by Kompost@Jan 29 2004, 06:53 PM
Ok, das mag jetzt unmöglich klingen aber im "knast" ;) wird ja auch versucht die Leute zu resozialisiren und es kommen bestimmt nicht Leute aus dem gefängnis raus wo kalr is das die sofort wieder ejmanden umbringen :komischschau:
Außerdem sollte jeder eine chance auf eine wieder gutmachung bekommen...
nunja wenn aber die leute sehr intelligent sind und einfach nur so tun als hätten sie die grausamkeit ihrer taten begriffen ?

das mit der resozialisierung is auch son ding. bei manchen klappts und bei manchen klappts eben nicht. ich könnt mich jetzt nur auf 2-3 bsp. aus´m jugendknast beziehen .. bei allen gab es trotz der maßnahme entweder gar keine oder nur kurzzeitige besserung. die maßnahme an sich ist auch recht dumm, behaupte ich mal, weil wie will man sprichwörtliche asis mit atemübungen resozialisieren ?? (kann sein das sie andere techniken gefunden haben aber vor 5 jahren gabs nur atmen und hof kehren :D )
hat auch echt nix mit mir zu tun, bin kein gewaltverbrecher und möchte hier auch nicht so aussehen.


das allerbeste sind meiner meinung nach diese bootcamps wo man so richtig schön zur sau gemacht wird, nachdem was man so im TV sieht zerbricht da wohl jeder hehehe .. nur dürften die straftäter nicht vor die wahl "gefängnis oder bootcamp" gestellt werden, sind ja schliesslich gefangene und keine gäste :D

Daedalus
30.01.2004, 15:29
@Kompost: Da hat wohl einer den UBB-Code auswendiggelernt! :D

@Mr.Burns: Nur mit dem Unterschied das da keine Schwerverbrecher zur Sau gemacht werden sondern Kinder.

Kompost
30.01.2004, 15:35
Originally posted by Daedalus@Jan 30 2004, 04:29 PM
@Kompost: Da hat wohl einer den UBB-Code auswendiggelernt! :D

Kapier ich jetzt aber nicht :komischschau:

burns
30.01.2004, 15:40
Originally posted by Kompost@Jan 30 2004, 04:00 PM
Ich bin gegen die todesstarfe denn:


Auch lebenslängliche Haft schützt die Gesellschaft. Ein humaner Staat muß das Recht auf Leben respektieren.


Es gibt keinen direkten Zusammenhang zwischen der Einführung der Todesstrafe und einem Rückgang der Kriminalität. Schwerverbrechen geschehen oft unüberlegt und im Affekt.


Öffentliche Meinung ist beeinflußbar. Oft fehlt nötiges Hintergrundwissen. Vergeltung kann nicht Grundlage für Entscheidungen der Justiz sein.**


Bei keiner Strafe ist ein Justizirrtum auszuschließen. Die Todesstrafe kann nicht rückgängig gemacht werden.


Untersuchungen belegen eindeutig, daß die Todesstrafe unverhältnismäßig oft gegen Minderheiten verhängt. Sozial Schwache haben weniger Geld für gute Anwälte.**


Der Staat schafft mit der Todesstrafe selbst ein Klima der Gewalt. Eine bestehende Gewaltbereitschaft in der Gesellschaft wird dadurch nicht beseitigt.**


Das Recht auf Leben ist an keine Bedingungen gebunden. Das Opfer wird durch die Hinrichtung des Täters nicht wieder lebendig.**


Strafe muß immer die Möglichkeit zur Sühne und Wiedergutmachung geben. Todesstrafe schließt die Möglichkeit einer Besserung völlig aus.


Denkt da auch mal drüber nach...

1. lebenslange haft = lebenslange Kosten (für den Steuerzahler und nicht den mörder wohlgemerkt !)
2. Deswegen unterscheiden gerichte auch zwischen affekthandlungen und dem gegenteil davon was immer es auch sein mag, also fairness is gewährleitet. geht nur darum das leute die menschen töten (es vielleicht schon öfter getan haben) und sich einen feuchten mist úm eben diese person scheren, auch aus der welt geräumt werden (ohne dem steuerzahler auf der tasche zu liegen!)
3. wie bildet sich den öffentliche meinung ? grösstenteils aus den medien die sowiso alle nur dem geld wegen arbeiten und wo die objektive berichterstattung mittlerweile im hintergrund steht (bsp. TV: in den nachrichten kommt das was die leute sehen möchten oder was der sender gerade überflüssig hat, aber fast nie die aktuellsten neuigkeiten)
4. ok
5. löl..das sind dann wohl eher rassistische richter, und ohnehin erinnert mich das irgendwie an amerika aber ich bin nu zu faul nachzugucken ob dort mehr farbige als wie unfarbige (das´ ma politisch korrekt, wa) hingerichtet werden.
6. wer sagt das ? ich würd mich nicht beeinflusst fühlen weil ich nich vorhab irgendwas anzustellen was mich vor ein gericht bringen könnte das mir nach dem leben trachtet.
7. recht auf leben ... hmm hab grad mein grundgesetzbuch verlegt also kannich nicht nachschhlagen was es damit auf sich hat. falls es nicht im GGB steht ist sowieso wurscht.
8. wie macht man denn nen mord gut bitteschön ? (obwohl ich einen mord zu lasch fände um die todesstrafe aufgebrummt zu bekommen)

TeRp
30.01.2004, 18:48
Im deutschen Grundgesetzt steht eindeutig (GGB, Artikel 3,2):

Jeder hat das Recht auf Leben und körperliche Unversehrtheit. Die Freiheit der Person ist unverletzlich. In diese Rechte darf nur auf Grund eines Gesetzes eingegriffen werden.

Wie man sieht, darf einer Person das Recht auf Leben abgesprochen werden, und genau das tut man mit der Todesstrafe.

Weiterhin entspricht meine Meinung eigentlich zum größten Teil denen von Mr. Burns. Zu der Behauptung, dass Minderheiten öfter das "Opfer" der Todesstrafe sind, ist wahr, aber das hatte auch einen Grund, den ich jetzt leider nicht mehr aus meinem Gedächtnis holen kann, hab ich letztens noch gelesen. Und nein, es waren keine rassistischen Gründe.

Solange sie im Affekt geschehen, zwar nicht in Ordnung, aber kein Grund zur Todesstrafe. Wer lesen kann ist klar im Vorteil. Bis jetzt hat jeder pro-Todesstrafe-Post das eindeutig geschrieben, dass nur Morde ohne Affekthintergrund (mit Ausnahmen) das Urteil Todesstrafe erhalten sollten.

Zum Justizirrtum.
Beispiel Amerika. Bis an einem Häftling die Todesstrafe vollstreckt wird, können manchmal Jahre vergehen. Justizirrtümer könnten also noch beglichen werden, wie auch schon geschehen.

"Das Recht auf Leben ist an keine Bedingungen gebunden. Das Opfer wird durch die Hinrichtung des Täters nicht wieder lebendig."

Durch eine lebenslange Haft wohl schon, ja?

Sühne und Wiedergutmachung?
Bitte!?

Xexano
01.02.2004, 14:46
Also ich würde bei Massenmörder schon eine (faire) Todesstrafe verhängen (also sofortiger Tod und nicht irgendwelche "Quälerein" wie z.B. bei der Spritze oder beim elektrischen Stuhl (da lebt man noch, wenn einem viel Strom durchgeschossen wird. Man stirbt dann nur aufgrund innere Verletzungen, da innendrin dann alles verbrannnt ist oder so ähnlich war es)) und bei "normale" Mörder, also Mörder, die "nur" 1-2 Menschen umgebracht haben lebenslange Haft (also 25 Jahre) mit Resonalizierung. Wenn der wieder draußen ist, wartet man ab, ob er sich fair verhält und wenn er wieder ein Verbrechen (min. Banküberfall bis weiterer Mord; zu schnelles Fahren gilt hier nicht! =) ) macht, dass er sofort die Todesstrafe bekommt! Der Vorschlag mit den Arbeitslager finde ich tlw. auch ganz gut. Man sollte zwar nicht so extrem hartes machen, dass man einem dann einen Krüppel draus macht, aber schon etwas schwierigere Arbeiten verrichten lassen. Und dann kriegt man je nach gut gemachter Arbeit dann Punkte auf sein Konto, um dann bspw. nach 5 Jahre braver Arbeit sich dann vielleicht einen kleinen Fernseher für sich erlauben kann.

TeRp
05.02.2004, 13:41
Das "Verbrennen" ist ein Nebeneffekt vom elektrischen Stuhl.
Wenn das Gerät so funktionieren sollte, wie gewollt, setzt das Herz aus.
Da jedoch jeder Körper anders auf Strom reagiert, kann es durchaus zu diesen quallvollen Nebeneffekten kommen.

Die Spritze ist wohl mit die humanste Lösung.
Gifte, die verwendet werden, bereiten keine Schmerzen.
Man schläft ein und wacht nie wieder auf.

Hierbei ist jedoch auch das Problem mit den Dosierungen, auch hier können Fehler auftreten bzw. ist auch hier jeder Mensch anders.

Aber wie bitte willst du einen Menschen dann mit der Todesstrafe richten?

Mit einer Handfeuerwaffe?

Dazu muss ich wohl nichts sagen.

Daedalus
05.02.2004, 14:37
Erst narkotisieren und dann töten fänd ich am humansten. Aber da hat wohl jeder andere Ansichten.

J-Man
16.04.2004, 19:36
:D Hi an alle.
Ja ich bin gegen die Todesstrafe. Denn ich denke diese Mörder sollten ihr Leben lang in der Zelle sitzen. Obwohl! Lebnslang sind glaub ich nicht mehr als 16 Jahre.
Irre ich mich ?

TheCounter
16.04.2004, 21:04
Ich bin dafür, bei bewießenen Fällen, besonders bei Vergewaltigung (egal ob mit oder ohne Todesfolge)...

Ich fände es nicht schlecht wenn man das in deutschland einführt da so ein Mensch meiner Meinung nach nichtmehr das Recht hat zu leben...

Und bevor es einer der Angehörigen macht, soll es lieber der Staat machen, denn ich würde denjenigen der ne freundin von mir oder so vergewaltigt, sicherlich um die Ecke bringen wenn ich ihm begegne...

Kompost
17.04.2004, 10:58
Naja ich finde das is jawohl eigentlich nur vergeltung und Vergeltung kann/darf nicht grundlage der Justiz sein.
Mann muss den Menschen eine Chance geben sich zu verbessern.

Atomic
17.04.2004, 12:00
Mehrere Dorfbewohner hatten sich versammelt.
Jemand hatte gesündigt und wäre laut Gesetz mit Steinigung zu bestrafen.
Auch Jesus stimmte dem zu, doch er sprach..

"Wer ohne Sünde ist werfe den ersten Stein"

Er selber war der Einzige ohne Sünde, aber er warf keinen Stein.

Ziel 1 ist es zu verhindern das Unrecht geschieht und insbesondere Anderen Leid zugefügt wird. Das ist die oberste Regel die alle anderen Regeln auser Kraft setzt um ihr Ziel zu erreichen. (Gebt ihr mir in diesem Punkt Recht?)
Ziel 2 ist es niemanden umzubringen. (Also wegsperren im Gefängniss?)
Ziel 3 ist es den Menschen zu würdigen. (Also ihn begleiten anstatt allein zu lassen und darauf zu warten das er irgendwann von allein verreckt.)

Und was lernen wir daraus?

Es ist leider nicht einfach.
Wir können hier von Heute auf Morgen nichts verbessern.
Es hängt von jedem Einzelnen ab wie sehr er sich für diese Welt und die Menschen darin einsetzt.

Vielleicht hilft auch diese Weisheit weiter:

Kein Mensch ist so wie er ist. (Psychische Form).
Geformt wird er nach und nach von den Menschen um ihn herum und daraus wie sie auf ihn Reagieren.

Dadurch ist der Täter aber noch längst nicht unschuldig.
Unschuldig ist er erst dann wenn er versucht hat auch noch sein letztes Hemd zu geben gegen diese böse Tat.

Und am Ende ist er es der sich vor dem Jenseits verantworten muss.

Und schon wieder kommen wir darauf zurück das wir da nicht eingreifen dürfen.
Weder Töten noch Wegsperren ist eine Lösung für das Problem des Täters.
Persönlich helfen und auf sich selbst schauen ist angesagt. Einzig allein die Leistung "Gutes zu tun" und "Böses zu unterlassen zählt" für uns.

Doch genau hier versagt der moderne Mensch kläglich.
Selbstaufopferung hat mit "sich opfern" für das Gute und für die Menschheit zu tun.

Auch versage hier kläglich - was kein Grund ist es nicht zu versuchen.
Es ist ähnlich wie mit dem Glauben:

Das einzige was Gott verlangt ist das was du ihm fast unmöglich geben kannst weil er kein matrieller Mensch ist der vor dir steht:

Blindes Vertrauen

TheCounter
18.04.2004, 11:09
Originally posted by Kompost@Apr 17 2004, 10:58 AM
Mann muss den Menschen eine Chance geben sich zu verbessern.
So ein Mensch hat keine Chance verdient, stell dir vor du hast ne 6 Jährige Schwester und die wird von so nem typen auf brutalste Art Vergewaltigt und kommt mit schweren verletzungen ins Krankenhaus...

Dem würdest du noch eine Chance geben?

Ich seh das ganze so: Einmal Krank, immer Krank. Man kann einen Menschen nie wirklich heilen, man kann ihn nur dazu bringen gewisse Sachen zu verdrängen.

Niemals würd ich dem einen Chance geben, lieber würd ich ihn unter den stärksten Qualen verrecken lassen... dann sitzt er dem Staat wenigstens nicht auf dem Geldbeutel.

Ergo -> Abfallentsorgung, mehr nicht.

@Atmoic

Einen Gott gibt es nicht, da es Physikalisch nicht möglich ist, genauso wie es keine Geister etc. gibt. Würde es einen Gott geben könnte er mich mal gewaltig am Arsch lecken, was für ein Gott würde zulassen das Menschen anderen Menschen so wehtun?

Atomic
18.04.2004, 12:12
was für ein Gott würde zulassen das Menschen anderen Menschen so wehtun?

Ein Gott der will das wir nicht nur uns nicht wehtun weil wir es nicht können sondern weil wir trotz unseres freien Willens es begründet nicht tun.. über das Verlangen(?) hinausgewachsen sind.

Dieser Mensch hat eine schwere Lebensaufgabe und alle Mitmenschen darum herum sündigen wenn sie Hilfe unterlassen. Alle Achtung wenn es eines Tages lernt das zumindest stückweise hinter sich zu lassen. Aber dazu muss er darüber hinauswachsen.

Dem Typ der das gemacht hat könnte ich wohl nicht verzeihen. Aber versuchen Anderen die Entscheidung zu überlassen, das wäre das richtigere.

TheCounter
18.04.2004, 12:52
Originally posted by AtomicHX3@Apr 18 2004, 12:12 PM
Dem Typ der das gemacht hat könnte ich wohl nicht verzeihen. Aber versuchen Anderen die Entscheidung zu überlassen, das wäre das richtigere.
Naja, es würde die Tat zwar nicht ungeschehen machen, aber ich denke das es mir eine gewisse 'Befriedigung' bringen würde, wenn ich den typen qualvoll verrecken lassen würde.

Außer er ist schon von der Polizei festgenommen worden... aber auf der Straße dürfte mir der nichtmehr begegnen, sonst -> blutbad :D

Solche Menschen nehmen sich selber das recht zu leben, und geben denen, die sie geschädigt haben, das Recht den schändigern das Leben zu nehmen.

So ist nunmal meine Meinung :)

Unser rechtsystem ist sowieso bissi blöd, Vergewaltiger bekommt 2 Jahre, nen Warez 'Typ' bekommt 5 Jahre :-/

Vergewaltiger etc., egal welche Art, sollte man für mindestens (minimalstrafe) 25 Jahre wegsperren oder gleich Todesstrafe. Todesstrafe (soforte Todesstrafe, ohne langes warten, am besten durch ne Gift/Säurespritze oder erschießen) hat den Vorteil das der Staat nicht so belastet wird (Lebenserhaltungskosten sowie Theraphiekosten).

Wie gesagt, so ist meine Meinung dazu :)

Raproboter
19.04.2004, 20:06
Ich hab ein ganz passendes Zitat gefunden, welches ich hier mal bringen möchte: Warum werden Menschen getötet, die Menschen getötet haben? Um zu zeigen, dass es Unrecht ist, Menschen zu töten?
Von wem dass ist weiß ich leider nicht mehr.

burns
21.04.2004, 13:50
Originally posted by Raproboter@Apr 19 2004, 08:06 PM
Ich hab ein ganz passendes Zitat gefunden, welches ich hier mal bringen möchte:    Warum werden Menschen getötet, die Menschen getötet haben? Um zu zeigen, dass es Unrecht ist, Menschen zu töten?
Von wem dass ist weiß ich leider nicht mehr.
^^ dazu zitiere ich mich von seite 1 dieses topix geht nur darum das leute die menschen töten (es vielleicht schon öfter getan haben) und sich einen feuchten mist úm eben diese person scheren, auch aus der welt geräumt werden (ohne dem steuerzahler auf der tasche zu liegen!)
um ein bibelzitat ranzuhängen: auge um auge, zahn um zahn.

Darth Sidius
21.10.2004, 20:53
Also ich glaub besser keine todesstrafe :jaaa:

Lantis
21.10.2004, 21:31
ich bin für die todesstrafe, mörder haben kein recht mehr auf leben! wer hat die opfer nach ihrem recht auf leben gefragt? keiner! :chef:

Daedalus
21.10.2004, 22:03
Aber du wirst nie die Schuld hundertprozentig beweisen können. Es ist immer ein Ratespiel. Ist das zu aktzeptieren?

Flashgamer
22.10.2004, 10:58
ich bin für die todesstrafe, mörder haben kein recht mehr auf leben! wer hat die opfer nach ihrem recht auf leben gefragt? keiner! :chef:

Lies dir mal die voherige Seite durch, da stehen genug Argumente gegen die Todestrafe.

Domingo Chavez
22.10.2004, 13:02
ich bin für die todesstrafe, mörder haben kein recht mehr auf leben! wer hat die opfer nach ihrem recht auf leben gefragt? keiner! :chef:
Indem du sagst,dass Mörder kein Recht auf Leben haben,stellst du dich auf die gleiche Stufe wie sie. Mord ist das schlimmste Verbechen der Welt,das ist klar...aber dennoch. Kann man Töten mit töten rechtfertigen? Eher kaum...Es ist moralisch einfach nicht verwertbar...obwohl es wahrscheinlich genugtuung für die Angehörigen wäre.Jedoch fallen Mörder auch unter das Grundgesetz und haben auch ein Recht auf Leben.

Snevsied
22.10.2004, 18:27
Also ich würde Mörder nicht sofort mir einer Todestrafe belasten, ich würde denen erstmal eine Chance geben, wenn sie diese aber verspielen dann sollte die Todestrafe nicht so wie bei den Amis erst nach Jahren verübt werden, sonder innerhalb eines Monats.

Eine sofortige und vielleicht eine öffentliche(als Lernwirkung) Todesstrafe würde ich bei Kinderschänderbn und Vergewaltigern einführen. Pünktlich zur Mittagszeit soll sie dann gezeigt werden und als Abschrekung dienen. Den solche Leute ändern sich nie! Das sieht man oft im Fern: "der Mister X ist geflohen und hat wieder eine Frau vergewaltigt" usw. und so ähnlich.

Flashgamer
22.10.2004, 21:40
Also ich würde Mörder nicht sofort mir einer Todestrafe belasten, ich würde denen erstmal eine Chance geben, wenn sie diese aber verspielen dann sollte die Todestrafe nicht so wie bei den Amis erst nach Jahren verübt werden, sonder innerhalb eines Monats.

Eine sofortige und vielleicht eine öffentliche(als Lernwirkung) Todesstrafe würde ich bei Kinderschänderbn und Vergewaltigern einführen. Pünktlich zur Mittagszeit soll sie dann gezeigt werden und als Abschrekung dienen. Den solche Leute ändern sich nie! Das sieht man oft im Fern: "der Mister X ist geflohen und hat wieder eine Frau vergewaltigt" usw. und so ähnlich.


Kann man sowas mit seinem Gewissen vereinbaren, einen Menschen pünktlich um 12.00Uhr öffentlich hinzurichten? Ich denke nicht, weil dadurch die Familie noch stärker in Mitleidenschaft gezogen wird und sie dadurch noch mehr durchmachen muss. Außerdem ist es den meisten Tätern sowieso klar, dass auf Strafe X es die Todesstrafe gibt. Es ist denen dann sowieso egal, ob sie öffentlich oder "heimlich" (die Verwandten schauen bei der Hinrichtung zu) umgebracht werden. Das Ergebnis bleibt das gleiche.

Snevsied
23.10.2004, 17:15
Nun das mit der öffentlichen Hinrichtung dürfte in der demokratischen Welt nicht klappen, aber ich bin sonst für den Rest.

Lantis
23.10.2004, 18:32
och ja, der arme mörder, er hatte ja auch so eine schreckliche kindheit....

ich bitte euch, diese ausreden sind doch wohl mehr als lächerlich, in china wird dort auch nicht lange gefackelt: mörder, kinderschänder etc. werden dort ohne viel aufsehen an die wand gestellt und mit einem genickschuss hingerichtet, soetwas schreckt die leute mehr ab als ein "du du du, mach das nicht nochmal"...

ganz im gegenteil, freiheitsstrafen von 3 jahren sind doch schon lange keine abschreckung mehr...

zumal wir bürger seinen aufenthalt im warmen, geheizten gefängnis bezahlen müssen sowie sein essen und fernsehen...

man sollte im grundgesetz verankern das mörder etc. ihr "recht auf leben" verlieren, wer meint töten zu müssen muss mit den konsequenzen rechnen, diese leute wissen sehr wohl was sie tun...

aber die deutsche justiz ist sowieso fürn arsch...

die kann man alle in einen sack stecken und druff kloppen....

das zum armen mörder -.-

Snevsied
23.10.2004, 18:46
Meiner Meinung nach sind die westlichen Gefängnisse zu gut für Verbrecher, egal welcher Art. Wenn man Fern und XBOX spielen kann, dann ist das für mich keine Strafe. Das sind Bedingungen die ich "praktisch" zu Hause vorfinde. Und da ist es einfach klar das viele Rückfällig werden.

Daedalus
23.10.2004, 20:25
@Emperor: Schonmal daran gedacht dass man bei deinem "kopf ab" prinzip auch eventuell unschuldige draufgehen könnten?

Das die deutsche Justiz schlecht ist halte ich für falsch .... wer das sagt beschäftigt sich entweder nicht damit oder macht das aus reinem Authoritätshass. Wenn man mal von Schwarzarbeit oder Prostitution (was meistens auch mit Ausländern zu tun hat) absieht geschehen in Deutschland im Vergleich zu anderen Ländern, wie zum Beispiel den USA, kaum Verbrechen. Nenne mir ein Land in dem die Strafen höher und die Kriminalitätsrate niedriger ist. In dem Moment in dem ein Mensch jemanden tötet denkt er sowieso nicht an eine Strafe.

Was die beherbergung in Gefängnisen betrifft muss ich allerdings Snevsied zustimmen.

Lantis
23.10.2004, 21:33
hab ich das gegenteil behauptet? hab ich gesagt die gefängnisse wären zu schlecht für gefangene?

authoritäshass? wo hast du denn den schwachsinn her?

außerdem kannst du deutschland nicht mit den USA vergleichen, du könntest auch nicht einen fahrradfahrer mit einem ICE vergleichen....

deine sogenannte justiz ist einfach nur lächerlich, mehr kann man dazu nicht mehr sagen...

Daedalus
23.10.2004, 21:49
Mit Authoritätshass meine ich denn Hass auf unseren Staat und alles was damit zu tun hat. Es beschwert sich ja allgemein jeder über alles aber wer macht sich den die Mühe an Deutschland etwas gutes zu finden?

Wieso soll ich nicht die USA mit Deutschland vergleichen können? Es sind zwei westliche Staaten mit einem ähnlichen System. Würde gerne wissen warum man da nicht vergleichen kann.

Sage doch bitte mal was an der Justiz lächerlich ist. Sei froh dass du nicht in einer Diktatur lebst dann würdest du alles für unsere heutige Justiz tun.

Du hast meine Frage übrigens nicht beantwortet. Wenn wir nur Menschen mit Ansichten wie du haben werden wir uns wohl kaum weiterentwickeln können.

Rinne
24.10.2004, 23:27
Also, wer sich schonmal mit der Justiz und dem ganzen Politsystem der Amis auseinandergesetzt hat weiß, dass das der letzte schwachsinn ist, da stehen so viele tolle sachen drin, aber dran halten tut sich keiner, Diktatur oder Amerika? Für mich kein Unterschied, ob ich so manipuliert werde, als dass ich nix mehr gegen den Staat sagen kann (wer es nicht weiß: Drohungen an dem Präsidenten kann zur Gefängnisstrafe führen, auch wenn sie nur scherzhaft gemeint sind, also wage es auch erst garnicht, den Präsidenten zu kritisieren) Wenn im Amiland jemand ein verbrechen begangen hat, oder auch nicht, ist das jedem scheißegal, wenn kein echter verbrecher gefunden wird, wird irgendjemand aus der bevölkerung angeklagt, um die Angehörigen des Opfers zu befriedigen, ihnen das Gefühl zu geben, den Täter gefunden zu haben.

Das sind einige wenige Gründe, warum ich deutschland nicht mit Amerika vergleichen würde, das sind zwar Theorethisch ähnliche Staaten, praktisch sieht das aber ganz anders aus!

Zum Thema Todesstrafe:

Ich verabscheue sie,

Die meisten Menschen, die Taten begehen haben entweder ein Motiv, oder eine Krankheit. Und wer mal logisch denkt und sich auch Testergebnisse verschiedener "Gefangenenhaltungen" anschaut sieht schnell ein:

Quälereien bringen garnichts..
Hier haben die Amis mal getestet (da haben sie uns einiges vorraus)

2 verschiedene Gefängnisse.

Gefängnis NR.1

Die Gefangenen werden gut behandelt, man unterhält sich mit ihnen, alle gefangenen werden in einer Gruppe zusammengerufen, man unterhält sich über das, was man getan hat, warum man es getan hat, wie man sich fühlt, man öffnet sich einfach. Die Gefangenen reden mit den angehörigen, versuchen ihnen beizubringen, dass sie es nicht gewollt haben, oder warum sie es halt getan haben, etc.pp

Gefängnis NR.2

Die Gefangenen sitzen in einem Hochsicherheitstrakt, sitzen ihre Strafe (und es IST Strafe) ab, das gefängnis ist dreckig, die Zellen sind klein,, das essen ist schlecht, die Wärter streng.
Das typische Amigefängnis halt, es gibt auch den Todestrakt, es wird halt angst gemacht.

Nunja, Ergebnis der Gefängnisse, ihr werdet es erraten (Die gefangenen wurden übrigens unter gleichen Situationen entlassen):

Gefängnis NR.1
Die Rückfallrate liegt bei weniger als 3%

Nr2.
über 90% der Sträflinge haben wieder getötet, geraubt, doer was auch immer...


Gründe:
Wenn ihr jemanden umgebracht habt, heißt das ja nicht, dass ihr direkt kaltblütige Killer seid, vielleicht war es notwehr? Rache? garnicht beabsichtigt?
Danach fühlt man sich generell scheiße, man weiß nicht, was man tun soll, man braucht schlichtweg Hilfe, das bekommt man in Nr.1, man kriegt das Gefühl, dass sich jemand um einen kümmert. In Nr.2 allerdings wird man alleingelassen, misshandelt und alles.

Geht man nach diesem Prinzip und wendet dann die Todestrafe an, nach Jahren, kommt auch noch die Frage auf: Was ist mit den Vollstreckern?
Wer bringt die um, die haben jetzt schließlich auch gemordet!
Vielleicht um rechenschaft zu bringen, aber wissen sie es auch? Haben sie ein Motiv, wollen sie sich rächen? Die haben mit der Tat ja wahrscheinlich nichtmal was zu tun gehabt, also auch nicht das recht, diese Person umzubringen!

Würde es nach mir gehen, wären die ganzen Vollstrecker längst to, die Sträflinge irgendwo frei rumlaufend, denn Todestrafe ist bei Gott NICHT Gerecht!!!

Und wer schonmal einen Ami-Hochsicherheitstrakt gesehen hat, also, da kann ich nur sagen: Lieber im WW2 in einem deutschen KZ, als heute in einem Amerikanischen Hochsicherheitsgefängnis, oder gar Todestrakt..


Meine meinung..

MfG---Rinne

ZUI
16.05.2005, 07:36
also dann sag ich ma so:
kindermörder sind meistens geistesgestörte die das ganze leben unter stress,druck,mobbing usw.
standen und aussehen wie schüchterne einfache leute.....dann kommen sie auf die idee ma ein kind zu entführen. tun es schliesslich auch, es wird als vermisst gemeldet ,er merkt das es nicht auffällt. dann ein zweites,drittes.... wenn er dann gefasst werden sollte bekommt er einen staranwalt(staatskosten) wohingegen die betroffene familie eventuell das haus,auto usw. verkauft
nur um ihn in hinter gittern zu bringen. denkt mal darüber nach

Kronos
01.06.2005, 19:28
also meiner meinung nach ist ein bescuh im gefängnis für sagen wir 20 Jahre viel schlimmer als der tot, (auch wenn einige meinen die gefängnisse seien zu lasch und da gäbs xbox und fernseher und all das
es gibt zwar fernseher in praktisch allen gefängnissen aber die stehen in den "Nahrungszunahmeräumen", und xbox ist absoluter schwachsinn.
auch wenn der meinung von vielen hier nach der gefängnisaufenthalt so lasch sei, denkt mal daran was ist wenn ihr draußen seid, kein haus, keine freunde, keinen beruf, kein auto, kein oder wenig geld, wenig aussichten auf einen neuen job, man is moralisch am ende, ich frage euch: Was macht ihr wenn ihr ohne geld, auto, haus, hab und gut, freunde und evtl. Familie aus dem gefängnis entlassen würdet?
Wahrscheinlich landen viele der entlassenen in der gosse, es sei denn der staat hilft diesen menschen und empfiehlt ihnen job-agenturen und empfiehlt die gefangenen den arbeitgebern oder sowas, das kommt wohl ganz auf die führung im knast an...

Clausewitz
29.06.2005, 00:35
Ich habe Lust hier was reinzuschreiben...

Vorweg verkünde ich meine Meinung: ich bin gegen die Todesstrafe, unter allen denkbaren Umständen.

Die Todesstrafe ist nur unter einem einzigen Gesichtspunkt effektiv: im Bereich der Spezialprävention. Oder auf deutsch: der tut sowas nie wieder.

Im Bereich der Generalprävention ist Todesstrafe völlig wirkungslos. Denn wäre es anders müßten in Ländern in denen die Todesstrafe verhängt wird die Zahl der Straftaten die mit dieser Strafe belegt werden geringer sein als in Ländern ohne Todesstrafe. Dem ist aber nicht so.

Weiter vorn schon angeführt, aber nochmals erwähnenswert: Kapitalverbrechen werden oftmals nicht langwierig geplant sondern aufgrund eines dynamischen Tatverlaufs mehr oder weniger ungeplant begangen. Das bedeutet nicht das es sich um Affekttaten handelt, aber es bedeutet das eine Strafandrohung den Täter nicht von der Tatbegehung abhält.
Kriminologen bestätigen uns immer wieder das das entscheidende und von einem Täter abgewogene Risiko immer das Entdeckungsrisiko ist und nicht die Höhe der angedrohten Strafe.
Aus der Sicht eines Straftäters: wer in Deutschland einen Mord -§211 StGB- begeht wird mit lebenslanger Freiheitsstrafe bestraft. Nach frühestens 15 Jahren kann eine Strafausseztung zur Bewährung geprüft werden. 15 Jahre sind eine ziemlich lange Zeit. Ich bezweifle das jemand einen Mord begeht weil er rational abgewogen hat das es ihn "nur" 15 Jahre kostet.
Die Aufklärungsquote bei Tötungsdelikten liegt bei über 90 Prozent, das bedeutet die Chance nicht bestraft zu werden ist äußerst gering, zumal die meisten Tötungsdelikte von Personen begangen werden die in einer nachvollziehbaren Beziehung zum Opfer stehen. Die meisten Tötungsdelikte sind Beziehungstaten.
Kriminalpolitisch ist die Todesstrafe daher sinnlos. Sie verhindert keine Taten und sie schützt keine Opfer.

Das wesentliche Argument gegen die Todesstrafe ist jedoch ethischer Natur. Eine Tat mit dem Tod zu vergelten befriedigt lediglich das Rachebedürfnis der Geschädigten. Rache ist aber in unserem Rechtswesen kein legitimer Strafzweck. Es ist das alttestamentarische "Auge um Auge, Zahn um Zahn". So ein archaisches Strafverständnis findet sich heute nur noch bei Fundamentalisten, christlichen und moslemischen. Mit dem gleichen Argument könnten wir wieder die Verstümmelungsstrafen einführen als Sanktion für Körperverletzungsdelikte.

(In dem Zusammenhang empfehle ich ein Buch, geschrieben um 1900: Richard Wrede, Die Körperstrafen)

Die von uns als barbarisch empfundene islamische Scharia geht genau diesen Weg: Für Untaten des Täters büßt dieser mit seinem Körper. Juristisch- methodisch gehört die Todesstrafe zwar nicht zu den Körperstrafen, sie ist aber in gewissem Sinne ihre schärfste Form, da dabei die körperliche Existenz ausgelöscht wird.

Weiterhin frage ich mich wie schwach ein Staatswesen sein muß wenn es sich nicht in der Lage fühlt die Sicherheit im Land ohne das Töten der Untertanen zu gewährleisten. Länder ohne Todesstrafe sind erwiesenermaßen nicht unsicher als solche mit Todesstrafe.

Der wesentliche Ansatz ist aber die Argumentation des "du sollst nicht töten". Mittlerweile gehen wir in unseren westlichen Gesellschaftsordnungen davon aus das die Würde des Menschen das höchste Rechtsgut ist. Der Artikel 1 GG heißt: "Die Würde des Menschen ist unantastbar. Sie zu achten und zu schützen ist Verpflichtung aller staatlichen Gewalt". Das BVerfG hat in seiner Objektformel entschieden, das der Wesensgehalt dieses Grundrechts bedeutet das niemand "zum Objekt staatlichen Handelns" werden darf. Zwar ist in Art. 103 GG die Todesstrafe explizit abgeschafft und sie könnte durch Abschaffung dieses Artikels vermeintlich wieder eingeführt werden. Verfassungsjuristen sind sich aber weitgehend einig das eine Wiedereinführung der Todesstrafe definitiv am art. 1 GG scheitern würde.
Und der art. 1 und der Art. 20 GG sind nur durch eine Revolution abschaffbar, der verfassungändernde Gesetzgeber ist dazu nicht berechtigt. Das ergibt sich ganz eindeutig aus der Regelung des Art. 79 Abs. 3, der sog. Ewigkeitsklausel.

Das bedeutet das in unserer Rechtsordnung der Wert menschlichen Lebens weit über die Gewährleistung der körperlichen Unversehrtheit hinausgeht.

Die Argumente gegen die Todesstrafe sind auch gar nicht strafprozessualer Art. Oft wird eingewendet das ein vollstrecktes Todesurteil nicht rückgängig zu machen sei. Das stimmt zweifelsohne, aber eine lebenslange Freiheitsstrafe nach Vollstreckung von 15 Jahren Freiheitsentzug ist auch irreversibel. Gleichzeitig eröffnet diese Argumentation -meist ungewollt- den Einwand, das man wohl für die Todesstrafe wäre wenn man die Schuld des Täters mit mehr als der Überzeugung des erkennenden Gerichts belegen könnte. Das ist jedoch faktisch unmöglich.

Aufgabe des Staates als Inhaber der Staatsgewalt ist es nicht, zu vergelten sondern rechtsfrieden zu schaffen. Das ist der wesentliche Fortschritt der mit der Einführung des demokratischen Rechtsstaates erreicht wurde. Kleiner Exkurs: in altgermanischer Zeit gab es überhaupt kein staatlich geführtes Strafrecht, sondern die Ahndung von Straftaten unterlag einem weitgehenden System von zivilrechtlichem Schadenersatz. Da war für einen getöteten ernährer einer Familie ein "Wehrgeld" in einer Höhe zu zahlen, das das Überleben der Hinterbliebenen sicherte. das bedeutete nicht selten den wirtschaftlichen und damit auch physischen Ruin des Täters. Er war seiner Lebensgrundlage beraubt, indem er beispielsweise sein gesamtes Vieh herausgeben mußte.

Dieses frühe "Fehderecht" wurde dann ersetzt durch die Strafgewalt eines legitimierten Staatswesens, welches sich als objektiver Mittler zwischen Täter und Opfer stellte und einen geregelten Ausgleich zu erreichen suchte. Dieser Ausgleich bestand zwar bis Anfang des 20. Jahrhunderts meist in der Hinrichtung des Täters, aber der wesentliche Schritt war, den ausgleich nicht mehr Täter und Opfer allein zu überlassen.

Die exzessive Anwendung von Leibes- und Lebensstrafen bis dato erkärt sich aus der Vorstellung, das straftaten zumeist auch als Verfehlung gegen die göttliche Ordnung angesehen wurden und derlei Sünder von Gottes Erdboden getilgt werden müßten. Daher wurden in der "Carolina" Kaiser Karls auch Diebe mit dem Tode bestraft, weil Diebstahl ein Verstoß gegen Gottes Gebote war. Strafgrund war daher nicht die Sozialschädlichkeit des Verhalten, so wie wir es heute definieren sondern eine Versündigung gegen eine höhere Ordnung.

Wer will denn jetzt noch behaupten das diese Sichtweise auf unser heutiges Selbstverständnis zutrifft?

Ich will damit behaupten das die Todesstrafe niemals krimalpolitische Notwendigkeit war sondern über Jahrtausende ein Ergebnis religiöser Überzeugung. Diese Art von Überzeugung ist heute jedoch einer weit liberaleren Einstellung gewichen, die nicht mehr göttliche, sondern aus eigener ethischer Überzeugung erwachsene Werte zur Grundlage des Strafrechts macht.

Unser gegenwärtiges Strafrecht stammt aus dem Jahre 1871, damals noch Reichsstrafgesetzbuch. Darin kam noch ganz eindeutig die überholte Ünerzeugung zum ausdruck, das gewisse Menschen weniger oder mehr strafrechtlichen Schutz verdienten. Erst vor wenigen Jahren (1998 oder so) wurde der minderschwere Fall des Toschlags abgeschafft, bei dem eine Mutter. die ihr uneheliches Kind während oder kurz nach der Geburt tötet, wesentlich milder bestraft wurde als der Regelfall des Totschlags. Diese Vorschrift war Ausdruck der Überzeugung das ein nichteheliches Kind Schande für die Mutter bedeutet und es daher geringeren strafrechtlichen Schutz verdient. Erstaunlicherweise ist dagegen niemand vor das BVerfG gezogen, denn er hätte im Lichte des Art. 3 GG mit Sicherheit dort im Wege einer abstrakten oder konkreten Normenkontrolle Recht bekommen. Diese Vorschrift war schlicht verfassungswidrig.
Gleiches kommt zum Ausdruck in den vielbeachteten Entscheidungen des BVerfG zum Schwangerschaftsabbruch, in denen der Staat ausdrücklich zum Schutz des ungeborenen Lebens verpflichtet wurde und das Recht des Kindes auf Leben nicht in das Ermessen der Mutter stellt.

Ebenso kann man das am § 175 festmachen, der homosexuelle Handlungen unter Männern unter Strafe stellte. Heute können gleichgeschlechtliche Lebenspartner staatlich sanktioniert eine rechtsverbindliche Partnerschaft eingehen. Noch bis Ende der Sechziger wären sie dafür mit Freiheitsentzug bestraft worden.
Diese Vorschrift war auch ein Ausdruck fundamental- religiöser Überzeugung, nicht aber einer befürchteten Gefährdung der Sicherheit der Staatsbürger.

Wir haben heute sehr wohl die rechtlichen Möglichkeiten um gefährliche straftäter bis an ihr Lebensende hinter Gittern zu halten. Es ist keineswegs so das ein Täter nach 15 Jahren zu entlassen ist wenn er zu lebenslanger Freiheitsstrafe verurteilt wurde.
Diese Überprüfungspflicht durch die Strafvollstreckungskammern beruht auf einem Urteil des BVerfg, das festgestellt hat das die ungeprüfte Vollstreckung der lebenslangen Freiheitsstrafe gegen Art. 1 GG verstößt. Es muß zumindest geprüft werden ob der Täter entlassen werden kann. Eine Entlassungspflicht besteht jedoch nicht.
Es gibt eigens dafür eingerichtete Justizvollzugsanstalten, die Täter aufnehmen, die ihre lebenslange Strafe auch tatsächlich absitzen. Zum Teil hat das dann den Charakter eines vergitterten Pflegeheims.
Wenn heute Täter früh entlassen werden dann ist das kein Fehler des Rechts sondern der Rechtsanwendung und Rechtsprechung. Gerade haben wir die Diskussion um die nachträgliche Sicherungsverwahrung. Dieses Element des Strafrechts gibt uns die Möglichkeit, gefährliche Täter tatsächlich so lange wegzusperren wie es zur Sicherung erforderlich ist. Sicherungsverwahrung ist keine Strafe! Systematisch gehört sie eher ins Polizeirecht denn ins Strafrecht, aber da aus Anlaß einer Straftat verhängt ist sie dort untergebracht.

Da kommen wir schnell zur Diskussion über die Strafhöhe, ein Teil der Diskussion um die Todesstrafe: Wie lange muß ein Täter im Gefängnis sitzen um sich zu bessern? Meint denn jemand ernsthaft, das ein Täter, der nach 15 Jahren das Unrecht seiner Tat noch nicht eingesehen hat dies dann nach 20 Jahren tut?

Mit den Strafrechtsreformen in den späten sechziger und siebziger JJahren hat man die kurze Freiheitsstrafe zugunsten der tagessatzbasierten Geldstrafe weitgehend abgeschafft.
Mittlerweile bin ich der Auffassung das bei bestimmten Delikten eine kurze vollstreckte Freiheitsstrafe kriminalpolitisch viel sinnvoller ist als die Geldstrafe oder auch Ersatzfreiheitsstrafe.

Kleines Beispiel aus der Praxis: (aber nur der Berichterstattung entnommen) Ein junger Mann fährt mit über 2 Promille Alkohol im Blut drei Personen in seinem PKW tot weil er mit über 100 km/h durch die Stadt rast. Die Jugendkammer verurteilt ihn zu einer Jugendstrafe ausgesetzt zur Bewährung. der BGH hebt das Urteil auf Antrag der Staatsanwaltschaft mit der Begründung auf, das Tatgericht hätte nicht ausreichend geprüft ob nicht auch eine Freiheitsberaubung mit Todesfolge vorliege. Hintergrund war das einige Zeugen ausgesagt haben das der Täter die Insassen durch Verriegeln der Autotüren am Aussteigen gehindert habe.
Bei solch einem Täter habe ich kein Verständnis für eine Strafaussetzung zur Bewährung! Denn damit wird der Täter von der Verpflichtung entbunden Verantwortung für sein Handeln zu übernehmen. Wer auf diese Weise drei Menschen in den Tod befördert muß vom Rechtssystem eindringlich dazu angehalten werden sich mit seiner Tat auseinanderzusetzen.

Übrigens, hätten wir ein antiquiertes Tat- und kein Täterstrafrecht nach dem Schuldprinzip, dann würde auch dieser Täter der Todesstrafe anheimfallen.

Ohne das jetzt noch weiter ausdehnen zu wollen: Die Frage nach der Todesstrafe endet nicht damit das man den Täter verachtet. Man muß die Frage schon einbetten in eine Diskussion über Grundlagen und Werte eines Strafrechtssystems. Und man sollte sich fragen warum man für oder gegen die Todesstrafe ist.
Bloße Empörung über die Tat ist ein schlechter Ratgeber.

Freshman
29.06.2005, 15:49
Argumentation perfekt. Respekt.

Die Todesstrafe würde ich nur bei wirklichen "Mostern" für angebracht halten. Wenn es wirklich darum geht einen Faktor zu beseitigen der viele andere Menschenleben Bedroht. So eine Art Kollateralschaden.

Ich fände allerdings Körperstrafen in einigen Fällen angebracht.
Dass man einfach mal kräftig in den Arsch getreten bekommt.
In Singapur gibt es ja ähnliches.
Es ist ja ohne weiteres möglich jemandem in angemessenen maße (darüber könnte man ein ganzes Buch schreiben...) Schmerzen zuzufügen ohne dass er Schäden davon trägt.

Gelöschter Benutzer
29.06.2005, 15:55
Wasn das für ne Frage?

Das wär ja ne Rückentwicklung um 100% :ugly: , als nächstes kommt dann ob mal Folter und die Prügelstrafe wieder einfüren soll....und in 10 Jahren laufen wir dann wieder mitn Knüppel über der Schulter rum....

DAGEGEN!

Freshman
29.06.2005, 16:06
Das Problem ist eben das "angemessen".

Ich bin mir da ehrlich gesagt selber noch nicht sehr sicher aber ich hab mich mit diesem thema noch nicht ausreichend auseinandergesetzt.

Clausewitz
29.06.2005, 17:18
Ich fände allerdings Körperstrafen in einigen Fällen angebracht.

Ich glaube wir haben eine etwas sehr romantische Vorstellung von Körperstrafen. Es geht bei den juristischen Körperstrafen keineswegs darum das irgendein Unhold mal kurz den Arsch voll bekommt.
Körperstrafen waren seit jeher äußerst brutal und haben zumeist dauerhafte Verletzungen und Verkrüppelungen hinterlassen.
So galt beispielsweise das berüchtigte Spießrutenlaufen bei dreimaliger Verhängung einem Todesurteil gleich.
Auch das Auspeitschen als Strafe in der Seefahrt oder als Kriminalstrafe war keineswegs eine symbolische Bestrafung sondern das Resultat war, das sich das Fleisch des Delinquenten von den Knochen löste. Peitschen wurden zuvor in Urin getränkt und waren durch Draht, Knoten oder scharfe Metallkrallen verstärkt.

Das ist es was man unter Körperstrafen versteht!

Wer es genauer wissen will, hier nochmal die Buchempfehlung:

Richard Wrede - die Körperstrafen - Amazon, ~10 Euro (http://www.amazon.de/exec/obidos/ASIN/3937715363/qid=1120059196/sr=1-1/ref=sr_1_10_1/028-9598232-3039766)

Körperstrafen sind nach meiner Auffassung mit unserem Rechtsverständnis unvereinbar weil sie eben die Würde des Menschen -auch des Straftäters- mißachten. Wir müssen uns schon die Mühe machen, Sanktionsmöglichkeiten zu finden, die sich nicht auf dem Niveau der Tat des Täters befinden.
Der heutige Ruf nach Körperstrafen klingt für mich etwas nach Frustration über die Hilflosigkeit gegenüber gewissen Verrohungstendenzen. Allerdings kommt da wieder der ungezügelte Vergeltungsdrang durch, der zwar unser Gefühl befriedigt, den Unhold in die Schranken gewiesen zu haben; allerdings wird die Aufgabe des strafrechts nicht erreicht: die Schaffung von Rechtsfrieden.

Wer sich mit der früher üblichen Vollstreckung von Todes- und Leibesstrafen in der Öffentlichkeit beschäftigt wird sehr schnell feststellen das diese Schauspiele nie abschreckenden Charakter hatten. Im Gegenteil, bei derartigen Veranstaltungen herrs´chte eine morbide Volksfeststimmung, der Pöbel sah es als willkommmene Freizeitgestaltung an, bei einer Hinrichtung oder anderweitiger Vollstreckung anwesend zu sein.
Das entlarvt die Motivation dieser Strafe: Lust auf ungezügelte Rache und Sadismus, Ergötzen am Leiden anderer.
Das sind Verhaltensformen die in einem modernen Rechtswesen keinen Platz haben und ich bin nicht bereit die morbiden Phantasien irgendwelcher degenerierten Individuen durch öffentliche Hinrichtungsspektakel zu befriedigen!

Selbst die moderne Freiheitsstrafe ist in ihrer Wirkung nicht unumstritten. Historisch war Freiheitsentzug als Strafe swowieso nie wirklich bedeutsam. Haft diente meist nur dazu den Täter zu sichern bis die Strafe an ihm vollstreckt werden konnte. Daher war der Übergang von der Körper- zur Freiheitsstrafe ja so bedeutsam.

Allerdings zweifelt man auch heute noch daran das eine Inhaftierung einen Täter wirklich bessert. Das ist ja Strafzweck unseres modernen Strafrechts. Aber bis heute gibt es keine wirklich überzeugende Alternative zur Inhaftierung, welche mit unseren ethischen Vorstellungen vereinbar ist und gleichzeitig die gewünschte Wirkung erzielt.

Bei der Diskussion über Strafe -Freiheitsstrafe- sollte man sich auch immer die Frage stellen: was passiert wenn der Täter aus der Haft entlassen wird? Kann es gelingen durch die Haft den Täter zu bessern und ihn zukünftig von Straftaten abzuhalten?
Das ist in erster Linie keine Diskussion über die Dauer der Strafe. Denn wie ich bereits sagte, wer nach zehn Jahren das Unrecht noch nicht eingesehen hat wird es nach 15 Jahren auch nicht tun.
Also kann die Dauer der Strafe nur durch zwei Aspekte begründet werden: erstens den Sicherungszweck. In dieser Zeit wird ein Täter an der Begehung weiterer Taten gehindert. Das ist strenggenommen aber nicht einmal Aufgabe des Strafrechts, sondern des präventiven Polizeirechts.
Exkurs: in jedem deutschen Landespolizeigesetz gibt es eine Vorschrift über den Unterbindungsgewahrsam. Da können Polizeibehörden Personen, welche eine Straftat planen zur Verhinderung einer solchen tat in Unterbindungsgewahrsam nehmen. Das geht in eigener Machtvollkommenheit der Polizei bis zum ende des darauffolgenden Tages, in Bayern z.B. auf Anordnung eines Verwaltungsgerichts aber durchaus bis zu zwei Wochen. Bayern hat davon z.B. bei den angekündigten Störungen der castor- Transporte nach Gorleben Gebrauch gemacht und einen Organisator der Protestbewegung, der Schienenblockaden organisieren wollte mit richterlichem Beschluß für die Dauer des Transports in Unterbindungsgewahrsam genommen.
Der zweite Aspekt der Dauer der Strafe ist die Bewertung des geschützten Rechtsgutes. Ein Diebstahl bedarf keiner hohen Strafandrohung weil die Sozialschädlichkeit insgesamt geringer ist als die eines Tötungsdeliktes. Die "Wertschätzung" eines Rechtsgutes drückt sich demnach in der Strafandrohung aus.
Historisch ist es auch so das Eigentumsdelikte weit höher bewertet waren als Körperverletzungsdelikte, d.h. dem Schutz des Eigentums wurde ein wesentlich höherer Schutz eingeräumt als dem Schutz des Lebens und der körperlichen Unversehrtheit.

Ein kurioses Beispiel ist der Straftatbestand der Jagd- und Fischwilderei. Da wird nämlich kein Eigentums- sondern ein Aneignungsrecht geschützt, beruhend auf dem längst überholten Jagdprivileg des Adels als Jagdausübungsberechtigtem.

Wie man sieht ist unser heutiges Recht noch immer mit Wertvorstellungen durchsetzt die wir bei näherem Hinsehen so gar nicht teilen.
Deshalb noch einmal der Aufruf: bevor man über Strafen, Strafhöhe und Strafausführung nachdenkt sollte man sich mit dem Strafzweck beschäftigen: was wollen wir erreichen mit Strafe? Warum braucht ein Rechtssystem überhaupt Strafandrohungen? Und was wollen wir als Träger der Rechtsordnung mit diesen Strafandrohungen überhaupt ausdrücken?

Lantis
29.06.2005, 18:18
Warum braucht ein Rechtssystem überhaupt Strafandrohungen?

Kann ich dir sagen: Damit hier nicht die Anarchi ausbricht und jeder machen kann was er will. Anders ausgedrückt: damit eine gewisse Ordnung aufrecht erhalten werden kann.

Die Inhaftierung an sich in Frage zu stellen finde ich lächerlich. Wie würdest du denn einen Mörder, Kinderschänder bestrafen ohne Inhaftierungsmaßnahme? Es gibt nunmal keine Alternative.

Gelöschter Benutzer
29.06.2005, 18:57
ausser Tot, oder Folter?

Clausewitz
29.06.2005, 19:21
Die Inhaftierung an sich in Frage zu stellen finde ich lächerlich. Wie würdest du denn einen Mörder, Kinderschänder bestrafen ohne Inhaftierungsmaßnahme? Es gibt nunmal keine Alternative.

Tja, die Inhaftierung als Strafe ist aber erst 200 Jahre alt. Vorher galt: Rübe ab oder noch früher einfach in der Natur aussetzen.

Im übrigen stelle ich gar nicht in Frage das es ein strafrechtliches sanktionssystem geben muß. das ist Voraussetzung dafür das der Staat seinen Gewaltmonopol durchsetzen kann. Ohne den durchgesetzten Strafanspruch des Staates funktioniert eine Gesellschaftsordnung nicht.

Ich werfe nur die Frage auf ob wir mit der Freiheitsstrafe da angelangt sind wo wir hinwollen. Oder ist die Freiheitsstrafe lediglich ein Kompromiß weil wir bisher nichts besseres gefunden haben?

Und die Frage beantwortet sich doch daraus was wir von Strafe erwarten und was sie tatsächlich leistet.

Wer die Abschaffung der strafrechtlichen Sanktion fordert fordert zugleich das Ende der modernen Zivilisation. Eine Gesellschaft kann nur existieren wenn es verbindliche regeln gibt die durchgesetzt werden.

Die Frage ist nur: welche Sanktion im Falle eines Regelverstoßes nutzt der Gesellschaft am meisten?
Nicht bloß im Hinblick auf die Sühne der Tat sondern auch im Hinblick auf ihr Selbstverständnis?

Denn wenn es nur darum geht dem Täter ein Vergeltungsübel zuzufügen (das ist tatsächlich die gegenwärtige Definition im Strafrecht) dann können wir die Todesstrafe beibehalten.

Aber irgendetwas in unserer moralisch- ethischen Entwicklung sagt uns das Töten als Vergeltung zumindest nicht unproblematisch ist.
Demzufolge hat Strafe nicht nur Auswirkungen auf den Täter sondern auch auf die Strafe verhängende Gesellschaft.

Und das ist der interessante Aspekt daran.

boonz
29.06.2005, 20:48
Ich bin der Meinung, dass egal welche Strafe auf welches Verbrechen aussteht, man nicht immer den Verurteilten bessern kann. So eine allgemeine Strafe gibt es gar nicht.

Ich werfe nur die Frage auf ob wir mit der Freiheitsstrafe da angelangt sind wo wir hinwollen. Oder ist die Freiheitsstrafe lediglich ein Kompromiß weil wir bisher nichts besseres gefunden haben?

Was wollen wir mit den Strafen erreichen?

Wir müssen uns schon die Mühe machen, Sanktionsmöglichkeiten zu finden, die sich nicht auf dem Niveau der Tat des Täters befinden.

Das ist sicherlich ein anstrebsames Ziel, aber das würde bedeuten, für jedes Strafdelikt, eine individuelle Strafe zu verhängen.
Ist ein dermaßen individuelles Rechtssystem wirklich realistisch und letztendlich als "fair" zu kennzeichnen?

Insofern ist die Freiheitsstrafe nicht das, was wir wollen (wie oben gezeigt) aber dennoch die einzige, andere Lösung.

Lenny
09.07.2005, 19:49
Sehr interessante Diskussion...danke für den Link Clausewitz :D

Ich stehe auch auf dem Standpunkt, das wir uns durch Todes- oder Verstümmelungsstrafen nicht wieder ins Mittelalter zurück versetzen sollten. Würden wir damit anfangen, könnten wir uns gleich bei so einigen rückständigen Ländern einreihen, wo z.B. Enthaupttungen noch Feste nach sich ziehen. :rolleyes:

Vielmehr sollte der Täter Zeit für Reue haben. Er soll begreifen, was er getan hat und lange Zeit darüber nachdenken. Unter bestimmten Umständen können Gefangene ja einen Teil ihrer "Kosten" durch Arbeit erwirtschaften ( Bsp: "Knastwerkstätten" ). Sicherlich muss man dieses System weiter ausbauen und verfeinern, um die Kosten im Strafvollzug zu senken...aber das war ja nicht das Thema.

Der grösste und wichtigste PUnkt gegen die Totesstrafe wurde hier mehrfach angesprochen:
Unsere Verfassung

Ich bin ein grosser Anhänger unseres Grundgesetzes und der Demokratie. Als solches respektiere ich die in der Verfassung aufgeschriebenen Regeln....also scheidet die Totesstrafe als Option im Strafvollzug aus.
Neben der Wirkungslosigkeit in der Abschreckung und dem vergleichsweise niedrigen Spareffekt ( Wartzeit in einem Hochsicherheitstrakt, Kosten für die Überprüfungen des Urteils, Kosten für die Hinrichtung an sich, usw. ) bleiben nicht viele Gründe für diese Strafe. Besser ist IMO Schwerverbrecher bis an ihr Lebensende ohne Entlohnung hart arbeiten zu lassen. Neben der Gewissheit nie wieder in Freiheit zu leben sollten diese Menschen niedrige und evtl. auch gefährliche Arbeiten verrichten, um ihre SChuld an der Gesellschaft abzuzahlen. :schlagen: