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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Prügelt die Politiker und die Energielobby!


INNOCENT&CLUELESS
09.09.2010, 12:11
Yoa, erst wird alternative Energie und Energie sparen subventioniert bis der Arzt kommt, nun Rolle rückwärts, wird der Verbleib in Atom und Kohle subventioniert.

Da geht mir der Hut hoch.

Wind und Solar subventionieren ist erst mal als Anschub richtig, nur haben es die Politiker wieder falsch gemacht und auch die Begünstigten der Subventionen für erneuerbare Energien "fordern" gleichbleibende oder höhere Subventionen. Selbiges kommt aus der Baubranche und von den Dämmstoffherstellern. Man "fordert".
Da das Geld ja von uns als Steuerzahler kommt stellen die sich also im TV vors Mikro und "fordern" von uns Geld.

Die 4 großen Energieerzeuger und -verteiler stehen dem nicht nach und "fordern" eine Laufzeitverlängerung für weitere 28 Jahre, sie "fordern" das nochmals Unmengen von Atommüll erzeugt werden für dessen Entsorgung und Lagerung sie auf 10.000 Jahre einen nicht mehr messbaren finanziellen Beitrag leisten, der wird von uns und folgenden Generationen zu tragen sein.

Subventionen in Deutschland sind selten befristet, und wenn doch, dann wollen sich die Empfänger nicht damit Abfinden und schicken Lobbyisten.

Beispiel Windkraft: Intention der Subvention war es einen Markt zu zünden, auf dem Windkraftanlagen irgendwann ohne Subventionen aufgestellt und betrieben werden. Leider hatten die Wettbewerbshüter versäumt die Marktbeteiligten zu überwachen so dass die Anlagenhersteller so lange Mondpreise verlangt haben bis dann doch der Schnitt bei den Subventione gemacht wurde.

Schlagartig gab es Top Anlagen von Vestas und Enercon für 2/3 des Preises.

Grundsätzlich ist es Schwachsinn einen Markt zu Über-Subventionieren, über Jahre konnten die Hersteller nicht so schnell Produktionskapazitäten aufbauen wie subventionsgetriggert an Bedarf stimuliert wurde. Deswegen muss man in solchen Fällen die Subventionen so weit zurücknehmen bis nur noch ausreichend Stimulanz und Planungssicherheit da ist um die Produktionskapazitäten moderat zu erweitern.
Ansonsten bringt sich so eine Industrie ja selbst um wenn massive Überkapazitäten vorhanden sind am Tag wenn alles mit Mühlen vollgestellt ist.

Bei der WIndkraftförderung ist es jetzt einigermaßen im Lot.

Aber bei der Solarförderung ist es total ausser Kontrolle.

Erst einmal ist Solarstrom in unseren breiten kaum förderwürdig mit den verfügbaren Technologien weil die Öko-Bilanz grottenschlecht gegenüber WIndkraft ist. Die Panele müssen ewig in der Sonne liegen bevor sie ihre Herstellungs- und Installationsenergie wieder drin haben.

Bei Mühlen sieht es mittlerweile besser aus nachdem bei den Rotoren von Alu auf Verbund umgestiegen wurde. Davor gabe es Mühlen die es während ihrer gesamten Standzeit nicht geschafft haben ihre Produktionsenergie reinzudrehen.

Im Prinzip ist die eingesetzte Energie irgendwann egal wenn alles aus erneuerbaren Energien kommt, aber negativ darf die Bilanz nicht sein.


Der Hammer im Solarsektor ist das wir sämtliche Subventionen 1:1 nach Asien überweisen und nur ein paar Elektrikerbuden von der Installation leben.

Diesmal haben wir nicht den Fall dass die Industrie zu hoch bepreist sondern das unsere europäischen Panelhersteller nicht mit den ökonomischen und ökologischen Verhältnissen in China konkurrieren können.

Deswegen kotzt mich dieses Globalisierungsgequatsche so an, eigene Subventionen im besonderem und auch eigene Märkte generell darf man IMHO ruhig gegen Sozial- und Ökodumping abschotten.

Machen unsere Politikerdeppen auch nicht.

:kotz::kotz::kotz::kotz::kotz:

INNOCENT&CLUELESS
09.09.2010, 21:06
Geheimabsprache mit AKW-Betreibern: Atom-Deal enthält Schutzklausel für Regierungswechsel - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Wirtschaft (http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/0,1518,716678,00.html)

REGIERUNGonline - Eckpunktevereinbarung mit den Energieversorgungsunternehmen (http://www.bundesregierung.de/nn_1264/Content/DE/Artikel/2010/09/2010-09-09-foerderfondsvertrag-breg.html)

Ich fasse es nicht.

piTu
10.09.2010, 13:43
loool. du hast wohl das system der politik und der wirtschafft nicht ganz kapiert. traumtänzer....
bist ja anscheinend n heller kopp. denn versuchs mal aus der sicht der leute zu sehen die du hier kritisierst. vllt fällt dann der groschen.

leute wie du (und ich auch) haben in der politik keine chance. es ist in der politik nicht immer gut/gewollt die ursache des problems anzusprechen oder beseitigen zu wollen. der faktor GELD ist vor den faktoren sinn und nutzen gesetzt.

deswegen hab ich das bestrebender der örtlichen parteien, mich mit ins boot zu ziehen abgelehnt.

malibu.stacey
10.09.2010, 17:59
Was soll die Aufregung, ist doch eh nur ein Eckpunktepapier, das noch in das zukünftige Energiekonzept eingearbeitet werden soll...*kotz*

Aber, mal ehrlich, konnte man bei den Summen, über die da verhandelt wurden, was anderes als das nun bestehende Resultat erwarten? Bei dieser Regierung...?

Wer trotzdem den Glauben an die Kritikfähigkeit der Politiker noch nicht verloren hat, kann ja mal ins Regierungsviertel gehen und ein paar Zeilen aus diesem Buch rezitieren: Zu Gast bei Freunden: Schimpfen und fluchen in 114 Sprachen: Amazon.de: Jule Philippi: Bücher (http://www.amazon.de/Zu-Gast-bei-Freunden-Schimpfen/dp/3499626039/ref=sr_1_1?ie=UTF8&s=books&qid=1284138380&sr=8-1)

Nur nicht dem Westerwelle was auf Englisch vorlesen, das kann er nämlich noch nicht so gut...

Und wenn alles nicht hilft, empfehle ich die Teilnahme an diesem Event:
Médoc-Marathon ? Wikipedia (http://de.wikipedia.org/wiki/M%C3%A9doc-Marathon)

42 Kilometer laufen und saufen sollten einem erstmal über die Politikverdrossenheit hinweghelfen.

Edith:

Bin ja mal gespannt, was mit dem RWE-Obermufti, der die ganze Chose mit dem 'Geheimpapier' ausgeplaudert hat, passiert. Ich tippe mal auf eine 'heiße' Vertragsauflösung à la Nonnenmacher :D

INNOCENT&CLUELESS
10.09.2010, 20:06
loool. du hast wohl das system der politik und der wirtschafft nicht ganz kapiert. traumtänzer....
bist ja anscheinend n heller kopp. denn versuchs mal aus der sicht der leute zu sehen die du hier kritisierst. vllt fällt dann der groschen.

leute wie du (und ich auch) haben in der politik keine chance. es ist in der politik nicht immer gut/gewollt die ursache des problems anzusprechen oder beseitigen zu wollen. der faktor GELD ist vor den faktoren sinn und nutzen gesetzt.

deswegen hab ich das bestrebender der örtlichen parteien, mich mit ins boot zu ziehen abgelehnt.


Ähhhh.....was wolltest du sagen? Ich kann dir intellektuell nicht folgen...

INNOCENT&CLUELESS
12.11.2010, 08:38
Europa: Ausbau der Netze - Jenseits aller Grenzen - Wirtschaft - sueddeutsche.de (http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/europa-ausbau-der-netze-jenseits-aller-grenzen-1.1022685)


Die EU-Kommission drängt die europäischen Regierungen, endlich das langjährige Versprechen einzulösen und viele Milliarden Euro (http://www.sueddeutsche.de/thema/Euro) zu investieren, um nationale Strom-, Gas- und Ölleitungen zu vernetzen sowie neue große Transportnetze zu bauen.

INNOCENT&CLUELESS
29.03.2011, 12:26
Liberaler Kurswechsel: FDP will alle Alt-AKW abschalten - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Politik (http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,753813,00.html)

Nachdem der Atomaustieg unter Rot/Grün klar war und von Schwarz/Gelb zurückgedreht wurde plädieren nun Schwarz/Gelb für einen "nun-doch"-Ausstieg der für den Steuerzahler wegen der geschaffenen Vertragsfakten RICHTIG TEUER werden wird.

Dank Schwarz/Gelb:

Atomindustrie: 10000 Punkte
Bürger: am Arsch


Geradezu beleidigend ist der Versuch von Schwarz/Gelb von eine völlig neuen Lage für die Sicherheit deutscher Atomkraftwerke seit Japan:

Völliger Mumpitz, die sind noch EXAKT genau so sicher/unsicher wie bisher, die Schwachmaten führen ein Schmierentheater auf.

flickflack
29.03.2011, 12:38
Die Frage die der Kommentator der Tagesthemen gestern glücklicherweise aufwarf deutete latent auf den Umstand hin, dass wenn es nach ROT/GRÜN gegangen wäre, Atomkraftwerke die Merkel in Panik hat runterfahren lassen, noch 20 Jahre laufen würden.

Das gehört dann eben auch der Vollständigkeit halber dazu.

Ich kann daher den Beißreflex von ROT/GRÜN zur Debatte nur eingeschränkt nachvollziehen. Glaubwürdiger macht DIE das jedenfalls auch nicht.

INNOCENT&CLUELESS
30.03.2011, 15:26
wenn es nach ROT/GRÜN gegangen wäre, Atomkraftwerke die Merkel in Panik hat runterfahren lassen, noch 20 Jahre laufen würden

Dass war das was damals durchsetzbar war. Ich nehme an dass Rot/Grün an der Macht es noch weiter beschleunigt hätte, aber mit anderer und glaubwürdigerer Begründung.

Wenn die Grünen könnten wie sie wollten wären alle Meiler schon längst aus und die Brennstäbe schon längst in den Abklingbecken.

flickflack
31.03.2011, 09:03
Dass war das was damals durchsetzbar war. Ich nehme an dass Rot/Grün an der Macht es noch weiter beschleunigt hätte, aber mit anderer und glaubwürdigerer Begründung.

Wenn die Grünen könnten wie sie wollten wären alle Meiler schon längst aus und die Brennstäbe schon längst in den Abklingbecken.

Das ist das WAS DU GLAUBST und DAS WAS DIR ERZÄHLT WIRD.

Und bitte, zum Zweiten, wenn ich wollte wie könnte, würde ich mir ein paar Leute von diesem Planeten wünschen, Frieden herbeizaubern, alle glücklich machen und Stroh zu Gold spinnen...

INNOCENT&CLUELESS
31.03.2011, 09:32
Das ist das WAS DU GLAUBST und DAS WAS DIR ERZÄHLT WIRD.

Und bitte, zum Zweiten, wenn ich wollte wie könnte, würde ich mir ein paar Leute von diesem Planeten wünschen, Frieden herbeizaubern, alle glücklich machen und Stroh zu Gold spinnen...


:uglylol:

Ja, das ist was ich glaube. Nimm einfach die letzten 20 Jahre und was die nackte Existenz der Grünen bewirkt hat.

flickflack
31.03.2011, 10:20
Einen Angriffskrieg, einen Bündnisfall/Krieg, daran anschließend Aufweichung der bürgerlichen Freiheiten und Überwachungsintensivierung, sowie Finanzkrise + HartzIV.

...und immernoch Atomkraftwerke.

Großartig eigentlich.

INNOCENT&CLUELESS
31.03.2011, 11:36
Redest du jetzt von Grün oder Rot/Grün?

flickflack
31.03.2011, 11:57
Hast Du nicht ganz heroisch von "die letzten 20 Jahre und nackter Existenz der Grünen" gesprochen? Da ist es doch vollkommen egal in welcher Verantwortung die Jungs und Mädels waren.

INNOCENT&CLUELESS
31.03.2011, 12:36
Ich rede davon was sie an Umdenken generell bewirkt haben, egal wer an der Macht war.

Deiner Argumentation zufolge ist natürlich die SPD am Wetter schuld.

flickflack
31.03.2011, 12:39
"Umdenken" ist genauso ne Blase. Und Du wirfst mir vor mit einer Blase auf deine geantwortet zu haben *lol*. Diskutieren mit Dir ist echt sonnig :daumen:.

INNOCENT&CLUELESS
31.03.2011, 12:49
Genau.

flickflack
31.03.2011, 12:52
Angefangen haste diesen Thread hier mal mit einer Meinung und dachte ich eben eine auch etwas genauere Ansage mit dem was du meinst wäre hilfreich. Und nun wirfste Sachen einfach so raus. Kein Wunder dass dann genau sowas Sinnloses wie "Die Grünen könnten sich auch alle Hosen anziehen" bei rauskommt.

Edith: Fakt bleibt, auch ROT/GRÜN war nicht schneller. Es wäre in der Zahl 1 AKW abgeschaltet worden zu Beginn des Jahres. Und ich möchte nicht wissen welche Kungeleien beim Atomkonsens unter ROT/GRÜN gelaufen sind, bei unserem geilen Energiekanzler und, naja den Grünen.

Die Grünen haben sich doch mehr oder weniger selbst aufgegeben in ihrer Regierungszeit und jeden Scheiß mitgezogen, ihre Linien verlassen und besetzen seitdem eigentlich nur noch die grüne Nische in die alle anderen auch reinstoßen. Multikulti kannste niemandem mehr vermitteln.
So und nun haben sie dank ihres Kernthemas (sic!) mehrere Pushs nach oben bekommen, die aber, wie man an Hamburg sieht, genauso gerne wieder zu Luft werden können.

Das einzige was die Grünen erreicht haben ist das das Thema Kernenergie seit Jahrzehnten durchs Volk getragen wird. Sicherlich gut. Was sie sonst geleistet haben seit dem, erschließt sich mir ehrlich gesagt nicht wirklich.

JumpingHubert
31.03.2011, 13:15
Petra Kelly hatte bereits Anfang der 90er auf ne sehr drastische Art gezeigt, was sie von den Grünen hält. Jutta von Ditfurth ist auch nicht mehr dabei, wenn auch unter den Lebenden. Andererseits bin ich auch 100% ratlos, was man wählen soll. Da sind bei mir nur die Negationen ne sichere Sache (incl. der doppelten, daß man nicht nicht wählen soll).

INNOCENT&CLUELESS
31.03.2011, 13:18
Du passt nicht aaa-haaauuuuf!

Grün = gegen Kernkraft only ist deine Theorie.

Und ich erwähnte mehrfach dass man die Grünen bald nimmer wählen kann weil sie verschleißen im Sinne "spielen zu sehr nach den Regeln des etablierten Politzirkus".

Trotzdem haben sie nicht nur erneuerbare Energien fest etabliert sondern auch Verbraucherschutz, Tierschutz, ökologische Landwirtschaft etc.

Natürlich konnten sie sich in vielen Sachen nicht durchsetzen weil eben die Mehrheitsverhältnisse nicht so waren und meine Angst ist dass es nicht mehr die Grünen sind die wir kannten wenn sie einmal 30%+ haben.

Deswegen verstehe ich deine Argumentation nur als "Hauptsache 180 von dem was IC meint". :kiss:

flickflack
31.03.2011, 13:30
Und ich erwähnte mehrfach dass man die Grünen bald nimmer wählen kann weil sie verschleißen im Sinne "spielen zu sehr nach den Regeln des etablierten Politzirkus".

Jop.

Trotzdem haben sie nicht nur erneuerbare Energien fest etabliert sondern auch Verbraucherschutz, Tierschutz, ökologische Landwirtschaft etc.

Fair enough.

Natürlich konnten sie sich in vielen Sachen nicht durchsetzen weil eben die Mehrheitsverhältnisse nicht so waren und meine Angst ist dass es nicht mehr die Grünen sind die wir kannten wenn sie einmal 30%+ haben.

Und meine Theorie ist eher die, dass sie es seit 1998 schon nicht mehr sind. "Realpolitisch ankommen" nennt man das wenn man mitspielen will. Natürlich muss man sich beteiligen wenn man was ändern will, nur ist die Frage wieviel Prinzipien man dafür aufgeben sollte, denn im Nachhinein betrachtet ist die Bilanz von Grün, sagen wir mal "wenig fühlbar". Der Zustrom zu den Grünen ist mittlerweile aber konservativ geprägt, das sieht man halt auch am Kretschmann. Insofern denke ich, die Grünen müssen keine 30%+x mehr bekommen - sie sind schon da.

:kiss:
Touché.

@Hubert: Jap. Und genau das ist seit Jahren auch mein Problem.

Edith: Sagen wir Grün ist im konservativen Lager salonfähig geworden, deshalb Zustrom.

INNOCENT&CLUELESS
27.04.2011, 08:32
Bisher galten für Importe aus Drittländern folgende Höchstwerte für radioaktiv belastetet Lebensmittel: Speziell für Cäsium 134 und 137: 370 Bq/kg (Becquerel pro Kilogramm) für Milch und Milcherzeugnisse sowie für Lebensmittel speziell zur Ernährung von Säuglingen bis zum sechsten Lebensmonat. 600 Bq/kg für alle anderen Lebensmittel Diese Höchstwerte wurden nun wie folgt neu geregelt: Speziell für Cäsium 134 und 137: 400 Bq/kg für Säuglingsnahrung 1000 Bq/kg für Milch und Milcherzeugnisse 1250 Bq/kg für alle anderen Lebensmittel

Naja, eigentlich Politiker, Energie UND Agrarlobby in einen Sack.

Und gestern kam auf Arte dass Schweden und Norwegen 20 Jahre nach Tschernobyl immer noch versuchen auf unter 20Bq/kg zu kommen nach anfänglich 3000-6000Bq.

400Bq für Säuglingsnahrung! In Schweden(oder Norwegen?) galten 1986 300Bq für Erwachsene!!!


Ich frage mich ob dann noch die unten angeführten deutschen Richtlinien eingehalten werden und wenn nicht, welche Regel gilt? Bricht EU das DE Recht oder umgekehrt?

Grenzwerte gaukeln in der Regel - insbesondere in Zusammenhang mit der Atomenergie - eine Ungefährlichkeit vor. Ist ein Grenzwert bestimmt, so sagt dieser in der Regel nichts über die tatsächliche Gefährlichkeit aus, sondern ist ein sogenannter 'politischer Wert', der das politisch Vertretbare ausdrückt. Grundsätzlich gilt, daß es für die Schädlichkeit radioaktiver Strahlung keinen Grenzwert gibt. Jede noch so kleine Menge ist schädlich.
http://www.contratom.de/2.0/height=250 Zur Festlegung von internationalen Grenzwerten wurden folgende Daten herangezogen:


Überlebenden der Atombombenexplosionen von Hiroshima und Nagasaki,
Patienten, die zur Diagnostik und Therapie bestrahlt wurden,
beruflich strahlenexponierten Personen und
Bewohnern in der Umgebung kerntechnischer Anlagen

Dosisgrenzwerte

Wert der Dosis einer ionisierenden Strahlung, der auf der Basis von Empfehlungen wissenschaftlicher Gremien vom Gesetzgeber als das Maximum festgelegt wurde, dem eine Person ausgesetzt werden darf. Für verschiedene Personengruppen sind unterschiedliche Dosisgrenzwerte festgesetzt.
Dosisgrenzwerte für die Bevölkerung (nach §44 StrlSchV):
Die effektive Dosis darf unter Einbeziehung der Strahlenexposition durch die Emission radioaktiver Stoffe mit Abluft und Abwasser aus Anlagen, die mit radioaktiven Stoffen umgehen, für keine Person 1,5 mSv/Jahr überschreiten. In Sonderfällen beträgt der Grenzwert mit Zustimmung der Behörden 5 mSv/Jahr. Bei der Ableitung radioaktiver Stoffe mit Abluft oder Abwasser hat der Strahlenschutzverantwortliche die technische Auslegung und den Betrieb seiner Anlagen so zu planen, daß folgende Grenzwerte durch diese Ableitungen jeweils nicht überschritten werden:


effektive Dosis sowie Dosis für Keimdrüsen, Gebärmutter, rotes Knochenmark 0,3 mSv/Jahr
Knochenoberfläche, Haut 1,8 mSv/Jahr
sonstige Organe und Gewebe 0,9 mSv/Jahr

Die Grenzwerte müssen an der ungünstigsten Einwirkungsstelle unter Berücksichtigung sämtlicher relevanter Belastungspfade, der Ernährungs- und Lebensgewohnheiten der Referenzperson und einer möglichen Vorbelastung durch andere Anlagen und Einrichtungen eingehalten werden.
Dosisgrenzwerte für beruflich strahlenexponierte Personen (nach §45 StrlSchV):


Effektive Dosis : 20 mSv pro Jahr (externe Betrahlung und Inkorporation).
Effektive Dosis: 5 mSv pro Jahr für Personen im Alter von 16-18 Jahren.
Augenlinse: Äquivalentdosis von 150 mSv pro Jahr.
Haut, Hände und Füsse:Äquivalentdosis von 500 mSv pro Jahr.
Schwangere Frauen ab Kenntnis einer Schwangerschaft bis zu deren Ende: Äquivalentdosis an der Oberfläche des Abdomens von 2 mSv und effektive Folgedosis von 1 mSv. Stillende Frauen dürfen keine Arbeiten mit radioaktiven Stoffen ausführen, bei denen die Gefahr einer Inkorporation oder radioaktiven Kontamination besteht.

Jahresaktivitätszufuhr

Diejenige Aktivität eines Radionuklides oder eines Nuklidgemisches, die nach Zufuhr in den Körper für ein Organ oder Gewebe oder den Ganzkörper eine Folgeäquivalentdosis bewirkt, welche dem Jahresgrenzwert der Teilkörperdosis für das betreffende Organ oder Gewebe oder dem Grenzwert für die effektive Dosis entspricht. Z. B. beträgt nach der Strahlenschutzverordnung für beruflich strahlenexponierte Personen der Grenzwert der Jahresaktivitätszufuhr für Cäsium-137 4 x 10(hoch6) Becquerel (Bq) (bei Ingestion) und 6 x 10(hoch6) Bq (bei Inhalation).
Schutz von Luft, Wasser und Boden (nach §46 StrlSchV):
Bei Tätigkeiten nach den §§ 6, 7, 9 oder 9 b des Atomgesetzes oder nach den §§ 3, 4 Abs. 1, §§ 16 oder 17 dieser Verordnung ist, falls die Möglichkeit des Entweichens radioaktiver Stoffe in Luft, Wasser oder Boden besteht, dafür zu sorgen, daß eine unkontrollierte Ableitung vermieden wird, die abgeleitete Aktivität so gering wie möglich ist, die Ableitung überwacht und nach Art und Aktivität spezifiziert der zuständigen Behörde mindestens jährlich angezeigt wird.
(2) Ist zu besorgen, daß die Grenzwerte des § 45 an einem Standort überschritten werden, so hat die zuständige Behörde die insgesamt in einem Jahr maximal zulässigen Aktivitätsabgaben mit Luft und Wasser so festzulegen, daß die Grenzwerte des § 45 nicht überschritten werden.
(3) Legt die zuständige Behörde die in einem Jahr maximal zulässige Aktivitätsabgabe mit Luft nicht fest, so darf die aus Kontrollbereichen oder betrieblichen Überwachungsvereichen herausgelangende Luft im Jahresdurchschnitt im Kubikmeter Abluft keine von Tätigkeiten nach Absatz 1 herrührende höhere Aktivität als für Radionuklide und Radionuklidgemische, bei denen die Inkorporation grenzwertbestimmend ist, das 10-6fache der Werte der Anlage IV Tabelle IV 1 und IV 2 Spalte 5 für Radionuklide, bei denen die Submersion grenzwertbestimmend ist, 1/500 der Werte der Anlage IV Tabelle IV 4 Spalte 5 enthalten. Das gleiche gilt, wenn Luft aus umschlossenen Räumen herausgelangt, die keine Kontrollbereiche sind, in denen aber Tätigkeiten nach Absatz 1 ausgeübt werden.
(4) Legt die zuständige Behörde die in einem Jahr maximal zulässige Aktivitätsabgabe mit Wasser nicht fest, so darf das aus Kontrollbereichen oder betrieblichen Überwachungsbereichen herausgelangende Wasser in Abwasserkanäle oder oberirdische Gewässer nur eingeleitet werden, wenn die von Tätigkeiten nach Absatz 1 herrührende Aktivität im Kubikmeter Abwasser im Jahresdurchschnitt das 10-2fache der in Anlage IV Tabelle IV 1 und IV 3 Spalte 6 angegebenen Werte nicht überschreitet. Das gleiche gilt, wenn Wasser oder Abwasser aus umschlossenen Räumen herausgelangt, die keine Kontrollbereiche sind, in denen aber Tätigkeiten nach Absatz 1 ausgeübt werden.
(5) Die zuständige Behörde kann im Einzelfall abweichend von den Vorschriften der Absätze 3 und 4 niedrigere Aktivitätskonzentrationen und Aktivitätsabgaben vorschreiben, wenn dies zum Schutz einzelner oder der Allgemeinheit oder aus Gründen der Reinhaltung der Umwelt geboten ist, oder höhere Aktivitätskonzentrationen und Aktivitätsabgaben zulassen, wenn auf Grund der Schutz- und Überwachungsmaßnahmen sichergestellt ist, daß dadurch einzelne und die Allgemeinheit nicht gefährdet werden und Gründe der Reinhaltung der Umwelt nicht entgegenstehen, wobei unmittelbare Einwirkungen und mittelbare Einwirkungen über Ernährungsketten zu berücksichtigen sind.
(6) Bei Tätigkeiten nach den §§ 6, 7 oder 9 des Atomgesetzes oder nach den §§ 3, 4 Abs. 1, §§ 16 oder 17 dieser Verordnung ist dafür zu sorgen, daß radioaktive Stoffe nicht in den Boden gelangen, es sei denn, daß dies in einer Genehmigung zugelassen ist.
Grenzwerte für den Transport von Atommüll (CASTOR)



Oberflächenstrahlung (i.S.V. Verunreinigung):
Beta + Gamma-Strahlung = 4 Bq/cm²
Alpha-Strahlung = 0,4 Bq/cm²



Dosisleistung (Aufnahme biologischer Körper):
2 mSv/h an der Behälteroberfläche
0,1 mSv/h in 2m Abstand zum Behälter



Die max. Jahresdosis beträgt 1 mSv.


Die Strahlung ist in einem Abstand von 30m einwandfrei nachweisbar. Sogar in 100m wird eine Gefährdung für biologische Körper angenommen. Die Strahlung nimmt in Abhängigkeit zur Entfernung sehr stark ab, so sind in 5m Entfernung zur Behälteroberfläche lediglich 20%, in 50m 1% der ausgehenden Strahlung vorhanden.
Ein Aufenthalt in 1-2 Metern Entfernung zur Behälteroberfläche (Begleitschutz) über 1 Stunde entspricht etwa der Strahlendosis von 8 Röntgenaufnahmen.
Nach wissenschaftlich neuesten Erkenntnissen wird der o.g. Jahresgrenzwert nach einem Aufenthalt von 49 Minuten in einer Entfernung von 10 Metern zur Behälteroberfläche erreicht.

INNOCENT&CLUELESS
08.12.2011, 11:44
Zerstrtes Atomkraftwerk Fukushima - Tepco pumpt verstrahltes Wasser in den Pazifik - Wissen - sueddeutsche.de (http://www.sueddeutsche.de/wissen/zerstoertes-atomkraftwerk-fukushima-tepco-pumpt-verstrahltes-wasser-in-den-pazifik-1.1229467)


Alles unter Kontrolle :daumen: Ex und hopp ins Meer, wie alle und wie immer.

INNOCENT&CLUELESS
09.12.2011, 09:30
EU setzt weiter auf Atomkraft - Brssel ignoriert deutsche Energiewende - Wirtschaft - sueddeutsche.de (http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/eu-setzt-weiter-auf-atomkraft-bruessel-ignoriert-deutsche-energiewende-1.1230255)


Denn ungeachtet des beschleunigten deutschen Atomausstiegs nach der Katastrophe von Fukushima will der deutsche EU-Energiekommissar Günther Oettinger (http://www.sueddeutsche.de/thema/G%C3%BCnther_Oettinger) an der Kernkraft festhalten und macht sich sogar für den Neubau von Atomkraftwerken stark.

Ja das nenn ich mal Schizo von der CDU, in DE zähneknirschend aussteigen und in EU vorrantreiben.

Duke49th
10.12.2011, 09:32
EU setzt weiter auf Atomkraft - Brssel ignoriert deutsche Energiewende - Wirtschaft - sueddeutsche.de (http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/eu-setzt-weiter-auf-atomkraft-bruessel-ignoriert-deutsche-energiewende-1.1230255)




Ja das nenn ich mal Schizo von der CDU, in DE zähneknirschend aussteigen und in EU vorrantreiben.

Das is nicht schizzo...das ist verlogene Scheisse. Sags doch wie es ist! :D

Snevsied
10.12.2011, 09:42
Ist doch der schönste und einfachste Beweis, dass man das deutsche Volk nach Strich und Faden verarschen kann ohne, dass irgendwas passiert ...

INNOCENT&CLUELESS
11.12.2011, 09:30
Ist doch der schönste und einfachste Beweis, dass man das deutsche Volk nach Strich und Faden verarschen kann ohne, dass irgendwas passiert ...


Außer du nimmt ihm das billige, antibiotika-durchtränkte Schweineschnitzel weg sowie das Bier mit Schraubverschluss, dann ist Bürgerkrieg...

INNOCENT&CLUELESS
16.02.2012, 13:04
Energieversorgung in Deutschland: Stromhändler zocken fast bis zum Blackout - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Wirtschaft (http://www.spiegel.de/wirtschaft/service/0,1518,815587,00.html)

Wieder ein schönes Beispiel was passiert, wenn man existentielle - und damit hoheitliche - Aufgaben den "alles wunderbar regelnden" Märkten überlässt.

Wie auch im Finanzsektor bringt reine Gier das System an den Rand des Kollaps. IMHO sollte den unbotmässigen Händlern als Körperschaft und Person in diesen Fällen Berufsverbot erteilt werden.

Snevsied
13.03.2012, 11:19
FAZ.NET-Frühkritik: ?Benzin ist teurer als Bier? - Aktuell - FAZ (http://www.faz.net/aktuell/faz-net-fruehkritik-benzin-ist-teurer-als-bier-11682390.html)

JumpingHubert
13.03.2012, 16:46
Außer du nimmt ihm das billige, antibiotika-durchtränkte Schweineschnitzel weg sowie das Bier mit Schraubverschluss, dann ist Bürgerkrieg...
aber auch nur, wenn er von BILD per fettgedruckter Befehlszeile entriegelt worden ist.....: klick-.....gahharrrgh

P.S. ich weiß, der Beitrag ist schon angestaubt, aber mir fiel der Witz dazu grad ein :zahn:

zum Benzin: Benzinpreis möglichst hoch, möglichst hoher Anteil an Steuern drauf, notwendige Fahrten zum Arbeitsplatz etc. subventionieren....und voila, der Preisdruck würde ne Nachfrage nach spritsparenden Fahrzeugen ERZWINGEN. Und natürlich Spritverbräuche von PKW über 10 Liter VERBIETEN.

INNOCENT&CLUELESS
13.04.2012, 10:23
Konkurrenz zu erneuerbaren Energien - EU-Staaten fordern Subventionen fr Atomkraft - Politik - sueddeutsche.de (http://www.sueddeutsche.de/politik/konkurrenz-zu-erneuerbaren-energien-eu-staaten-fordern-subventionen-fuer-atomkraft-1.1331385)

Rösler und Röttgen wollen sich nicht äußern

Ob es so weit kommt, hängt auch von Energiekommissar Günther Oettinger ab. Oettinger kündigte im Gespräch mit der Süddeutschen Zeitung an, er sei "bereit, verschiedene Optionen zu diskutieren". Er werde sich die Position der einzelnen Mitgliedsstaaten und des Rates anhören und zudem bis Juni noch weitere Vorschläge vorlegen, unter anderem zum Ausbau der erneuerbaren Energien.
Ende Juni sollen die Staats- und Regierungschefs auf ihrem Gipfel in Brüssel über die neue Regelung entscheiden. Aus Regierungskreisen in Berlin heißt es, die Bundesregierung habe sich noch nicht geeinigt, ob sie für oder gegen die Gleichbehandlung von erneuerbarer und nuklearer Energie stimmt. Dies sei "intern noch nicht abgestimmt". Weder Bundeswirtschaftsminister Philipp Rösler (FDP) noch Umweltkollege Norbert Röttgen (CDU) wollten sich dazu äußern.


Bezeichnend dass nicht sofort ein "Bekloppt oder wat? - Vergesst das!" wie aus der Pistole geschossen kommt.

Jetzt bin ich mal gespannt.....

JumpingHubert
13.04.2012, 18:20
ich erwarte ein Antidiskriminierungsgesetz, damit die Atomförderung nicht ins Hintertreffen gegen alternative Energien gerät.

JoeJoe87577
20.08.2012, 16:39
SPIEGEL MOBIL: Rauf mit dem Spritpreis (http://ml.spiegel.de/article.do?id=851029)

Passt zwar nicht unbedingt hier rein, aber ich wollte keinen neuen Fred aufmachen.
Der Artikel ist wirklich genial geschrieben und zeigt mir, dass ich als recht junger Fahrer eine grundsätzlich gute Einstellung hab. Naja ist auch nicht weiter schwer, wo mein Töff Töff grade mal auf 55 Pferde kommt :ugly:

Duke49th
20.08.2012, 22:48
Oha :D

Wenn man die immer wiederkehrende Debatte um den Spritpreis verfolgt, könnte man meinen, es gäbe ein Grundrecht aufs Autofahren. Die Argumentation geht nämlich meist so: Die Bürger sind aus verschiedensten Gründen (Beruf, Kinder, Einkäufe) auf ein Auto angewiesen und werden vom Staat und den Ölmultis durch horrend hohe Preise an den Zapfsäulen in ihrer Fahrfreiheit eingeschränkt.





Diese Argumentation ist aber falsch. Und die Frage, ob der Staat oder die Ölkonzerne schuld an der Benzinpreis-Rallye sind, vollkommen nebensächlich. Keine Frage, Tanken ist zur Zeit kein Vergnügen, der Spritpreis jagt von Rekord zu Rekord und daran wird sich - bitte schnallen Sie sich jetzt an - wohl auch nichts mehr ändern. Das aber ist kein Problem. Im Gegenteil, das ist gut so. Benzin ist noch viel zu billig.


Meine Reden! Meine Reden! Das hamse mir aber glatt geklaut:ugly:...so ähnlich hatte ich das hier schonmal ins Forum geschrieben udn bin fast geköpft worden dafür :zahn:

JoeJoe87577
21.08.2012, 00:03
Der ganze Artikel spiegelt so die allgemeine Gemütshaltung in Deutschland wieder. Wir alle wissen wie es besser geht, wenige tun es und der größere Teil macht das was gefällt und zieht damit alle runter.

INNOCENT&CLUELESS
21.08.2012, 00:39
Irgendwann sind auch mir die 12 Liter Diesel auf 100km zuviel :angel:

1.54 + macht bei 75l Tankinhalt 115 Euronen :oh:

burns
21.08.2012, 02:02
Lobbyismus im Spiegel .. quelle surprise!

Einzig überraschender, wäre selbiges im monatlichen ADAC Wichsblatt zu lesen :ugly:


Bin selbst seit Jahren nicht abgeneigt von der Idee mim Pferd rumzureiten, wenn es sich denn ums Verrecken nicht ermöglichen lässt humane Benzinpreise fürs Volk zu gestalten, und ersteres unterm Stich sozialverträglicher ankommt.

Jedoch, vergisst jeder der das Maul aufreisst den Fakt, daß sobald Autos in Zukunft einmal für die (kaum mehr existente Mittelklasse) kostenunhaltbar gestaltet worden sind, auch bald die öffentlichen Verkehrsmittel sich der Preisschraube anpassen werden. Und das noch mehr als jetzt bereits! Es ist immerhin das Recht eines (oder mehrerer) Monopolisten, den Preis soweit anzuheben bis die Schwarte kracht!

Wo man heutzutage hinschaut wird Mobilität gefordert.
Dukie z.B. bricht sich alle paar Wochen mindestens einen Knochen weil er wieder, zwangsläufig, mit seinem Moped umgeburnst wurde.

Und dann kommt er hin, impliziert alles würde seine Richtigkeit haben, niemand darf Auto fahren, weil ... weiss der Geier warum ... ein Mineralöl-Multi-Milliardendollar-Konzern zuwenig verdient, und sich eine durch Lobbyismus beinflusste Politik nicht zum Gegenteil entscheiden kann :lol:?


Pferd ftw. Wenn das Viehzeuch nicht soviel fressen und kacken würde.
Aber irgendwas ist ja immer ;)

Duke49th
21.08.2012, 05:42
Ähem..also zum einen verwechselst Du mich wohl mit M-E :D Ich hatte bisher nur einen Unfall..und mir dabei nix gebrochen^^(Zudem habsch einen sparsamen 4-takt Roller mit <2.5L/100km..der seit einem halben Jahr kaputt is...0L/100km :zahn:)


Zum anderen legt nicht der ÖV-Betreiber alleine die Preise fest. Und hier hängt es auch am Staat. Schliesslich sind die Preise ausschliesslich durch Subventionierung so niedrig.


Der Artikel hat dennoch recht. Abgesehen davon das Autofahren luxus ist. Ist der Sprit angesichts der Knappheit und der Endgültigkeit des Rohstoffes, viel zu billig. Nukular motz ich rum wenn alles teurer wird (was die konsequenz aus teurem Sprit ist). Allerdings liese sich das wiederum anderweitig regeln. (Löhne anheben)


Das Öl selber ist übrigens billig, lieber burns. Du solltest dir evtl. mal anschauen wie der Benzinpreis zustande kommt (die verschiedenen Steuern). Dann haste den wahren (Haupt-)Schuldigen am Preis. Genau wie bei Zigaretten...hier nochmal heftiger.

Ich hoffe mit "er" war der Schreiberling des Artikels gemeint :schlagen: :D

Und jo..irgendwas ist immer :D Leben ist teuer und selbst der Tod kostet was^^

Snevsied
21.08.2012, 08:15
Also ich muss da burns mit den Öffentlichen Recht geben. Bei uns steigen die Preise für StraBa jedes Jahr um paar Cent oder Euro je nach Fahrkarte und alles zum Wohle des Fahrgastes.

@Duke
Du glaubst doch nicht allen Ernstes an das Märchen mit den steigenden Löhnen? Die müssen mittlerweile um 10-20% steigen, damit man auch was von der Steigerung hat. Ich empfehle dir die Inflationsrate und Lohnerhöhungen beim Statistischem Bundesamt anzuschauen. Das hält sich gerade so bei 0 bzw. im Minus. Ganz schlimm wird es, wenn du auch noch nach Produkten deines täglichen Bedarfs aufteilst.

TeilX
21.08.2012, 12:25
Öffentliche kannst doch vergessen......wenn die da nicht das Indien System(oben auf den Dach mitfahren) einführen hat sich da mit den Öffentlichen eh erledigt. Dazu noch die ganzen Ausfälle und Verspätungen alleine in Berlin, vom Kabelklau will ick erst nicht reden:zahn:. Da fragt man sich echt wie sie die kommenden Erhöhungen rechtfertigen wollen. Also da kann man auch nicht mehr viel Geld rauspressen. Mit jeder Preiserhöhung steigt der Druck ausm jeweiligen Senat und der Bevölkerung.

INNOCENT&CLUELESS
21.08.2012, 12:41
Die Berliner S-Bahn und die Deutsche Bahn sind ruiniert worden weil sich mehrer Regierungen entblödeten ebendiese zu privatisieren oder vermehrt privatwirtschaftliche Maßstäbe anzulegen.

Mobilität ist aber ein Wirtschaftsfaktor und sollte deswegen staatlich gelenkt werden. Wird ja beim Strassenbau eh gemacht, warum man nun bei der Bahn alles anders machen will - keine Ahnung.

Öffentlicher Verkehr wird immer - als Standortvorteil - subventioniert werden müssen, darf aber NIE kostelos sein.

Rechnet doch einfach mal was es bringen würde wenn man in ganz Berlin jeglichen privaten Autoverkehr verbieten würde und stattdessen eine Art komfortabler "tuc-tucs" als zwischending zwischen Taxi und Bus rumkurven lassen würde. Und sämtliche bestehenden Öffies massiv ausbauen würde.

Glaubt ihr im Ernst Berlin würde sich entvölkern und nix mehr gehen?

Positiv dagegen kann man rechnen:

- bessere Luftqualität
- weniger notwendige Parkflächen
- weniger Unfälle
- weniger Zeitverlust durch Parkplatzsuche
- weniger Materialverbrauch da weniger Autos notwendig

JoeJoe87577
21.08.2012, 12:58
Druck aus der Beölkerung kannste vergessen. Nimm mal ein ländliches Gebiet in dem der durchschnittliche Arbeitsweg 20km sind (Bei mir werden es ab September 35km sein und mein Vater fährt jeden Tag 45km). Wohlgemerkt nur eine Strecke, mit Rückfahrt summiert sich das im Monat und man ist wirklich abhängig vom Auto. Öffentliche Verkehrsmittel kannste bei mir im Schwarzwald auch knicken, hier fährt alle 2 Monate eine Postkutsche durch und das wars.
Wenn du jetzt einem Arbeitgeber verklickern willst, dass du keine großen Strecken fahren kannst, weil du gegen die Ölmultis und die Regierung Druck ausüben willst, dann wird er dich freundlich anlächeln und dir nen Hartz4 Antrag mitgeben.

Nachtrag für Inno: Aus deinen positiven Argumenten folgen aber auch: Weniger verkaufte Autos = Weniger Geld bei den Firmen = Weniger Geld bei den Firmen = Weniger Steuern.
Dem Staat ist doch die Luft und die Parkplätze scheißegal, solange genug Steuern bei rumkommen.

TeilX
21.08.2012, 13:13
Bin eher auf Berlin eingegangen und von Arbeitnehmer war nirgends die Rede.:rolleyes:
Ging eher darum das die aus den Öffentlichen nicht mehr so viel Geld pressen können weil die schon an ihren max. Kapazitäten sind und die geforderte Leistung schon garnicht mehr bieten können und doch lieber Sparen anstatt mal zu investieren. Und paar Bürger rennen schon zum Senat und der macht schon den Druck, glaub ma. Die zanken sich schon häufig in den Senats Sitzungen.;)

Ist für die Öffi's nicht mehr so einfach mal die Preise zu erhöhen,zumindest in Berlin^^.

JoeJoe87577
21.08.2012, 13:28
Ja wenn man sich nur um Berlin kümmern müsste, dann wären es schonmal weniger Probleme :D

INNOCENT&CLUELESS
21.08.2012, 13:35
Druck aus der Beölkerung kannste vergessen. Nimm mal ein ländliches Gebiet in dem der durchschnittliche Arbeitsweg 20km sind (Bei mir werden es ab September 35km sein und mein Vater fährt jeden Tag 45km). Wohlgemerkt nur eine Strecke, mit Rückfahrt summiert sich das im Monat und man ist wirklich abhängig vom Auto. Öffentliche Verkehrsmittel kannste bei mir im Schwarzwald auch knicken, hier fährt alle 2 Monate eine Postkutsche durch und das wars.
Wenn du jetzt einem Arbeitgeber verklickern willst, dass du keine großen Strecken fahren kannst, weil du gegen die Ölmultis und die Regierung Druck ausüben willst, dann wird er dich freundlich anlächeln und dir nen Hartz4 Antrag mitgeben.

Nachtrag für Inno: Aus deinen positiven Argumenten folgen aber auch: Weniger verkaufte Autos = Weniger Geld bei den Firmen = Weniger Geld bei den Firmen = Weniger Steuern.
Dem Staat ist doch die Luft und die Parkplätze scheißegal, solange genug Steuern bei rumkommen.

Öffies "lohnen" erst im urbanen Gebieten also vergiss den Schwarzwald, ich redete von Berlin etc.

Politiker sollten gestalten und die Autoindustrie dermaßen umgestalten dass vermehrt E-Autos und deren Logistik die Schwelle der kommerziellen Machbarkeit erreichen. Kann man wunderbar erreichen indem man den Sprit nochmal um 1 € verteuert.

Weniger Autos, aber vor allem kleinere Autos, darum werden wir nicht herumkommen. Schaut euch nur die Kohleindustrie an, die hatte sich auch jahrelang sinnlos gegen unabwendbare Entwicklungen gestemmt, da ist es besser man rennt vorneweg.

Wo ist den mein 900kg Alltagsauto fürs Land? Am besten mit schwarzen Kunststoffplatten im Mad-Max-Look damit ich nicht bei jedem Buff nachlackieren muss. E-Antrieb mit 150km Reichweite und einen Range-Extender mit genormten Anschlüssen kann ich mir bei Sixt ausleihen.

Die Konzepte sind Fix-und-Foxy fertig, es fehlt der Politik an Mut um sie umzusetzen.

TeilX
21.08.2012, 13:40
Na am besten dickes Loch aus Berlin machen, da wär es schon mal ein Schuldensünder weniger:ugly:

Da hilft sonst nur noch Inno's Lösung sonst bricht irgendwann das Verkehrsnetz zusammen.:oh: Aber gibt ja noch genug andere Städte die mit den gleichen prob zu kämpfen haben.


Am besten ist ja immer wieder mit Auto.....ICk fahr mal nach Mitte.....2 stunden später wieder zurück.....ah,endlich ein Parkplatz. :zahn:

JoeJoe87577
21.08.2012, 14:50
Naja Innos Idee ist gut keine Frage, aber es scheitert an der Umsetzung. Viele Einkommensschwache müssen eben auch zur Arbeit fahren ud können sich nicht mal eben ein neues E - Auto leisten. Auch wenn es auf die Dauer viel billiger wäre.
Und auch die Reichweite von gerade mal 150km ist herzlich wenig wenn dazu noch 2-3 Stunden Ladezeit kommt. Verwandte die ein Stücken weiter weg wohnen kann man damit vergessen. Die Strecke bei uns sind 480km also 4 mal nachladen, damit kommen dann mindestens 8 Stunden zusätzlich drauf. Dann wird aus dem Wochenendbesuch schnell mal nur ein kleiner Kaffeeplausch und dann muss man wieder los weil man sonst erst zwei Tage später zur Arbeit kommt.
Ideen gibt es zu hauf, aber die Flächendeckende Umsetzung ist das Problem. Für eine Stadt wie Berlin ok. Aber was macht mein Bruder wenn er uns aus Berlin besuchen will? Und er nicht auf sein Auto verzichten möchte, weil er noch Bekannte hat die auf der Strecke wöhnen?

INNOCENT&CLUELESS
21.08.2012, 15:14
Naja Innos Idee ist gut keine Frage, aber es scheitert an der Umsetzung. Viele Einkommensschwache müssen eben auch zur Arbeit fahren ud können sich nicht mal eben ein neues E - Auto leisten. Auch wenn es auf die Dauer viel billiger wäre.
Und auch die Reichweite von gerade mal 150km ist herzlich wenig wenn dazu noch 2-3 Stunden Ladezeit kommt. Verwandte die ein Stücken weiter weg wohnen kann man damit vergessen. Die Strecke bei uns sind 480km also 4 mal nachladen, damit kommen dann mindestens 8 Stunden zusätzlich drauf. Dann wird aus dem Wochenendbesuch schnell mal nur ein kleiner Kaffeeplausch und dann muss man wieder los weil man sonst erst zwei Tage später zur Arbeit kommt.
Ideen gibt es zu hauf, aber die Flächendeckende Umsetzung ist das Problem. Für eine Stadt wie Berlin ok. Aber was macht mein Bruder wenn er uns aus Berlin besuchen will? Und er nicht auf sein Auto verzichten möchte, weil er noch Bekannte hat die auf der Strecke wöhnen?

Einkommensschwache können sich doch nur wegen der Pendlerpauschale leisten weit weg von der Arbeit zu wohnen.

Muss die Politik endlich mal Konzepte kopieren (gibt es ja alles schon) um Wohnen und Arbeiten in guter Mischung hinzubekommen.

In DE wurde alles auf Mobilität ausgerichtet - riesige reine Wohngegenden, riesige reine Industriegegenden, riesige Gewerbegebiete, riesige Einkaufsgebiete - und alles mit riesigen Strecken dazwischen die wir mit riesigen Autos zurücklegen und uns noch mit riesigen Subventionen versüssen lassen.

Ich wohne in einem verpilchten Kaff in der Nähe einer Kleinstadt und wir fahren am Tag ca. 80 km maximal - im Winter. Im Sommer das Meiste mit Rad.

Wenn es jetzt nirgendwo richtig geht, dann muss die Politik eben alles so machen dass es geht, ansonsten braucht man Politiker nicht.

Und gehen geht alles.

Es scheitert nicht an der Umsetzung sondern an mangelnden politischen Willen und an mangelhaften Konzepten die zur Umsetzung auserkoren werden.

Duke49th
21.08.2012, 16:46
@Duke
Du glaubst doch nicht allen Ernstes an das Märchen mit den steigenden Löhnen? Die müssen mittlerweile um 10-20% steigen, damit man auch was von der Steigerung hat. Ich empfehle dir die Inflationsrate und Lohnerhöhungen beim Statistischem Bundesamt anzuschauen. Das hält sich gerade so bei 0 bzw. im Minus. Ganz schlimm wird es, wenn du auch noch nach Produkten deines täglichen Bedarfs aufteilst.

Weiss ich. Und glaube auch nicht daran. Ich hoffe aber auf Aufstände in hoffentlich nicht allzuferner Zukunft ;)

Duke49th
21.08.2012, 20:10
Einkommensschwache können sich doch nur wegen der Pendlerpauschale leisten weit weg von der Arbeit zu wohnen.

Muss die Politik endlich mal Konzepte kopieren (gibt es ja alles schon) um Wohnen und Arbeiten in guter Mischung hinzubekommen.

In DE wurde alles auf Mobilität ausgerichtet - riesige reine Wohngegenden, riesige reine Industriegegenden, riesige Gewerbegebiete, riesige Einkaufsgebiete - und alles mit riesigen Strecken dazwischen die wir mit riesigen Autos zurücklegen und uns noch mit riesigen Subventionen versüssen lassen.

Ich wohne in einem verpilchten Kaff in der Nähe einer Kleinstadt und wir fahren am Tag ca. 80 km maximal - im Winter. Im Sommer das Meiste mit Rad.

Wenn es jetzt nirgendwo richtig geht, dann muss die Politik eben alles so machen dass es geht, ansonsten braucht man Politiker nicht.

Und gehen geht alles.

Es scheitert nicht an der Umsetzung sondern an mangelnden politischen Willen und an mangelhaften Konzepten die zur Umsetzung auserkoren werden.


Sorry für doppelpost, habs jetzt erst gelesen...hab wohl letzten Beiden Beiträge übersehen...

Jupp..da gebe ich Inno mal wieder recht :daumen:

Alleine schon das E-Autos nur 3 Stunden fahren können..(ist das aktuell?) - Liegt es doch daran das die Politik nicht genügend voran treibt.

Aber solange die sich alle schmieren lassen und auf die kleinen Leute scheissen und sogar mit voller Absicht den Karren gegen die Wand fahren, ist eh alles Wurst^^

Spätestens wenn es alles so teuer ist, daß die kleinen Arbeiter, die das Land&Wirtschaft de fakto am Laufen halten, nicht mehr zur Arbeit fahren können, aus Kostengründen, wird was passieren. Nur was dann passiert, bleibt die spannende Frage :D

Ich kann jetzt schon als Geringverdiener mit Bus&Bahn nicht mehr zur Arbeit, wenn ich noch was anders will, als jeden Tag zu überlegen wie ich meinen Hunger stillen kann. (Habe dieses Jahr ja zum Glück nur paar Tage als Zeitarbeiter arbeiten müssen...seit über zwei Jahren das erste Mal wieder)

Nur bin ich da anders drauf als die meisten. Ihc zeige den Mittelfinger und sage knallhart fickt euch, wenn einer meint, ich müsse rumkrebsen wie in einem 3. Weltland^^ Gibts nicht..punkt. Paar Tage um kurz Kohle rein zu bekommen ok. Aber dauerhaft? No way! Aber ich kann es mit A leisten, weil keine Kinder und B haben viel zu wenige dazu die Eier in der Hose :(

JoeJoe87577
21.08.2012, 20:20
Naja es gibt E Autos die schaffen schon 400-500 km sind aber eher die Seltenheit.

Und du weißt doch in Deutschland kann es keine Revolution geben, dafür müsste man den Rasen betreten.

Snevsied
22.08.2012, 11:36
Windenergie: Aigner blockiert Offshore-Haftungsregelung - Wirtschaft - FAZ (http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/windenergie-aigner-blockiert-offshore-haftungsregelung-11863961.html)

Immer alles schön auf die Verbraucher umwälzen! Die Industrie muss man ja schonen, sonst ist ja nicht Konkurrenzfähig!

Snevsied
22.08.2012, 11:43
Naja es gibt E Autos die schaffen schon 400-500 km sind aber eher die Seltenheit.

Nenne mir die!!! Das einzige E-Auto, was ich kenne(finanzierbar für Otto Normalverbraucher), ist Nissan Leaf und schafft gerade mal 170km.

JoeJoe87577
22.08.2012, 12:21
Der neue Opel Ampera: fahren Sie die Zukunft ? Opel Deutschland (http://www.opel.de/fahrzeuge/modelle/personenwagen/ampera/index.html)
Ist aber für den Geringverdiener nicht erschwinglich.

Snevsied
22.08.2012, 12:59
Das ist aber ein Hybrid und kein E-Auto ... denn bei dem Auto springt der Generator an, welcher welch oh Wunder mit Benzin gespeist wird! Und reine E-Leistung hier ist nur 40-80km ... ziemlich dürftig.

Der innovative NISSAN LEAF ? Elektrofahrzeuge (http://www.nissan.de/DE/de/vehicles/electric-vehicles/electric-leaf/leaf.html)
Das ist ein E-Auto. Tesla ist zwar auch eins, aber der ist unerschwinglich.