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Berliner19
12.06.2008, 14:35
Auch wenn es keinen interessiert außer mir
Das neue iPhone: Was ist wirklich neu, was fehlt?

Die erste Aufregung hat sich gelegt, die kindliche Freude ist inzwischen der Realität gewichen. Es ist Zeit, den verklärten Blick von Apples jüngstem Baby abzuwenden und das iPhone 3G etwas kritischer in die Mangel zu nehmen: Was ist wirklich neu, was fehlt, was ist besser und was vielleicht sogar schlechter als noch in der ersten Version?

Design
Über Geschmack lässt sich bekanntlich streiten - ob das neue, leicht verschlankte Design mit stärkeren Abrundungen nun wirklich schöner ist als das vorherige, liegt daher im Auge des Betrachters. Ebenso spalten sich die Lager bei der großen Frage: "Black or White?" Denn das neue iPhone gibt es nunmehr in der 16 GB-Variante auch im klassischen Weiß und lässt damit das schon verloren geglaubte Apple-Design wieder aufleben. Die genauen Abmessungen im Vergleich (iPhone 2G: 115 x 61 x 11,6 mm // iPhone 3G: 115,5 x 62,1 x 12,3 mmm) zeigen sogar einen minimalen Größenzuwachs. Dank der stark abgeflachten Ecken wirkt die neue Version jedoch trotzdem etwas filigraner.

Ausstattung
Die vielfache Kritik bezüglich des Kopfhörer-Anschlusses ist bei Apple auf fruchtbaren Boden gefallen: Im iPhone 3G ist dieser endlich flacher ausgefallen und setzt nun bündig an der Unterseite des Geräts an. Auch an den wenigen herkömmlichen Tasten des iPhone macht sich eine kleine Veränderung bemerkbar: Stanby- sowie Stummschalter und auch die Laustärketasten sind nun aus Aluminium gefertigt. Das Gewicht beträgt 133 Gramm.

Durchhaltevermögen
Die Einbindung zusätzlicher Funktionen führen bei vielen Geräten häufig zur Kurzatmigkeit des Akkus - nicht so bei Apple. Eine voll aufgeladene Batterie lässt 24 Stunden Musikgenuss, 5 bis 10 Stunden Gesprächszeit (mit bzw ohne eingeschaltetem UMTS), 300 Stunden Stand-By oder 5-6 Stunden Internetnutzung zu, bevor sie wieder nach der Steckdose verlangt.

Verbindung
Das iPhone der ersten Generation unterstützte ausschließlich eine Internetverbindung über EDGE, was insbesondere hinsichtlich der internationalen Konkurrenzfähigkeit vor allem aber einer komfortablen Internetnutzung eher hinderlich war. Mit dem iPhone 3G gestaltet sich das Surfen nun doppelt so schnell dank UMTS/HSDPA. Zudem unterstützt das Gerät nach wie vor GSM/EDGE sowie WLAN und Bluetooth.

GPS
Für viele iPhone-Jünger ist vor allem diese Neuerung ein echtes Highlight: Kurzerhand zum Routenplaner und Navigationsgerät umfunktioniert erweist sich das iPhone 3G dank des neu integrierten GPS-Moduls fast als Alleskönner. Foto-Tracking, Positionsbestimmungen, ortsbezogene Dienstleistungen (Sehenswürdigkeiten, Restauranttipps) und vieles mehr, den möglichen Anwendungsbereichen sind kaum Grenzen gesetzt.

Was fehlt?
"Zur Sache, Steve!", dachten sich wohl viele Zuschauer der gestrigen Keynote, als der Apple-Chef ansetzte, die neuen Features des iPhones vorzustellen. Denn obwohl die Liste der Neuerungen beachtlich ist, hat Apple seine Hausaufgaben nur halbherzig gemacht - noch immer fehlen einige Extras und Funktionen:

* Tastatur: Zugegeben, wer noch immer auf eine ausklappbare Tastatur beim iPhone hofft, sollte langsam aufwachen - das wird es aus dem Hause Apple wohl nicht mehr geben. Doch auch das in die Software integrierte Keyboard hätte stärker verbessert werden können, vielleicht müssen. Vor allem die Rotationsfunktion, die das Keyboard um 90 Grad dreht, ist immer noch nicht für alle Applikationen verfügbar.
* Flash: Auch wenn das Surfen via iPhone dank UMTS nun schneller von der Hand geht, sind immer noch nicht alle Inhalte darstellbar. So fehlt weiterhin die Flash-Einbindung. Kleiner Hoffnungsschimmer: Angeblich bastelt Apple derzeit mit Adobe unter Hochdruck an einer Lösung. Knackpunkt dabei ist wohl der durch eine einwandfreie Flash-Darstellung benötigte Energiebedarf des Geräts.
* iPhone als Modem: Ein Traum könnte in Erfüllung gehen - mobiles Internet nicht nur auf dem kleinen iPhone-Display sondern auch fernab eines WLAN-Spots auf dem MacBook. Technisch wäre es nicht allzu schwierig umzusetzen, das iPhone per USB oder Bluetooth auch als Modem einzubinden, doch Apple weigert sich nach wie vor, diese sich fast schon aufdrängende Funktion zu ergänzen.
* Video: In all der Aufregung ist gestern fast in Vergessenheit geraten, was schon als nahezu sicher galt. Die Aussicht, das iPhone als Videokamera oder für Videotelefonie zu nutzen, erfüllte die Fangemeinde mit Vorfreude. Doch Pustekuchen, vermutlich ebenso zugunsten einer längeren Akkulaufzeit verzichtete Apple auch auf dieses Feature.

Fazit
Apple hat die Erwartungen einigermaßen erfüllt - aber mehr eben auch nicht. Erleichterung bringt definitiv die Integration vom UMTS und GPS, auch die iPhone 2.0 Software verspricht einige Verbesserungen und neue Funktionen. Immerhin steht die Wunschliste für ein iPhone der dritten Generation mit den noch offenen Wünschen fest. Technikfanatiker wird diese Tatsache zum (erneuten) Warten zwingen, andere dürfen sich auf den 11. Juli freuen. Bis dahin wird es dauern, dass wir das iPhone 3G in den Händen halten und einem ersten Alltagstest unterziehen können.

Achso und btw. Es soll International nicht mehr als $199 kosten!

burns
12.06.2008, 14:36
Auch wenn es keinen interessiert außer mir

QFT :jaaa:

King Homer
12.06.2008, 15:15
Wers glaubt wird seelig! International nicht mehr als $199. Das wären 130 Euro, für das Geld würd ich mir gleich 2 kaufen. Das machen die NIE. NIEMALS.

pspsps91
13.06.2008, 08:07
Wers glaubt wird seelig! International nicht mehr als $199. Das wären 130 Euro, für das Geld würd ich mir gleich 2 kaufen. Das machen die NIE. NIEMALS.

Es gibt das Gerücht, dass Apple plant das iPhone nur mit einem Handyvertrag zu verkaufen! Dann könnte der Preis vielleicht auch realistisch sein, bloß sooo billig ists dann wohl am Ende auch nicht mehr...