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Lantis
29.05.2005, 21:59
Hochrechnung: EU-Verfassung in Frankreich abgelehnt


Wahlzettel in Frankreich

Paris - Frankreich hat nach ersten Hochrechnungen die EU- Verfassung deutlich abgelehnt. Hochrechnungen von drei Meinungsforschungsinstituten ergaben zwischen 54,5 und 55,6 Prozent gegen den Text.

Alle Umfragen der vergangenen Wochen hatten einen deutlichen Sieg der Verfassungsgegner vorausgesagt. Damit ist das Verfassungsprojekt gescheitert, da alle 25 EU-Staaten zustimmen müssen.

Frankreich hat als 10. Land über die EU-Verfassung entschieden. Die neun übrigen Länder, darunter Deutschland am vergangenen Freitag, haben dem Text zugestimmt.

Offen ist nun, ob der Ratifizierungsprozess wie geplant in den übrigen Unionsländern fortgesetzt wird. Bisher gilt als Grundlage der Vertrag von Nizza, mit dem Mehrheitsentscheidungen im EU- Ministerrat schwerer zu erreichen sind als mit der Verfassung.

(Quelle: www.web.de )

Was sagt ihr dazu?

Freshman
29.05.2005, 22:32
AAACH *herablassendehandbewegung*

Die spinnen die Franzosen :stupid:
Sollen die doch machen was se wollen.

Das Nichts
29.05.2005, 23:05
Du hast offensichtlich nicht die geringste Vorstellung, welche Folgen dieser Beschluss nach sich ziehen wird.

Die EU-Verfassung hätte ein Schritt in die richtige Richtung sein können. Die EU wäre innen- wie außenpolitisch handlungsfähiger, agiler und zukunftssicherer. Endlich hätte die EU die Möglichkeit, geschlossen aufzutreten und so auch die Standpunkte ihrer einzelnen Mitglieder besser zu vertreten. (Stichwort: EU-Außenminister)

Durch das Veto Frankreichs wurde dieser Einigungsprozess um Jahre, wenn nicht um Jahrzehnte zurückgeworfen.
Doch selbst wenn unsere französischen Freunde der Verfassung zugestimmt hätten, wäre ein Veto der Niederlande oder auch Großbritanniens wahrscheinlich gewesen.

Meiner Meinung nach müssen die Europäer endlich ihren Nationalismus ablegen und sich einer multinationalen Zukunft öffnen. Alleine sind wir gegenüber "Super"nationen wie den USA, Russland oder auch der kommenden Weltmacht China stimmenlos und müssen uns den bilateralen Beschlüssen anderer - ob gewollt oder ungewollt - fügen.

Trotzdem freue ich mich über die positive Stimme unseres Landes. Wenigstens in einem Punkt haben unsere Politiker hier einen Spürsinn für das Richtige bewiesen.

Lima
30.05.2005, 10:13
Klar. Schießen wir uns doch alle dem Globalisierung Wahn unser Regierung an. Das die EU auch ziehmlich viel Scheiße geabuet hat ( --> Osterweiterung) vergessen wir einfach mal. Und das wir durch das in Kraft tretten der Verfassung noch mehr Geld nach Brüssel überweisen müssen übersehen wir auch.

Freshman
30.05.2005, 12:17
Die Franzosen sind mir eh nicht geheuer. Ich würd die eh aus der EU ausschlißen. Die meinen doch sie währen was besseres :stupid:

Und zum Thema Globalisierung kann ich nur einen Text auf einer Brücke bei mir in der nähe zitieren: Globalisierung ist Völkermord

GrenSo
30.05.2005, 13:06
So schlecht wollen wir die Globalisierung aber auch nicht machen, sie hat immerhin auch gute Dinge an sich.

Das Nichts
30.05.2005, 13:10
Was soll denn das Genöle wegen der Globalisierung? Es geht hier um die EU-Verfassung und nicht nicht darum, der Globalisierung freien Lauf zu lassen. Ziel ist die Sicherung des Erreichten.

Entgegen der landläufigen Meinung bedeutet die Verfassung - obschon sie einige negative Aspekte aufweist - ein Mehr an Demokratie für alle Europäer. Unter anderem sieht sie die Einführung von Volksabstimmungen, Mehrheitsentscheidungen anstatt von Konsensentscheidungen und nicht zuletzt ein stärkeres Auftreten Europas im internationalen Bereich vor.

Sicherlich hat die Eu auch schlechtes mit sich gebracht, aber - da sind wir uns wohl alle einig - trotzdem sehr viel mehr gutes.

boonz
30.05.2005, 13:25
Freshman, das ist ja schon fast Franzosen-feindlich! :sauer:

Ich will hier mal drei Argumente gegen die EU-Verfassung darlegen:


Militarisierung
Imperiale Machtpolitik wird nach außen und innen festgeschrieben, bei Abstimmungen im Europäischen Rat und im Ministerrat gibt es ein Übergewicht der großen Länder vor allem Deutschlands.
weil mit ihr der Neoliberalismus Verfassungsrang erhält und die EU auf den "Grundsatz einer offenen Marktwirtschaft mit freiem Wettbewerb" verpflichtet wird. Soziale Belange und Beschäftigungspolitik werden der Wettbewerbspolitik untergeordnet. Die Finanzmittel für die Um- und Aufrüstung der EU-Armeen sowie für neue Kriege werden auch durch den Abbau von Sozialsystemen in den EU-Mitgliedstaaten erkauft.


(Quelle:www.eu-verfassung.org)

Außerdem finde ich, dass die Tatsache, dass 22 von 25 EU-Mitgliedsstaaten dafür stimmen, schon eine deutliche Einheit darstellen.

Mixi Z69
30.05.2005, 15:44
Wenns nach mir ginge, würde ich die Grenzen wieder "dicht" machen. Zwar nicht so extrem wie's mal war, aber auch nicht so locker wie heute. Von dem ganzen EU-Schmarn halte ich nicht viel. Ist zwar nett gedacht, aber es bringt mehr Leid und Schaden über uns. Siehe Arbeitsplätze: Nun gehn alle Firmen ins Ausland um dort herzustellen. Dafür haben wir hier billigere Ware, aber um sie zu kaufen müssen wir zum Arbeitsamt. Also kommt das Geld aus Staatskassen. Und dann noch lauter andere stupide Gesetze, die für ganze EU gelten sollen. Pferde gellte jetzt seit neustem als Nahrungsmittel. Wie pervers! Nur ein Beispiel von tausenden.
In Griechenland waren Spiele (PC) vor Jahren verboten, da sie als Glücksspiel betrachtet wurden. Touristen die in Urlaub dorthin ein GameBoy mitbrachten, wurden plötzlich als "kriminell" eingestuft. Spätestens wenn dies Gesetz EU-Weit gelten würde, dann würden aber viele auf die Barrikaden gehen. (Oder auch nicht? Denn in Deutschland sind sich die Leute zu fein, um auf die Strasse zu gehen und zu protestieren, im Gegensatz zu anderen Länder)
Ausserdem wurde ich wegen dem Euro nie gefragt, ob ich ihn möchte. Ich war immer für die D-Mark; Gegen €.

Das Nichts
30.05.2005, 16:42
Man, du redest vielleicht einen Stuss. Du wirfst nur mit Halbwissen um dich, setzt falsche Dinge miteinander in Kontext und ... bah! Ich kann es nicht ab, wenn Menschen so borniert sind >_<

Mixi Z69
30.05.2005, 17:09
Und ich kanns nicht abhaben wenn man andere immer fertig machen will, nur weil sie anderer Meinung sind. Meine Güte! Andere wünschen sich das deutsche Reich zurück. Na und?! Man darf doch wohl seine Meinung äussern, ohne jedesmal als Idiot abgefertigt zu werden!! Du musst ja auch jedesmal Kontra geben. Wenn man sagt Äpfel sind gut, wirst du 100%ig gegenteiliger Meinung sein. Hauptsache immer anderer Meinung und dem anderen erzählen wollen, er würde Stuss reden. Genauso kann man dich als Blödmann abstempeln, nur weil du anderer Meinung bist :rolleyes:

Lima
30.05.2005, 17:11
Was soll denn das Genöle wegen der Globalisierung? Es geht hier um die EU-Verfassung und nicht nicht darum, der Globalisierung freien Lauf zu lassen. Ziel ist die Sicherung des Erreichten.

Durch die Verfassung bekommt die EU aber noch mehr Macht. Schon jetzt kommt ein drittel aller verabschiedeten Gesetzte aus Brüssel. Die Parlamente der Mitgliedsländer werden entmündigt weil sie die Gesetzte einfach nur noch durchwinken können. Wer sich wert wird als EU Gegner hingestellt und öffentlich zerrissen.
Ansonsten kann ich Boonz nur zustimmen. Die neoliberale Verfassung gefährdet das System des Sozialstaates. Außerdem ist es schlecht für die Wirtschaft. Man denke nur an die Arbeitsplätze die uns dank Billiglohnländern verloren gehen. Oder an die amerikanischen Firmen die wie Heuschrecken Unternehmen in Deutschland kaufen, sie zerschlagen, alles Kapital raussaugen und sie dann fallen lassen.

@ Mixi & Freshman: Polemik so weit das Auge reicht :rolleyes:.

Das Nichts
30.05.2005, 17:17
@Mixi: Ja. Du hast recht. Wenn Menschen anderer Meinung sind, sollte man das akzeptieren.

Glaub an das großdeutsche Reich, an Nationalismus und an preußische Werte... . Mir soll es egal sein.
Du hast recht, Deutschland sollte sich aus allen bilateralen Beziehungen zurückziehen und seinen Bedarf selbst decken. Auf dass wir alle wieder glücklich in Arbeit und Brot leben -.-

Jetzt könntest du sagen: "Hey, jetzt redest du aber Stuss" und du hättest damit sogar recht. Doch viele Menschen denken leider auch heute noch so. Wenn du der Meinung bist, dass wir uns abkapseln sollten, ist dir leider nicht mehr zu helfen.
Ich will dich weder als dumm darstellen, noch will ich einfach nur mit blanker Polemik um mich werfen... . Trotzdem kann ich deinen Standpunkt nur schwer nachvollziehen. Das mag daran liegen, dass ich selbst etwas engstirnig bin und mich nicht mehr mit kulturellem Allgemeingut identifizieren kann, was in Wirklichkeit nie so existiert hat, wie es viele in Erinnerung haben...

Ach ja, Mixi: Wenn man nur gehaltlosen Nonsens von sich gibt, muss man damit rechnen, auf die ein oder andere Weise darauf hingewiesen werden. Vor allem sollte man sich aber darauf vorbereiten, dass jemand Kontra bietet.
Warum sollte ich deinen Standpunkt einfach so dastehen lassen, wenn er sich nur auf Pseudowissen stützt? Aber das kennt man ja. Erst willkürlich Behauptungen aufstellen und dann nicht mit dem Echo zurecktkommen... .
Wirklich seltsam, dass gerade mir immer selbiges vorgeworfen wird -_-

@Lima: Damit magst du teilweise recht haben. Ich bin ebenfalls gegen den Abbau des Sozialstaates, etc. . Auch die Tatsache, dass die Parlamente aufgrund der EU inzwischen etliche Gesetze einfach nur noch "durchwinken" müssen, ist sicherlich nicht wünschenswert.

Doch gerade letzteres wäre doch in der Verfassung verändert worden. O_o

Mixi Z69
30.05.2005, 17:32
Ne. Ich möchte auf gar keinen Fall, deutsches Reich. Das hab' ich nur so in den Raum gestellt, sozusagen als Beispiel für andere Leute.
Aber das alte Deutschland muss nicht "alleine" da stehen. So meine ich das nicht. Ich finds eigentlich nur albern, dass man uns immer weiter neue Gesetze aufs Auge drückt, da sie meiner Meinung nach eher zu unserem Nachteil sind. Ich kann mich aber auch auch täuschen. Habe kurz den Handel angesprochen; Das ist meine Verwunderung, warum ich fast nur noch ausländische Produkte entdecke, und kaum noch Eigenproduktion.
Ich wollte kein Kriegsbeil ausgraben. Sorry für den vielen Rauch um nichts!

Das Nichts
30.05.2005, 17:43
Pfff... Selbstverständlich wolltest du das Kriegsbeil ausgraben, aber meinet wegen können wir mit der "Diskussion" aufhören, wenn du keine weiteren Argumente mehr hast :).

Oh, und zu deinem Beitrag: Denkst du, dass eine Verhinderung der EU-Verfassung wieder deutsche Güter in deutsche Läden bringen wird? Naja, wenn es noch so etwas wie deutsche Güter gäbe, wäre die Möglichkeit vielleicht noch vorhanden. Doch heute gibt es nur noch Konzerne - multinationale Konzerne. Nationale Identität ist eine Illusion, zumindest wenn es um Produkte geht.

Lima
30.05.2005, 17:46
Doch gerade letzteres wäre doch in der Verfassung verändert worden. O_o

Praktisch vielleicht. Aber durch die Masse und die Geschwindigkeit der Gesetzentwürfe der EU sind die Parlamente gar nicht mehr in der lage ein Begründetes Nein zu geben, und schon gar nicht um einen Gegenvorschlag vor zu bringen. Und da winkt man sie lieber durch da man sonst lächerlich wirken würde. Das ist jetzt schon so und würde durch die Verfassung nur gestärkt werden.

Und man kann ja nicht wegen jedem Pups einen Volksentscheid machen.

Das Nichts
30.05.2005, 21:45
Tja, das stimmt.

Trotzdem denke ich, wir sollten ersteinmal unsere Standpunkte klären.

Bist du grundsätzlich gegen die EU oder nur gegen die Verfassung? Die Misststände, die du ansprichst, bestehen ja schon und würden zumindest teilweise verringert bzw. verbessert werden.

Lima
31.05.2005, 13:07
Grundsätzlich gegen die EU? Sicher nicht. Damit würde ich ja Mixi's Meinung sein. Ich würde mich auch nicht als Globalisierungsgegner bezeichnen. Ich könnte mir die EU sogar irgend wann als eigenständiges Land vorstellen. Doch das ist noch ein langer weg. Aber was im Moment gemacht wird (Osterweiterung, Neoliberalismus) halte ich für falsch. Die Verfassung ist sicherlich nicht schlecht aber mit der Zustimmung zu ihr unterstützt man auch die Momentane politische Richtung der EU. Ich glaube gerade deswegen haben die Franzosen sie auch abgelehnt.

Gerade der Teil 3 der alle bestehenden EU-Verträge zusammenfasst und damit den "freien unverfälschten Wettbewerb" zum obersten Grundsatz der Wirtschaft erklärt regt mich auf. Mir ist schon klar das man unser bisheriges Sozialsystem bei der momentanen Wirtschaftslage und den anderen Problemen (Renten etc.) nicht aufrecht erhalten kann aber das neoliberale System unterstützt nicht die heimische Wirtschaft sondern lockt meist ausländische Unternehmen mit viel Kapital an. Und diese kommen zum größten Teil aus den USA und wollen uns einfach nur auspressen.

So viel zu meinem Standpunkt ;).

boonz
31.05.2005, 14:59
Was mich immer wieder wundert, dass Staaten wie Frankreich oder die Niederlande bei einer Aktion wie der EU-Verfassung ein Veto einlegen. Gerade das hätte auch für die Bevölkerung ein Zeichen von Einigkeit und Zusammenhalt der EU sein können. Aber ein paar Wochen drauf preisen sie wieder die Euro-Vision an. Da kommt man sich doch auch irgendwie verar***t vor, oder?

Das Nichts
31.05.2005, 15:28
Also Lima - ich bin beeindruckt. :). Ich dachte, hier hätte niemand mehr Lust auf eine vernünftige Diskussion.

Was deinen Standpunkt betrifft, muss ich dir zu meinem Bedauern in allen Punkten zustimmen. Auch ich sehe die EU als möglichen Weg zu einer besseren Staatsform. Ich hoffe, dass die EU eines Tages einen stabilen Gegenpol zu "Super"mächten wie den USA darstellen wird.

Doch was für ein Gegenpol wird das sein? Wenn wir den momentanen Kurs weiterhin beschreiten, führt er uns zweifelsohne in Richtung amerikanischer Verhältnisse. Sicherlich hat der Kapitalismus seine Vorzüge, ohne die wir heute nicht mehr leben können bzw. wollen. Doch darf das Kapital nicht über dem Menschen stehen. Wir dürfen uns nicht vom Wettbewerb der Wirtschaft ausbeuten und unterdrücken lassen.
Demokratie, Wahrung der Menschenrechte und Sinn für soziales Handeln müssen auch in Zukunft die wichtigste Rolle spielen. Erst dann sollten die Interessen der Wirtschaft in den Vordergrund gerückt werden.

Doch so schön sich das anhören mag - die Realität sieht leider anders aus. Aus Furcht, die bisherige (wirtschaftliche) Macht zu verlieren, fügt man sich in der Politik dem internationalen Druck der Konzerne. Liberalisierung mag an manchen Stellen notwendig sein, doch darf sie nicht zum Schaden der Bevölkerung genutzt werden.

Ein Beispiel: Ihr kennt doch sicher diese kleinen Papp-Autos mit einer Maximalgeschwindigkeit von 45km/h, oder? Bis vor kurzem weigerte sich Deutschland, den Verkauf dieser Fahrzeuge in Deutschland zuzulassen. Sie sind schlichtweg nicht sicher genug.
Doch jetzt musste sich die Regierung dem Druck aus Brüssel fügen und - obwohl kein Interesse am Markt vorhanden ist - sie werden verkauft. .... Das ist sicher eines der harmloseren Beispiele, doch es zeigt, dass die EU nicht nur gutes bringt.

Trotz all der negativen Punkte, sah ich in der EU-Verfassung einen Hoffnungskeim für einen stärkeren Zusammenhalt innerhalb der Eu. Situationen wie die während des Irak-Krieges zeigen, wie schnell die EU in kritischen Situationen auseinanderfällt.

Kompost
01.06.2005, 21:32
Auch die Niederlande haben die Eu-Verfassung wahrscheinlich abgelehnt:

Den Haag - Drei Tage nach den Franzosen haben am Mittwoch auch die Niederländer die EU-Verfassung in einer Volksabstimmung mit großer Mehrheit abgelehnt. Nach einer Prognose des niederländischen Fernsehens stimmten 63 Prozent gegen und 37 Prozent für das geplante europäische Grundgesetz.

An der Abstimmung beteiligten sich nach Angaben des Fernsehens 62 Prozent der 12 Millionen Wähler. Bei dieser überraschend hohen Beteiligung gilt es als sicher, dass die großen Parteien im Parlament das Ergebnis der Volksbefragung als verbindlich akzeptieren, wie sie vor der Abstimmung erklärten. Nach der niederländischen Verfassung hat ein Referendum keinen bindenden Charakter.

Das Parlament in Den Haag wird im Herbst endgültig entscheiden. Nach Medienangaben unterstützt es zu mehr als 80 Prozent die EU- Verfassung. Für Donnerstag ist eine erste Europa-Debatte in der Volksvertretung vorgesehen.

http://portale.web.de/Schlagzeilen/msg/5840238/

Raproboter
01.06.2005, 22:00
Das ist wirklich ein Dilemma, gut das es bei uns in Deutschland keine Abstimmung gibt, es gibt so einiges, was verbesserungswürdig ist an der Verfassung, aber ich bin sicher, das die Ablehnung die EU um Jahre zurückwerfen würde. Ausserdem hätten die Menschen die Abstimmung nur benutzt, um der aktuellen Regierung (wie in Frankreich) einen "Denkzettel" zu verpassen. Andererseits wäre eine öffentliche Diskussion über die Verfassung wünschenswert.
Ich persönlich bin nicht sicher wie ich bei einer Abstimmung stimmen würde.

boonz
03.06.2005, 11:32
RTL und Bild haben jetzt eine obligatorische Umfrage durchgeführt- Ergebnis: 3% dafür, 97% dagegen...

Kompost
03.06.2005, 14:55
Ach, denen glaube ich kein Wort. Ich denke das auf keinen Fall 97% der deutschen gegen die EU-Verfassung sind. Allerdings glaube ich das viele unwissende ihre Denkweise von den Abstimmungen in den Niederlanden und Frankreich beeinflussen lassen.

Das Nichts
03.06.2005, 15:36
RTL und Bild haben jetzt eine obligatorische Umfrage durchgeführt- Ergebnis: 3% dafür, 97% dagegen...


Muahahahahahahahahahahahahaha :lol:

"RTL und Bild" haben eine "obligatorische Umfrage" duchgeführt. Der war gut ^^

boonz
03.06.2005, 15:39
Findeste sone Umfrage etwa nicht ermst zu nehmend? :zahn:
Immerhin haben sie über 100.000 Menschen befragt....

Das Nichts
03.06.2005, 15:48
Selbst wenn die Umfrage wirklich "obligatorisch wäre, leben in Deutschland immer noch über 80 Millionen Menschen... . Wirklich repräsentativ sind Umfragen nie .). Aber wenn die Bild zusammen mit so einem Schundsender für eine Umfrage verantwortlich ist, darf man der schlichtweg keinen Glauben schenken -.-

Doch die Menschen schauen in die Zeitung, sehen, dass die Deutschen gegen die Verfassung sind und bilden sich so ihre Meinung...

boonz
03.06.2005, 15:53
Mh, man muss schon eine schwache Persönlichkeit sein, um sich von sowas beeinflussen lassen, aber ich frage mich trotzdem, ob -sofern eine Wahl in Deutschland stattgefunden hätte- das wirklich so ausgefallen wäre. Vielleicht kommt das jetzt auch dadurch, dass die Menschen sehen, dass die Franzosen und die Niederländer dagegen sind. Da woll'n wir mal nicht meckern und schließen uns an.

Das Nichts
03.06.2005, 19:03
Ich glaube schon, dass die Menschen sich beeinflussen lassen ... leider. -.-

Bei einer deutschen Abstimmung hätten wir garantiert mit Nein gestimmt, da "wir" der Regierung ja einen "Denkzettel" verpassen müssen -_-

boonz
04.06.2005, 13:53
Da ist was dran, schließlich sind die ja an der ganzen schlechten Lage Deutschlands Schuld -.-
"Wir" haben dazu gar nichts beigetragen...
Ich verstehe nicht, warum sich die Menschen deartig leicht beeinflussen lassen. Wir sind doch wohl alle menschlich genug, uns unsere eigene Meinung zu bilden, oder etwa nicht?

Das Nichts
04.06.2005, 14:57
Hm...kurze Antwort?

Nein!

:)

boonz
04.06.2005, 15:14
Hm...kurze Erwiederung?

Stimmt!

:p

Lantis
04.06.2005, 19:08
Hört doch mal auf mit dem gespamme!

Also ich bin der Meinung das die EU sowieso nicht gut für die Wirtschaft Deutschlands ist. Wieso? Deutschland muss das was sie an Gütern zuviel produzieren wegschmeißen nur damit die anderen Länder auch was verkaufen können. Und nicht nur Deutschland muss das machen. Das haben wir der EU zu verdanken. Und das schadet der Wirtschaft in unserem Land.

Traurig aber wahr.

Das Nichts
04.06.2005, 19:59
Äh...wie bitte? "Deutschland" (Ich weiß nicht, ob du die Regierung, den Staat, die Konzerne oder den Einzelhandel meinst) muss Güter, die produziert wurden, wegschmeißen; wegen der EU?
Was meinst du damit, dass "Deutschland" Güter "wegschmeißen" (wohin, sagst du ja nicht) muss, weil "andere Länder" auch was verkaufen wollen? Und welche anderen Länder müssen dass auch?

Glaubst du nicht, dass die Wirtschaft jedes Bisschen Überproduktion einsparen würde? Und was meinst du überhaupt mit Produktion? Der Großteil unserer Waren wird im Ausland produziert und in Deutschland von international agierenden Händlern verkauft, welche die Waren von global agierenden Konzernen eingekauft haben.

Auch wenn das einige vielleicht nicht wahrhaben wollen, "Deutschland" existiert in der Wirtschaft höchstens als lose Grenze und als Absatzmarkt.

PS: In den vorher von mir und BOonZ verfassten Aussagen steckte mehr Inhalt, als in deiner -.- Ich würde sogar soweit gehen, dass man deinen Beitrag aufgrund der mit ihm eingeführten offenen Polemik als "Spam" klassifizieren sollte.

boonz
04.06.2005, 20:01
Dazu muss man sagen, dass zu einer Union, einer Gemeinschaft immer gewisse Kompromisse gehören. Jeder der Mitgliedsstaaten muss Nachteile durch die EU hinnehmen, aber letztendlich ist es doch das Ziel (das ist es ja immer bei einer Gemeinschaft), dass jeder im Endeffekt davon profitiert, und auch das ist bei der EU deutlich erkennbar!

Das Nichts
04.06.2005, 20:06
Und wäre durch die EU-Verfassung sogar noch verstärkt worden!

Gemeinschaft bringt, wie du richtig sagtest, immer auch die Notwendigkeit von Kompromissen mit sich. Wir leben in einer Familie, einer Gemeinschaft, einer Stadt, einem Land. Wenn wir keine Kompromisse eingehen, widersprechen wir unserer Natur als Menschen.

boonz
04.06.2005, 20:29
Eine Verfassung soll in erster Linie die rechtlichen Grundlagen eines Staates (im Falle der EU einer Staaten-Gemeinschaft) festlegen. Außerdem wird hierbei die Regierungs- und Verwaltungsform festgehalten. Eine europäische Verfassung HÄTTE also ein ebenso europäisches rechtliches Grundbild erschaffen und sicherlich eine gewisse Gemeinschaftlichkeit der EU-Staaten symbolisiert. Und ich frage mich dennoch, ob es möglich gewesen wäre, eine große Verfassung über die der 25 EU-Mitgliedsstaaten zu werfen, welche mit den einzelnen vereinbar ist. Von der Theorie her- sicherlich kein Problem. Aber wenn die Türkei dann irgendwann einmal der EU beitreten sollte, dann würde sie gegen die neuen Auflagen der Verfassung verstoßen. Was ich meine ist, dass die Türkei jetzt schon nicht beitreten kann, weil sie den Bedingungen der EU nicht entspricht. Wenn erst die Verfassung da gewesen wäre, dann hätte die Türkei wahrscheinlich erst im nächsten Jahrhundert beitreten können. - Aber im nächsten Jahrundert gibt es schon wieder neue, andere Staatenvorsteher, mit anderen Idealen und Prinzipien. Man könnte das immer weiter so ausführen und es würde sich unendlich weit potenzieren und um so trauriger finde ich, dass man nie praktisch beweisen können wird, ob eine Verfassung realisierbar war oder nicht!

Das Nichts
04.06.2005, 20:43
Mal eine Frage nebenbei: Wer sagt denn, dass die Türkei überhaupt der EU beitreten muss? Wenn sie die Auflagen erfüllen - gut. Aber der Beitratt der EU sollte keine Rolle bei einer Verfassung spielen und sie tut es auch nicht.

Was die Verfassung betrifft, so werden wir sie - wenn überhaupt - frühestens in 6-10 Jahren erleben dürfen...

Lantis
04.06.2005, 21:18
Äh...wie bitte? "Deutschland" (Ich weiß nicht, ob du die Regierung, den Staat, die Konzerne oder den Einzelhandel meinst) muss Güter, die produziert wurden, wegschmeißen; wegen der EU?
Was meinst du damit, dass "Deutschland" Güter "wegschmeißen" (wohin, sagst du ja nicht) muss, weil "andere Länder" auch was verkaufen wollen? Und welche anderen Länder müssen dass auch?


Stell dich an, aber nicht dämlich.

Ich meine natürlich die anderen EU-Mitgliedsstaaten. Zur Erläuterung für die ganz dummen unter uns: Alle Länder dürfen nur eine bestimmte Menge an Gütern in Umlauf bringen. Zum Beispiel Kartoffeln, Tomaten etc. . Das heisst der Bauer bzw. Landwirt auf seinem Ackerland muss mindestens 20 % seiner Ernte wieder unterpflügen damit er nicht zuviel produziert. Dementsprechend klein ist dann auch der Gewinn des Landwirts.

Das meinte ich damit das die EU dem Staat Deutschland schadet sowie den anderen EU-Mitgliedsstaaten indem einfach Grenzen in der Produktion gesetzt werden. Wo soll das denn noch hinführen?

Der Großteil unserer Waren wird im Ausland produziert und in Deutschland von international agierenden Händlern verkauft, welche die Waren von global agierenden Konzernen eingekauft haben.


Dafür hast du doch bestimmt Beweise oder? :rolleyes:

PS: In den vorher von mir und BOonZ verfassten Aussagen steckte mehr Inhalt, als in deiner -.- Ich würde sogar soweit gehen, dass man deinen Beitrag aufgrund der mit ihm eingeführten offenen Polemik als "Spam" klassifizieren sollte.

Leider (oder gott sei dank) hast du hier aber nichts zu sagen und somit wirst du dich damit wohl abfinden müssen.

Das Nichts
04.06.2005, 21:33
Stell dich an, aber nicht dämlich.

Ich meine natürlich die anderen EU-Mitgliedsstaaten. Zur Erläuterung für die ganz dummen unter uns: Alle Länder dürfen nur eine bestimmte Menge an Gütern in Umlauf bringen. Zum Beispiel Kartoffeln, Tomaten etc. . Das heisst der Bauer bzw. Landwirt auf seinem Ackerland muss mindestens 20 % seiner Ernte wieder unterpflügen damit er nicht zuviel produziert. Dementsprechend klein ist dann auch der Gewinn des Landwirts.

Das meinte ich damit das die EU dem Staat Deutschland schadet sowie den anderen EU-Mitgliedsstaaten indem einfach Grenzen in der Produktion gesetzt werden. Wo soll das denn noch hinführen?


Dass der Bauer ohne den EU-Binnenmarkt aber noch weniger einnehmen würde, weil er seinen Wahre im internationalen Markt nicht plazieren könnte, lässt du dabei außer acht; und dass Deutschland sich nicht wieder zum protektionistischen Staat von anno dazumal rückentwickeln kann, sollte dir klar sein.
Zudem ist Deutschland keine Agrarlandschaft. Mit der dritten Welt könnten wir, was Preis und Angebot angeht, kaum mithalten, wenn die deutschen Landwirte nicht subventioniert würden... .

Dafür hast du doch bestimmt beweise oder?

Ja. Suche dir ein beliebiges technisches Gerät, ein Markenkleidungsstück oder ähnliches und such nach dem kleinen Hinweis "Made in China". Du wirst feststellen, dass es schwieriger für dich sein dürfte, in Deutschland hergestellte Waren zu finden, als umgekehrt. Selbst bei Produkten, die mit "Made in Germany" gekennzeichnet sind, werden meistens im Ausland produziert und dann in Deutschland trotzdem mit dem Zusatz markiert.
Tatsache ist, dass das meiste, was wir heute konsumieren, im Ausland produziert wurde. Alleine können wir nicht überleben; genauso wenig, wie du vollkommen ohne die Unterstützung anderer Menschen leben kannst.

Leider (oder gott sei dank) hast du hier aber nichts zu sagen und somit wirst du dich damit wohl abfinden müssen.
Protektionismus und Ignoranz führen zu Kriegen und nützen letztendlich niemandem.

Das kommt sehr auf den Blickwinkel an. In meinen Augen bist du für das Amt eines Moderators schon gänzlich ungeeignet, von dem eines Adminstrators einmal abgesehen. Du wirfst mit haltlosen, engstirnigen Bemerkungen und Halbwissen um dich und kritisierst mich. Wenn du das wirklich glaubst, meinetwegen. Aber lass dich genauso auf andere ein, wie du es von mir erwartest.

boonz
04.06.2005, 22:06
Äh, Peace Leute :streichel
Bevor ihr hier anfangt, euch die Köppe einzuschlagen möchte ich mal wissen, ob die EU-Verfassung irgendetwas in puncto Agrarwirtschaft vorsieht? Die Überproduktion von Getreide in Deutschland ist übrigens Selbstverschuldung: Man poduzierte mehr und mehr durch höhere Produktivität und bessere Technik, aber der Absatzmarkt wuchs nicht stark genug. Da der Staat aber nicht die Preise senken wollte, ließ man es auf Staatskosten einlagern. Die Überproduktion stieg weiter, bis das Staatsbudget für die Agrarwirtschaft völlig überzogen war. Dann blieb einem nichts anderes mehr übrig, als es billig zu verkaufen...
Aber hier:
Bevor ihr hier anfangt, euch die Köppe einzuschlagen möchte ich mal wissen, ob die EU-Verfassung irgendetwas in puncto Agrarwirtschaft vorsieht?

Das Nichts
04.06.2005, 22:16
Kein bisschen. Es ist nur typisch, dass anstatt auf die einzelnen Punkte der Verfassung einzugehen, wieder auf vollkommen losgelöste Themen wie "EU doof - will, dass Deutschland ganz alleine ist. Dann haben alle wieder Arbeit" zugesteuert wird ^^.

Was du sagst, stimmt. Durch den technischen Fortschritt wurde die Produktion gesteigert - die Absatzmärkte blieben gleich. Wie wir aus der Geschichte lernen durften, führt eine Überproduktion in vielen Fällen zum wirtschaftlichen Niedergang... . Die EU hat allerdings nichts damit zu tun, da wir auch ohne Begrenzungen unsere Produkte nicht loswerden würden. (Die anderen Länder haben ähnliche Probleme, wie Emperor weiß)

Derrer
10.11.2005, 19:02
Wer hat eigentlich entschieden, dass Deutschland der EU zustimmt? :komisch:
Es gab keine Volksabstimmung soweit ich mich erinnern kann. Ebenso wie beim Euro. :confused:
England hat nicht mal den Euro, obwohl wir ihn nehmen müssen :stupid:

Ich hasse die EU!:schlagen: :motz:
Zumindest so wie sie jetzt ist...
Die Schweiz und Island sind nicht mal dabei und ne Menge anderer Länder, die eigentlich
darein gehören. :(
Welche die nicht reingehören sind natürlich dabei. :rolleyes: :rolleyes:
Türkei z.B. hat ÜBERHAUPT nichts in Europa zu suchen. Es liegt ganz klar in Asien.

Walk
10.11.2005, 23:34
Tja genau bei diesen Punkt finde ich das der Staat die Bürger in Deutschland beschissen hat. Jeder bzw. viele dürfen über die verfassung oder etc... abstimmen nur wer nicht? Deutschland! Zudem kozt es mich auch an das Dland zu Bürokratisch ist aber das ist ein anderes Thema egal. Jedenfalls sind wir die Dummen die die Suppe jetzt schlucken darf.

Und wenn wir von Anfang an abstimmen hätten können, kann ich mir denken das auch ein nein rausgekommen wäre. Da die EU für Dland mehr Nachteile als vorteile bringt. So hat die EU es Tschechien u. Polen ermöglicht das sie leichter in Dland arbeiten können was uns hier ziemlich hart trifft da wir so zusagen die grenze zum Osten sind. Um es mal aus diesem Blickwinkel zu betrachten. Ich hoffe es wird jetzt nicht falsch verstanden aber wartet ab (falls) die Turkei in der EU kommt was dann abgeht. Und da sollen die deutschen Politiker was gescheites machen? Grade Schröder hat sich noch für die Turkei eingesetzt.

Ne also ich bin gegen die EU da sie Dland einfach zu krass schadet.

Raproboter
15.11.2005, 15:57
Türkei z.B. hat ÜBERHAUPT nichts in Europa zu suchen. Es liegt ganz klar in Asien.


Die EU ist eher ein politisches Projekt als ein geographisches. In einer Welt wie der heutigen wäre es ökonimisch Selbstmord nicht in der EU Mitglied zu sein. Bitte informier sich bevor du hier blind der Bild Zeitung nachlaberst.

Ich finde die EU sehr gut und ich finde es auch sehr gut das Leute wie Derrer nicht gefragt wurden ob sie dort Mitglied werden wollten, da solche menschen einfach nicht den nötigen Durchblick haben um solche Entscheidungen zu treffen.

Derrer
16.11.2005, 17:28
Die EU ist eher ein politisches Projekt als ein geographisches. In einer Welt wie der heutigen wäre es ökonimisch Selbstmord nicht in der EU Mitglied zu sein. Bitte informier sich bevor du hier blind der Bild Zeitung nachlaberst.

Ich finde die EU sehr gut und ich finde es auch sehr gut das Leute wie Derrer nicht gefragt wurden ob sie dort Mitglied werden wollten, da solche menschen einfach nicht den nötigen Durchblick haben um solche Entscheidungen zu treffen.

Waaat?:stupid:
Erstmal laber ich nicht blind der Bild Zeitung nach! Ich weiß nichtmal was die geschrieben hat und les so einen erfundenen Mist auch nicht. Aber ich weiß eins:

Die EU ist ganz klar, so wie sie JETZT ist, vollkommener Blödsinn! Einfach fast jedes Land wird in die EU eingeladen. Das kann ja NICHT funktionieren.
Was ist mit England und dem Euro? :oh: Und wo ist die Schweiz? :oh: Sie gehört komischerweise nicht dazu? Aber Marokko soll dazugehören? Irgendwas läuft hier ganz und gar schief.
Und warum meinst du wohl, entsagen die wichtigsten Länder wie Deutschland (laut Umfrage: 97,4%), Frankreich, Österreich und die Niederlande der EU?

Das hat einen ganz bestimmten Grund! :jaaa:
Und das die EU ein politisches Projekt ist, habe ich auch gar nicht bestritten...
Dennoch sollte man zu Gedenken geben, dass man nicht einfach den gesamten Balkan, Anatolien und Nordafrika hier reinspazieren lassen soll, wenn die genannten Länder keinerlei an Entwicklung und Menschenrechte verfügen.

Ich kann dir übrigens sagen, dass du anscheinend nicht den richtigen Durchblick hast.
Wenn du auch nur 5 Minuten am Tag Nachrichten gucken würdest, wüsstest du, dass die EU mit Sicherheit nicht gut ist. :schlagen:

Daedalus
17.11.2005, 20:43
Ich persönlich bin gegen die europäische Verfassung. Dabei habe ich allerdings nichts gegen die EU an sich ... sollen sie doch von mir aus einen einheitlichen Markt schaffen und Sicherheitsmaßnahmen standartisieren. Das ist mir mehr als recht. Wogegen ich etwas habe ist der proklamierte europäische "Einigungsprozess". Man versucht hier einen kulturellen Einheitsbrei zu schaffen und die EU in einen eigenständigen Staat umzuwandeln. Und ganz ehrlich: Ich will nicht mit Franzosen, Türken, Spaniern und Finnen in einem Staat leben.

Außerdem ist die europäische Verfassung absolut unverständlich. Ich bin mir völlig sicher, dass keiner hier in diesem Forum die europäische Verfassung je vollständig gelesen geschweige denn verstanden hat. Die "Aufklärungsarbeit" die zur Verfassung gemacht wird stammt ja ausschließlich von der EU selbst und es würde mich nicht wundern wenn die ein paar unliebsame Dinge wie die schleichende Entmachtung der Nationalstaaten einfach verschweigen.