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Alt 05.01.2016, 14:13   #6 (permalink)
luemmel
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interessanter Ansatz einfach noch mal von vorne anzufangen und Fehler nicht mitzunehmen. In 10 Jahren sind es dann andere Staaten im Kern und man wird wieder über ein Europa 3.0 nachdenken müssen.

Das funktioniert einfach nicht solange die Macht dezentralisiert ist und Nationalismus/Patriotismus bei den meisten Menschen über der Gemeinschaft steht. So lange kein echter (überlebenswichtiger Grund) für eine Gemeinschaft vorhanden ist, wird jeder irgendwann sagen das er es alleine besser kann. Da es immer wirtschaftliche, soziale Probleme/Brennpunkte in jedem Land gibt, wird immer wieder ein Vollpfosten Leute auf seine Seite ziehen und ausscheren um ein Stück Macht zu bekommen. Liegt leider in der Natur des Menschen.

Selbst eine gemeinsame Armee und Regierung sind kein Garant für eine langanhaltende Gemeinschaft (siehe Soviet Union, Balkan, CSSR, selbst Katalonien und Co auf spanischem Gebiet versuchen es derzeit). Dabei brauchen wir nichtmal soweit zu schauen, wenn Bayern eine Chance sieht würden die sich auch am liebsten von der BRD lösen.

In den USA funktioniert das nur weil es keine Historie gab. Erst wenn der Indipendence Day auf der Welt Realität wird oder ein Asterioid die Erde fast vernichtet, rückt die Menschheit zusammen. Alle anderen Katastrophen wie Dürre, Überschwemmung verkanppen nur die Ressourcen und führen zu weiteren Konflikten.

Schaut man sich doch nur mal die meisten Staaten und Unternehmenslenker an, allesamt sind entweder Narzisten, Exentriker, größenwahnsinnig oder sonstwie geisteskrank.

Mein Fazit: Eine lockere Gemeinschaft ist machbar ähnlich der Montan-Union, mehr geht nicht es sei wir hätten 100% Vollbeschäftung und Wohlstand in der EU und keine sozialen Brennpunkte.

Und eins ist sicher, keine Gemeinschaft oder Reich war je von Dauer.
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