Einzelnen Beitrag anzeigen
Alt 19.04.2013, 15:03   #1 (permalink)
Meister Qualle
Newbie
 
Registriert seit: 06.07.2011
Beiträge: 12
Standard Ich hasse euch alle :O

Guten Tag.
Ich will niemanden beleidigen . Sondern nur schauen ob es hier Leute gibt, die sich mit meiner Meinung identifizieren. Dabei verwende ich diese witzigen Schmeilis um das ganze etwas selbstironisch zu unterlegen, damit niemand denkt ich versuche ihm die Suppe zu versalzen

Ich spiele Arma 2 seit Release 2009 intensiv, weil ich auf komplexes, tiefgehendes Gameplay im Coop abfahre und da der Spielemarkt immer weniger Alternative bietet, wenn man nach diesen Eigenschaften sucht. In meiner Armalaufbahn bin ich jedoch bisher vor Communitys immer erschrocken zurückgewichen: nicht wegen dem Anspruch des kooperativen Spiels, sondern wegen der Art wie miteinander gespielt wird . , die mir meine Suppe andauernd versalzt.

Wieso ist es nötig beim Daddeln Realitätsnähe zu erzwingen? Trainierte Spieler sprechen untereinander so militärisch, ordnungsfixiert, dass jegliche Selbstironie und Humor unter einem Bundeswehr-Dialekt entfremdet.

Klar, komplexe Missionen mit vielen Spielern erfordern, dass man Ordnung bewahrt indem man ein wenig Bürokratie ausübt um alle Einheiten zu befehligen, das hab ich auch schon oft selbst erleben dürfen. Aber wozu dieser typisch-deutsche Ordnungsfetischismus im Multiplayer, was für eine perverse kriegsnahe Atmosphäre wollt ihr denn erschaffen, dass Effizienz sogar in das soziale Verhalten der Spieler einfließt. Sind solche Kreativität,- Selbstständigkeit- und Dynamik-eindämmende Sachen wie "Gehorsamkeit" "Hierarchie" "Regeltreue" nötig, nur weil das bei der Bundeswehr so geschieht? Wieso müssen sich die professionellen Arma Spieler und Eventleiter immer so anhören als hätten sie n Stock im Arsch, weil sie jeden Satz grammatikalisch korrekt rauspressen ? Ich glaube taktische Zusammenarbeit sind wären möglch, wenn man mit Mods einsteigerfreundliche Komfortfunktionen einbaut, die Teamplay und Kommunikation stützen, wie zb. Project Reality (mäßig erfolgreich), ohne den Spielern diese Regelwerke unterzuschieben. Ich kann mich mit diesen Sachen nämlich nicht anfreunden, sie verderben mir mehr die Atmosphäre weil sie meistens gezwungen und fanatisch wirken.

Wirklich nur einer Community wie dieser werden Behauptungen als lehrreich gewertet wie:

"Wenn Spieler keinen Gegner gesehen haben, sind sie unzufrieden, aber das eigentliche Ziel ist das Missionsziel erfolgreich abzuschließen". Klar, jeder spielt Golf, nicht weil ihm das Spiel Spaß macht, sondern weil er vom Golfplatz so tolle Urkunden bekommt. Wenn Spiele zu aneinander gereihten Auftragskette verkommen sollen, die schnurgerade abgelaufen werden und die maximale Effizienz hierbei das hintergründige Hauptziel der Spieler ist, dann trifft dieser Satz sicher zu. Wie ein Theaterstück das man sich zum 10 mal anguckt - ohne Überraschungen, jeder Fehlerfaktor muss ausgemerzt werden.

Ich habe auf diese gezwungen fachmännische Selbstmasturbation keinen Bock, ich will Leute mit denen ich spiele nicht siezen, ich will kein Militär-Fan sein, mich schnurgerade an Abläufe halten oder mich für Waffen begeistern, nur um mitspielen zu dürfen. Ich will einfach nur Tiefgang und Komplexität im kooperativen Spiel mit anderen erleben dürfen ohne meine Mitspieler dauerhaft als unsympathisch zu empfinden. Und das fällt mir hier besonders schwer.

Ich glaub ich bau mir meine eigene Community. Und nun hasst mich zurück!
Meister Qualle ist offline   Mit Zitat antworten