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Alt 23.12.2008, 22:08   #1 (permalink)
10 Jahre hx3
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Standard Wirtschaftskrise & Rezession

Bin stark verwundert das noch keiner das Thema hier positioniert hat. Wird meiner Meinung nach sowieso viel zu viel darüber geredet und damit zur selbsterfüllenden Provezeiung installiert.

Dennoch würde mich interessieren, warum die ganze Welt sich heiss redet. Ein paar Geld-Spiele von Finanzmanagern können schwerlich die Welt in den Abgrund reissen.

Das Geld hat heute halt jemand anderes, aber es wurde nicht vernichtet. Das einzige was Geld vernichtet und damit zur Devlation führt, ist die Psyche der normalen Menschen die vor diese Presse Mitteilungen Angst haben und Investitionen verschieben.

Die IFO Experten malen täglich neue düstere Bilder, logisch das die Börse reagiert. Ich würde sagen, einfach mal den Mund halten. Die hat unglücklicherweise im Moment einen leichte Tendenz zum Abschwung, aber es ist nicht mehr von einem Crash die Rede.

Das die USA den M3 Index erhöhen (Geld drucken) ist natürlich bedenklich, dies führt unweigerlich zur Deflation. Ob der Leitzins gegen 0% zum häuslebauen animiert, will ich mal hoffen. Wenn ich nicht schon gebaut hätte, würde ich jetzt sofort zuschlagen. Ein Traum für das Eigenheim.

Interessant das die GFK anders erwartetend positives / normales Konsumverhalten bis dato bescheinigt und auch weiter hin vorraussagt.

Jetzt kommen wir zum Punkt: Mir ist es Latte was täglich geschrieben wird aus den oben genannten Gründen. Das Geld ist da, es ist nicht durch Aliens oder extraterristische Piraten gestohlen. Insofern höre ich nicht mehr hin, ärgere mich aber über die Presse die weiterhin Angst schürt.

Ja, es werden viele große Firmen ohne Hilfe bankrott gehen, aber der Domino-Effekt ist zu unterbrechen wenn sich jeder normal verhält.

Also, ich kaufe ArmA 2. Die Tschechen müssen überleben!

Soviel von mir.

Geändert von luemmel (23.12.2008 um 23:00 Uhr).
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Alt 24.12.2008, 00:01   #2 (permalink)
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Naja egal wie schlimm es letztendlich tatsächlich ist. Das Problem ist, es gibt einfach mittlerweile zu viele Versicherungen/Banken/ect. auf der Welt.

Das is wie das IT-Problem aus den 90'ern, wenn aus Bäckern IT-Fachleute werden. Schwups ist der Markt überflutet und die ersten gehen vor die Hunde.

Das es jetzt selbst große Banken zerreist wundert mich zwar an der Menge, da diese es eigendlich leichter haben müssten sich durchzusetzen. Nur wir haben Glück wir haben ein Land dem es gut geht das schön brav schulden Zahlt und auch schon seit Jahrzehnten in die EU subventioniert. Sprich wir haben ein gutes Rückrad.

Anders die Freunde von Übersee! Das Land is Pleite die Firmen und das Volk sind Pleite. Die kommen da allein nimmer raus. Wir hingegen dürfen uns keinen Schwarzen Peter aufbinden wo keiner ist.

Von daher braucht Amerika schonmal nen neuen "Shit happen's" Aufkleber!

Oder einen Franz Josef Strauß!
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Alt 24.12.2008, 09:58   #3 (permalink)
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Komplexes Thema, hier gehts lang

Der Spiegelfechter
Querschüsse
Fefes Blog
Informationsportal Globalisierung - Standort Deutschland - Neoliberalismus - Falsche Rezepte, Joachim Jahnke

Hier "das Ganze" in lustig:

Neues aus der Anstalt
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Alt 24.12.2008, 19:08   #4 (permalink)
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Wer richtig was lernen will, schaut hier:
Vortragsreihe mit Prof. Bernd Senf - Tiefere Ursachen der Weltfinanzkrise

Vor allem "die Lösung" oder einer "der möglichen Lösungen" ist denkbar einfach und mann muss einfach mal Bücher von zB. "Silvio Gesell" lesen. Alternative Geld-Systeme.....

Das Momentane System aus Inflation, benötigtem Wirtschaftswachstum, Zins und Zinseszins wird alle X Jahrzehnte kollabieren, was sicherlich nicht "Gesund" oder "Nachhaltig" für uns Menschen ist.

Auf den Mann hier, auf den sollte man hören:
http://alles-schallundrauch.blogspot...d-celente.html

Geändert von Mr.g-c (24.12.2008 um 19:19 Uhr).
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Alt 26.12.2008, 18:08   #5 (permalink)
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Wir werdens sehen, wenn wir erstmal nen Export rückgang haben und folglich dann probleme haben im Stahlbau usw. Einige Firmen in Berlin hats deswegen jetzt im Dezember schon zerlegt.

Aber Frühjahr 09 wirds zeigen!
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Alt 26.12.2008, 19:29   #6 (permalink)
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rückgang der produktion u.a. in der automobilindustrie führt ja zu günstigen preisen im stahlweltmarkt. das dürfte die herstellkosten bei vielen firmen freuen und somit wieder den gewinn verbessern.
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Alt 26.12.2008, 20:08   #7 (permalink)
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der Stahlpreis is schon von 300€ auf 80€ zurückgegangen!
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Alt 27.12.2008, 09:30   #8 (permalink)
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Ich find es ja immer wieder schön von den Medien, dass sie darüber berichten wie Weltkonzerne, wie GM oder Toyota zusammen brechen. Aber keiner der da ansässigen Leute denken darüber nach, wie das Mittelstück zerbricht..
Schaut auf den deutschen Autobahnen.. Es fahren fast ausschließlich nur Osteuropäer.. die deutschen Transportunternehmer (keine Spediteure) sind so gut wie weg.. Viele Transportunternehmen, sind klein und/oder Familienbetriebe, die darunter auch sehr stark leiden! Damit wollte ich eigentlich nur sagen, dass wenn zig kleinere Gesellschaften wegfallen, es die deutsche Wirtschaftsstatistik kaum beeindruckt, aber wehe ein Konzern ala ThyssenKrupp oder VW Group
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Alt 04.01.2009, 03:27   #9 (permalink)
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Dieser Berd Doktor Senf, von einem oben angesprochenen Link, scheint ja sehr eigensichtige Vorschläge und Lösungen parat zu haben, welche aber weder von Inhaltlicher Tiefe konsistent, noch mit irgendwelchen Mitteln durchzuführen werden.
Das hört sich für mich eher nach Träumen an, ohne jegliches Fachwissen aufzuweisen.

Da hat er sich ja seinen Hinternamen verdient, denn sein Beitrag ist wirklich "Senf"


Wir sollten uns nach dem Motto halten:
Alles was kaputt geht, geht auch wieder repariert.

Geändert von Asdfgh (04.01.2009 um 03:29 Uhr).
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Alt 16.02.2009, 19:14   #10 (permalink)
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YouTube - Ottfried Fischer - Das Konjunkturpacket
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Alt 13.11.2011, 18:22   #11 (permalink)
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Rumänisches Finanzamt beschlagnahmt Nokia-Werk | Business | News | ZDNet.de


Nokia / NSN bekommt den Hals nicht voll genug. "Outsourcen" und verlegen nach Osteuropa und Asien und dann dass

Alcatel-Lucent hat auch fast 60% des Managed Services nach Polen/Rumänien/Ungarn verlagert.

Solche Art Niedrigsteuer+Sunbventionsabgreif-Tourismus sollte Sanktioniert werden.

Wenn ich König von Deutschland wär, dann würde ich aus einer Matrix aus

- Wertschöpfung innerhalb DE
- % Durchschnittslohn in DE
- Art und Nachhaltigkeit der Betriebsrente
- ökologische Nachhaltigkeit
- was weiss ich

einen Index bilden, der das Ranking für diese Firma bedeutet, welches sich auf die anteilige finanzielle Unterstützung in der nächsten Krise für diese Firma auswirkt. Allerdings nur Unterstützung Zweckgebunden für Produktionskredite und Kurzarbeitsgeld.

Nokia würde nix kriegen, Trigema und LiquiMoly ordentlich mehr.

Momentan ist es genau umgekehrt: Banken und Großkonzerne erpressen Milliiarden an Unterstützung aus Steuertöpfen.
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Geändert von INNOCENT&CLUELESS (13.11.2011 um 18:25 Uhr).
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Alt 14.11.2011, 02:11   #12 (permalink)
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hier mal was Elementares jenseits vom wirtschaftsjournalistischen Neusprech Dr. Heiner Flassbeck: Wege zu einer neuen Finanzordnung (2/10) - YouTube
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Alt 14.11.2011, 08:59   #13 (permalink)
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Yoa, Flassbeck ist sicher der Intimfeind des gemeinen Spekulanten, aber was solls, wenn Politiker selbst solche pointierten Darlegungen ignorieren oder gar nicht kapieren oder Angst haben die Konsequenzen zu ziehen.

Übrigens muss man zB Rohstoffemärkte im ersten Schritt nicht mal regulieren, es reicht eine Umsatzsteuer, die in der Weiterreichung begrenzt ist. Oder pro Trade steigt. Wenn man im 3 Trade bei 120% Steuer ist hat es sich mit spekulieren.
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Geändert von INNOCENT&CLUELESS (14.11.2011 um 09:03 Uhr).
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Alt 14.11.2011, 14:31   #14 (permalink)
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ja, ich habe den F. verlinkt, weil der auch so schön seine Fassungslosigkeit in Szene zu setzen versteht. Der redet ja nicht einfach von irgendeinem Fachidiotenkram, sondern von der allerwichtigsten Ursache der Finanzkrise, nämlich daß sämtliche Preisbildungen im Wesentlichen (weil eben auf Währungspaare und Rohstoffe gewettet wird im größten Maßstab) mittlerweile nur vom Zufall bzw von kumulierten Gerüchten abhängig sind und nicht mehr von Angebot und Nachfrage.

Eine Extraperversion ist dabei das Wetten auf Nahrungsmittel.
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Alt 14.11.2011, 16:22   #15 (permalink)
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Zitat von JumpingHubert Beitrag anzeigen

ja, ich habe den F. verlinkt, weil der auch so schön seine Fassungslosigkeit in Szene zu setzen versteht. Der redet ja nicht einfach von irgendeinem Fachidiotenkram, sondern von der allerwichtigsten Ursache der Finanzkrise, nämlich daß sämtliche Preisbildungen im Wesentlichen (weil eben auf Währungspaare und Rohstoffe gewettet wird im größten Maßstab) mittlerweile nur vom Zufall bzw von kumulierten Gerüchten abhängig sind und nicht mehr von Angebot und Nachfrage.

Eine Extraperversion ist dabei das Wetten auf Nahrungsmittel.

Er redet mir das Wort, ich behaupte immer dass die angeblich so komplexen internationalen Regeln in wirklichkeit recht banal sind.
Er ist immer noch zu komplex, gezwungenermaßen, um den Mißstand am konkreten Beispiel zu erläutern.

Auch wenn einige dies in Abrede stellen, Weltpolitik ist nur erfolgreich, wenn sie wie eine schwäbische Hausfrau gehandhabt wird.

Erst mal ein paar Sprüche:

- Eine Hand wäscht die Andere - und es ist schön wenn beide dabei sauber werden

- Handel ist eine Gradwanderung zwischen ordentlichem Geschäft zum beiderseitigen Vorteil über Betrug bis zum Raub

- Wirtschaft ist ein Kreislauf

- was du nicht willst das man dir tu' das füge keinem Andern' zu

....weiss Lieschen-Müller.

Daraus kann ich euch so ziemlich alle zukünftigen Gesetze und Regeln entwickeln, welche Flassbeck für den Finanzsektor schon angedeutet hat.

Das sämtliches Marktgeschehen völlig von der Realität entkoppelt ist, ist ja relativ alt, allerdings steigt der Grad der Entkopplung immer Schneller.

Die Erkenntnisse sind alle auf dem Tisch, es braucht eher eine größere Bestimmtheit des deutschen Michels die richtigen Konsequenzen einzufordern.
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Alt 15.11.2011, 11:18   #16 (permalink)
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Schuldenkrise in Europa: Finanzprofis**fürchten um deutschen Boom - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Wirtschaft

Da gibt es gute Nachrichten und selbst das ist nicht gut genug! Es wird alles schlecht gemacht.
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Alt 15.11.2011, 12:22   #17 (permalink)
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Wer sagt denn, dass diese Nachricht eine Gute ist?

Wir haben ja, laut Nachrichten, als DE die Krise bis jetzt am besten gemeistert. Laut Flassbeck ist es hingegen FRA die es am besten hinbekommen.

In DE ist es mit extremen Realkaufkraftverlust erkauft worden, k.A. ob man dass als "gut" bezeichnen kann.

Und dann dass Scheißwort "boom", das Letzte was wir brauchen ist ein "Boom" weil danach IMMER ein Crash kommt.

Snev, du passt echt nicht auf.
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Alt 15.11.2011, 12:26   #18 (permalink)
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Naja, aber das sind ja zwei unterschiedliche Sachen oder? Das eine ist Export und das andere was die Leute hier in DE wirklich kaufen. Beim letzteren sieht es bestimmt nicht so gut aus.
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Alt 15.11.2011, 12:44   #19 (permalink)
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Naja, aber das sind ja zwei unterschiedliche Sachen oder? Das eine ist Export und das andere was die Leute hier in DE wirklich kaufen. Beim letzteren sieht es bestimmt nicht so gut aus.


Die Mixtur macht es. Unser Problem ist, dass der nationale Konsum in zu großen Teilen in ausländischen Wertschöpfungsketten gelangt. Und dass der nationale Konsum aufgrund von Preisdumping extrem niedrige Renditen abwirft von denen das Meiste im nichtproduktiven Handel absorbiert wird.

Die Amis hatten 2 Jahrzehnte mit ihren starken Binnenmarktzahlen geprotzt. Jetzt kommt raus, dass davon lediglich asiatische Produzenten und amerikanische Importeure und Händler profitiert haben.

Der relativ schwache deutsche Konsum wird überkompensiert durch einen (noch) starken Export von High-Tech-Gütern, der aber stark an den Zustand der globalen Wirtschaft abhängt.

Den Konsum mit billigem Geld anzuheizen wäre sinnlos, es gabe einfach eine Blase und eine Überschuldung der Haushalte und das Meiste würde eh aus DE abfliessen.

Man sollte eher darauf achten Dinge des täglichen Bedarfs möglichst kompletter nationaler Wertschöpfung zu unterwerfen OHNE dies zu subventionieren. Dazu gehören:

- Nahrungsmittel
- Energie
- Baumittel
- Kleidung
- Einrichtung

fällt euch was auf? Fast alles, was einen stabilen Wirtschaftsfluss verspricht wird zu großen Teilen im Ausland produziert/verarbeitet.
Da liegt der Hund begraben.


Edit: Vor allem starren alle auf das BIP, dabei ist das BIP eine üble Verwurstung nach nicht wirklich standardisierten Formeln und Buchungsregeln und kann in manchen Fällen auch schlicht nackte Inflation beziffern....was ja nun wirklich nix wünschenswertes ist.

Und wenn irgendeine Regierung ein Problem mit dem BIP hat, dann ändert man die Formel oder bucht nach anderen Regeln in die Operanden ein. Wozu hat man begnadete Statistiker.
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Geändert von INNOCENT&CLUELESS (15.11.2011 um 13:01 Uhr).
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Alt 15.11.2011, 14:33   #20 (permalink)
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richtig. Deutschland gleicht einem Arbeitgeber, der sich im Wettbewerb besser versucht zu stellen nicht durch Steigerung der Produktqualität, sondern durch Senkung des Lohnkostenanteils. Ist politisch organisiert worden unter dem Namen Agenda 2010. Was macht die Konkurrenz: sie muß ebenfalls Lohnsenkung betreiben. Insofern benahm sich Deutschland seit der schrödergeführten Rot/Grün Regierung asozial gegenüber Rest-EU. Das führt eben zu Kaufkraftverlust. Dieser inländische Kaufkraftverlust schädigt nun kaum die exportorientierten Großunternehmen, aber die "restlichen" deutschen klein- und mittelständischen Unternehmen, die aber den Großteil der Arbeitsplätze stellen. Daher auch die scheinbar paradoxe Koexistenz von einer gewaltigen Zahl von Privatinsolvenzen einerseits und "Rekordgewinnen" deutscher Unternehmen andererseits.

Die Rolle der Presse bei diesem Vorgang ist es, Begrifflichkeiten einzuführen, die diesen Vorgang verschleiern, Stichwort "Boom". Jetzt legt sie nochmal einen nach, indem sie beginnt, den aufblühenden Nationalismus anzuheizen mit Personifizierung und Abwertung des Auslands (faule Griechen, neidische EU-Nachbarstaaten etc). Daher mein Lieblingsfeindbild z.Z., der "Journalist". Unterm Strich hetzt er und verschleiert und zementiert die Verhältnisse zuverlässiger, als es der korrupteste Politiker bewerkstelligen könnte.
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