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Alt 09.07.2013, 14:50   #1 (permalink)
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Bayern: Mollath-Untersuchungsausschuss legt Abschlussbericht vor - SPIEGEL ONLINE

Mollath ist Opfer oder zu recht verurteilt?



Gibt auch einen unter anderen Aspekten recherchierten Artikel "Ich trete aus dem Rechtsstaat aus" von Beate Lakotta im Spiegel welcher die Macken von Mollath ausleuchtet und zu einem anderen Ergebnis kommt. Worauf der Mollath-Unterstützer-Mob sie am liebsten lynchen würde.

http://forum.spiegel.de/f22/keine-fe...e-78401-9.html

Schwierig-schwierig.
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Alt 09.07.2013, 15:39   #2 (permalink)
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verfolge sz.de dazu
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Alt 08.08.2013, 06:16   #3 (permalink)
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Fall Gustl Mollath - Erste Schritte in die Freiheit - Bayern - Sddeutsche.de

Bayreuth: Gustl Mollath frei – Sein Statement in kompletter Länge! | tvo.de
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Alt 09.08.2013, 17:46   #4 (permalink)
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Zitat:

Mollath ist Opfer oder zu recht verurteilt?

*Klugschei**erei an* Mollath ist doch nie "verurteilt" worden, im Gegenteil, er wurde auf Grund von Schuldunfähigkeit freigesprochen, wegen angenommener "Gemeingefährlichkeit" jedoch in einer forensisch-psychiatrischen Klinik zwangsuntergebracht.

Ob die Entscheidung, ihn im Maßregelvollzug unter zu bringen, rechtens war, lässt sich meiner Ansicht nach von Aussen überhaupt nicht nachvollziehen. Rein subjektiv sind hier aber erhebliche Zweifel angebracht: Es ist schon hochgradig verwunderlich, dass nahezu alle an Mollaths' Zwangseinweisung beteiligten Personen schon vorher persönlich mit einander bekannt waren, und nachweislich zumindest einige dieser Personen an den von Mollath beschworenen Schwarzgeldverschiebungen beteiligt waren.
Hingegen scheinen die Vorwürfe gegen Mollath in einem eher zweifelhaften Licht, basierend auf einem fragwürdigen Attest und eher einer Annahme "er könnte es wohl gewesen sein" denn einer gesicherten Erkenntnis, er habe fast 130 Autoreifen zerstochen.

Heftig ist auch, dass er, hätte man ihn für schuldfähig gehalten, nie im Leben über sieben Jahre Haft für die ihm zu Last gelegten Taten bekommen hätte.

Zumal sieben Jahre Freiheitsentzug nicht einfach kompensiert werden können, diese Zeit wurde ihm genommen und ist nicht "rückzahlbar". Ich hoffe und wünsche ihm, dass er diese sieben Jahre psychisch heil überstanden hat.
Grundsätzlich sind 90% aller Häftlinge nach einer Haftzeit von mehr als fünf Jahren "gar" und überhaupt nicht mehr resozialisierbar. Nur ganz wenige Individuen mit glasklarem Verstand und eisernem Willen schaffen es, nach einem so lange (oder länger) andauernden Freiheitsentzug gesellschaftsfähig zu bleiben oder wieder zu werden.
ColonelKurtz ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 09.08.2013, 20:57   #5 (permalink)
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Zitat von ColonelKurtz Beitrag anzeigen

*Klugschei**erei an* Mollath ist doch nie "verurteilt" worden, im Gegenteil, er wurde auf Grund von Schuldunfähigkeit freigesprochen, wegen angenommener "Gemeingefährlichkeit" jedoch in einer forensisch-psychiatrischen Klinik zwangsuntergebracht.

Nicht ganz korrekt oder unvollständig...

Natürlich bedarf es eines richterlichen Beschlusses, jemanden Zwangseinzuweisen.

Also insofern hat doch ein Richter geurteilt und ihn "verurteilt". Und wenn sie ihm fleissig Medikamente gegeben haben, behaupte ich, es war noch schlimmer als eine Gefängnisstrafe.


Zitat von ColonelKurtz Beitrag anzeigen

Zumal sieben Jahre Freiheitsentzug nicht einfach kompensiert werden können, diese Zeit wurde ihm genommen und ist nicht "rückzahlbar". Ich hoffe und wünsche ihm, dass er diese sieben Jahre psychisch heil überstanden hat.
Grundsätzlich sind 90% aller Häftlinge nach einer Haftzeit von mehr als fünf Jahren "gar" und überhaupt nicht mehr resozialisierbar. Nur ganz wenige Individuen mit glasklarem Verstand und eisernem Willen schaffen es, nach einem so lange (oder länger) andauernden Freiheitsentzug gesellschaftsfähig zu bleiben oder wieder zu werden.

Da könnte Storm ja was zu sagen, weiss nicht ob er diesbezüglich Daten durch seinen Beruf hat.

Aber da es keine Haftzeit ansich war, also nicht mit regulären "bösen Buben", sondern mit psychisch Kranken zusammen in einer Klinik in der er wesentlich mehr Bewegungsfreiheit hat, als im Gefängnis....afaik. Habe allerdings nie eine forensische Station gesehen. Aber soweit ich informiert sind, ist das eher wie eine Psychatrie, denn ein Gefängnis. (Was Tagesablauf angehört etc. Ne Mauer wird wohl schon drumherum gewesen sein.)

Aber auch so glaube ich bei 5 oder 7 Jahren nicht so recht daran. Er war ja kein Straftäter, der jetzt resozialisiert werden muss.
Es sind ja meist diejenigen, die im Knast ja noch Kontakte knüpfen, zu gleichgesinnten "Tätern" usw.
Menschen, die eh nie richtige bzw. vernünftige soziale Bindungen hatten. Die waren vorher schon nicht sozialisiert. Wie sollte man sie, wenn man sie mit üblem Gesocks zusammen sperrt, auch "läutern"...?

Mollath ist ja (vermutlich) gar nie so kaputt in der Birne gewesen, wie ein "normaler" Verbrecher.
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Alt 10.08.2013, 10:28   #6 (permalink)
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Sicher hast Du nicht ganz Unrecht hinsichtlich des richterlichen Beschlusses, allerdings steht der "Verurteilung" ja der Freispruch aufgrund von Schuldunfähigkeit entgegen.
Es war allerdings schon ziemlich kleinlich von mir diesbezüglich so sehr ins Detail zu gehen, habe das Ganze eher als thematischen Einstieg in die Diskussion missbraucht.

Zitat:

Es sind ja meist diejenigen, die im Knast ja noch Kontakte knüpfen, zu gleichgesinnten "Tätern" usw.
Menschen, die eh nie richtige bzw. vernünftige soziale Bindungen hatten. Die waren vorher schon nicht sozialisiert. Wie sollte man sie, wenn man sie mit üblem Gesocks zusammen sperrt, auch "läutern"...?

Halt, Du hast hier absolut Recht, aber wir laufen Gefahr an einander vorbei zu reden. Ich rede nicht von der Rückfallquote in kriminelles Handeln nach der Haft, und auch nicht von dem Ideologie- und KnowHow-Austausch der Häftlinge unter einander.
Ich wollte ausschließlich auf die psychischen Folgen von Langzeit-Haft, und das Verlieren der Alltagstauglichkeit hinaus. Das menschliche Gehirn hat definitiv eine Art Muskel-Charakter: Durch regelmäßiges, gründliches Training lässt sich die Leistungsfähigkeit und mentale Flexibilität erheblich steigern.
Wobei natürlich auch das Gegenteil der Fall sein kann: Durch den Freiheitsentzug reduziert sich beispiels Weise die Zahl der Sinneseindrücke, die das Hirn zu verarbeiten hat, drastisch. Dementsprechend nimmt die Fähigkeit, den Input, den wir in Freiheit gewöhnt sind zu verarbeiten, mit der Länge der Haftdauer immer weiter ab.
Das geht letztendlich so weit, dass viele Langzeithäftlinge Furcht vor der Entlassung haben, das Wegbrechen der festen, überschaubaren Alltagsstruktur der Haft, auf die sie über Jahre konditioniert und reduziert wurden als Bedrohung empfinden und in Freiheit schlicht und ergreifend nicht mehr zurecht kommen.

Diese, je nach Haftdauer und charakterlich-psychischer Beschaffenheit der Betroffenen unterschiedlich ausfallende Hirnschädigung ist z.B. über Computertomographie deutlich Sichtbar und nachvollziehbar. Und, je nach Ausmaß, kann diese Schädigung irreparabel sein.

Geändert von ColonelKurtz (10.08.2013 um 10:30 Uhr). Grund: Rähchtschraibfeela
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Alt 10.08.2013, 12:20   #7 (permalink)
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Was haltet ihr von Beate Merk (CSU) und Ihren heuchlerischen Aussagen ?
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Alt 10.08.2013, 14:29   #8 (permalink)
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Zitat von ColonelKurtz Beitrag anzeigen

Ich wollte ausschließlich auf die psychischen Folgen von Langzeit-Haft, und das Verlieren der Alltagstauglichkeit hinaus. Das menschliche Gehirn hat definitiv eine Art Muskel-Charakter: Durch regelmäßiges, gründliches Training lässt sich die Leistungsfähigkeit und mentale Flexibilität erheblich steigern.
Wobei natürlich auch das Gegenteil der Fall sein kann: Durch den Freiheitsentzug reduziert sich beispiels Weise die Zahl der Sinneseindrücke, die das Hirn zu verarbeiten hat, drastisch. Dementsprechend nimmt die Fähigkeit, den Input, den wir in Freiheit gewöhnt sind zu verarbeiten, mit der Länge der Haftdauer immer weiter ab.

Was nimmt denn ein Gefangener nicht wahr? Beziehungsweise, bring mal ein Beispiel für einen fehlenden Sinneseindruck?

Zitat von ColonelKurtz Beitrag anzeigen

Das geht letztendlich so weit, dass viele Langzeithäftlinge Furcht vor der Entlassung haben, das Wegbrechen der festen, überschaubaren Alltagsstruktur der Haft, auf die sie über Jahre konditioniert und reduziert wurden als Bedrohung empfinden und in Freiheit schlicht und ergreifend nicht mehr zurecht kommen.

Ich denke eher, dass die Inhaftierten auf die Entlassung vorbereitet werden müssen. Das wird ja auch gemacht, in verschiedenen Formen.

Zitat von ColonelKurtz Beitrag anzeigen

Diese, je nach Haftdauer und charakterlich-psychischer Beschaffenheit der Betroffenen unterschiedlich ausfallende Hirnschädigung ist z.B. über Computertomographie deutlich Sichtbar und nachvollziehbar. Und, je nach Ausmaß, kann diese Schädigung irreparabel sein.

Es wäre interessant hier mal ne Quelle zu finden. Hast du da Material verfügbar für?
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Alt 10.08.2013, 14:34   #9 (permalink)
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hab mich grad erst etwas in den Fall über sz eingelesen. Da ist mir das hier übel aufgestoßen:

"....Denn über Jahre hinweg störte sich niemand daran, dass die meisten Sachverständigen, die Mollath für wahnkrank erklärten, ihn weder gesehen, geschweige denn untersucht hatten. Es waren Gutachten allein nach der Aktenlage."

Wo käme denn der Ruf der Psychiatrie und überhaupt der Psychologie hin, wenn sich Gutachten gegenseitig widersprechen würden.
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Alt 10.08.2013, 15:24   #10 (permalink)
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Zitat von .Storm Beitrag anzeigen

Was nimmt denn ein Gefangener nicht wahr? Beziehungsweise, bring mal ein Beispiel für einen fehlenden Sinneseindruck?

Ich denke er meint den Alltag. Das alltägliche mit- und gegeneinander.

Vom Gefängnis her (weiss ja nicht in welcher Form genau Mollath untergebracht wurde), 23 Stunden Vollzug..also 23 Stunden am Tag in einer kleinen Zelle. Ggf. sogar ohne TV und/oder Radio. Ggf. Einzelhaft/Einzelzelle.

Aber soll er mal selber sagen^^ Aber ich denke in die Richtung wird es wohl gehen.

In einer regulären Psychiatrie kannst Du dich ja normal in der ganzen Station bewegen...sozusagen 24 Stunde am Tag. Bist also nicht so eingesperrt wie ein Gefängnis Insasse.

Zitat von .Storm Beitrag anzeigen

Ich denke eher, dass die Inhaftierten auf die Entlassung vorbereitet werden müssen. Das wird ja auch gemacht, in verschiedenen Formen.

Im Falle Mollath allerdings nicht. Man hat ihm nichtmal Ausweisdokumente beschafft. Er wurde direkt auf die Straße verfrachtet.

Aber in welcher Form wird das sonst gemacht? (@Storm) Nenne mal Beispiele...interessiert mich.

Zitat von .Storm Beitrag anzeigen

Es wäre interessant hier mal ne Quelle zu finden. Hast du da Material verfügbar für?

Dito. Woher er die Infos hat. Und auch die Zahlen würden mich interessiern. unwissend würde ich tippen betreffen die von ihm angesprochenen Probleme doch bestimmt nur einen kleineren Teil...?
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Geändert von Duke49th (10.08.2013 um 15:28 Uhr).
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Alt 10.08.2013, 15:50   #11 (permalink)
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Zitat von Duke49th Beitrag anzeigen

...

In einer regulären Psychiatrie kannst Du dich ja normal in der ganzen Station bewegen...sozusagen 24 Stunde am Tag. Bist also nicht so eingesperrt wie ein Gefängnis Insasse...

Es sei denn dich ham se ans Bett gefesselt.
AHTNTEPPOP ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 10.08.2013, 16:06   #12 (permalink)
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Zitat von AHTNTEPPOP Beitrag anzeigen

Es sei denn dich ham se ans Bett gefesselt.

Das sind nur akute Fälle, bei denen sich die Leute nicht mehr einkriegen (Psychosen, Tobsuchtanfälle etc.). Niemand wird dauerhaft angeschnallt...
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Alt 10.08.2013, 18:25   #13 (permalink)
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Entlassungsvorbereitung ist ein Prozess der länger geht. In diesem Fall hier spricht man ja fachlich von einer Sofortentlassung. Ergo war auch keine Chance für Vorbereitungen. Dazu zählen übrigens auch Papiere beantragen und sowas.

Hier mal die Voraussetzungen bei uns in Niedersachsen. Strafrecht ist ja Landessache:

§ 9 NJVollzG, Vollzugsplanung - Rechtsinformationssystem Niedersachsen

§ 17 NJVollzG, Entlassungsvorbereitung - Rechtsinformationssystem Niedersachsen

§ 13 NJVollzG, Lockerungen des Vollzuges - Rechtsinformationssystem Niedersachsen
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Alt 10.08.2013, 20:56   #14 (permalink)
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Zitat:

Was nimmt denn ein Gefangener nicht wahr? Beziehungsweise, bring mal ein Beispiel für einen fehlenden Sinneseindruck?

Puh, wo soll man da anfangen? Betrifft prinzipiell alle Sinnesorgane, und speziell die Weiterverarbeitung der entsprechenden Informationen, widerrum speziell auch die Quantität des zu verarbeitenden Input.

Ein Beispiel wäre eine chaotische Verkehrssituation in einer Großstadtumgebung, etwa an einer großen Kreuzung. Hunderte Fußgänger, Radfahrer, Kraftfahrzeuge, eine Straßenbahn, lautes Gehupe, Sirenen von Einsatzfahrzeugen, Straßenmusik, Werbung überall. Eine Situation, die durch die hohe Taktung einer Unzahl parallel verlaufender Ereignisse auch bei Personen mit PTBS schnell Angstzustände und Panikattacken auslösen kann.

Die Situation eines Inhaftierten dagegen ( auch wenn es definitiv Unterschiede zwischen JVA und geschlossener Psychatrie gibt, gilt das Prinzip für beide ) beschränkt sich auf einen immer gleichen, sehr überschaubaren Raum, ebenso, wie sich die Zahl und Variation der Sozialkontakte stark in Grenzen hält.

Zitat:

Ich denke eher, dass die Inhaftierten auf die Entlassung vorbereitet werden müssen. Das wird ja auch gemacht, in verschiedenen Formen.

Selbstverständlich, aber diese Vorbereitungsmöglichkeit hat enge Grenzen. Jemand, der sich ein Jahrzehnt am Stück in Haft befand und an diese Bedingungen gewöhnt ist, wird nicht unbedingt durch ein Bisschen Hafturlaub in Begleitung eines Sozialarbeiters und/ oder Vollzugsbeamten beim Einkaufen auf die Alltagsbedingungen in Freiheit rekonditioniert.

Zitat:

Es wäre interessant hier mal ne Quelle zu finden. Hast du da Material verfügbar für?

Nicht unmittelbar im Internet verfügbar. Abgesehen von einer Dokumentation über Langzeit-Haftschäden im Öffentlich-Rechtlichen vor 2-3 Jahren (leider bekomme ich Titel und Sender aus dem Stehgreif nicht zusammen, hoffe ich kann das noch irgendwie rausfinden) und einer Dokumentation zur Entlassung Mordechai Vanunus', die sich eingehend mit seiner Langzeit-Isolationshaft befasste und Parallelen zu anderen Fällen zog, habe ich bis vor fünf Jahren drei Semster Psychologie studiert und mir regelmäßig Artikel und Zusammenfassungen zu diversen Studien gegeben.

Eigentlich gehört es mittlerweile zum Basiswissen in der Neuropsychologie, dass Hirnfunktions- Einschränkungen oder Störungen generell ( wie auch z.B. PTBS ) durch den heutigen Stand der Technik sehr gut sichtbar gemacht und lokalisiert werden können, sei es per CT, EEG oder weiß der Geier was noch für Technik.

Grundsätzlich werdet Ihr meine "Behauptungen" in unterschiedlichsten Publikationen und Studien rund um das Thema "Hospitalismus" und "Deprivationssyndrom" mit Blick auf die Neuropsychologie, wiederfinden.

Meine Aussage über die 90%, die nach Haft von mehr als fünf Jahren nicht mehr wirklich gesellschaftsfähig werden und werden können, habe ich eins zu eins von einem pensionierten Chefarzt einer forensischen Psychatrie in Köln, mit dem ich persönlich länger bekannt bin.
Abgesehen davon dass ich vier Vollzugsbeamte (drei in Köln-Ossendorf, einer in Siegburg) in meinem Bekanntenkreis habe, einer meiner besten Freunde psychiatrischer Krankenpfleger ist, und ich letztendlich auch eine ganze Reihe ehemaliger Häftlinge kenne, die meine Aussagen hier alle sofort unterschreiben würden...

Quellen könnte ich Euch zu jeder meiner Aussagen raussuchen, was mich aber mehrere Stunden Arbeit kosten würde für die ich nicht bezahlt werde. Ist aber nun wirklich nicht so weit hergeholt, oder? "Psychiatrie des Strafvollzugs"von Achim Mechler hab ich hier liegen, worin beispielsweise unter Anderem irreparable Hirnschäden im Bezug auf Hospitalismus beschrieben werden. Allerdings ist das Buch von 1981, bezieht also die Sichtbarkeit per CT noch nicht mit ein...
ColonelKurtz ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 21.08.2013, 01:09   #15 (permalink)
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und weil der eigentliche Skandal an dem Fall so schwer erkennbar ist, hier nochmal in einer satirischen Aufbereitung....lol Der Fall Gustl Mollath - Erwin Pelzig Neues aus der Anstalt ZDF - YouTube
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Alt 21.08.2013, 13:55   #16 (permalink)
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Zitat von JumpingHubert Beitrag anzeigen

und weil der eigentliche Skandal an dem Fall so schwer erkennbar ist, hier nochmal in einer satirischen Aufbereitung....lol Der Fall Gustl Mollath - Erwin Pelzig Neues aus der Anstalt ZDF - YouTube

Cool ich mag den Pelzig.

Und auch sehr ineteressant wie viele Leute sich dort eine Meinung gebildet haben an Hand von Zettele.
AHTNTEPPOP ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 21.08.2013, 23:48   #17 (permalink)
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ja, Pelzig macht solide Arbeit...nett fand ich auch das Goldman-Sachs-Schaubild von ihm.
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Alt 05.09.2013, 11:28   #18 (permalink)
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Bundesverfassungsgericht: Mollath hat mit Verfassungsbeschwerde Erfolg | ZEIT ONLINE
ColonelKurtz ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 05.09.2013, 14:15   #19 (permalink)
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Zitat von ColonelKurtz Beitrag anzeigen

Bundesverfassungsgericht: Mollath hat mit Verfassungsbeschwerde Erfolg | ZEIT ONLINE

na hoffentlich kriegen die Verantwortlichen richtig auf die Fresse und er ne fette Entschädigung.
http://www.zeit.de/2013/35/gerhard-s...llath#comments
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Geändert von JumpingHubert (05.09.2013 um 14:18 Uhr).
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Alt 05.09.2013, 15:05   #20 (permalink)
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Hätte er im Knast gesessen. hätte er 13€ pro Tag bekommen.

Da er in der Klapse saß, ist es die Frage ob er hierbei einen Anspruch hat. Und wie hoch der ist.

Ich sehe schwarz für beides. Die Verantwortlichen werden nix abbekommen und er wird, wenn überhaupt, mit einem Pipifaxbetrag abgespeisst. Wetten?
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