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Alt 14.02.2012, 17:36   #1 (permalink)
10 Jahre hx3
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Standard Babyprämie - Singlestrafabgabe .... was meint ihr?

Union debattiert ber Familienpolitik - Merkel deckelt Streit um Kinderlosen-Steuer - Politik - sueddeutsche.de


Sollten Singles Kinder/Familien querfinanzieren?

IMHO ja, schon im Familienverband streunender Horden von Affen und Urmenschen waren Geschwister und Verwandte an der "Aufzucht" beteiligt.

Die scheinbare Uneigennützigkeit hat aber handfeste Gründe: Wenn der "Helfer" selbst Kinder hat oder alt wurde konnte er mit der Hilfe der anderen rechnen.

Ich könnte auch ein Singleleben führen, 2 Autos, ständig im Urlaub und am WE in Wellnesshotels rumliegen. Stattdessen steck ich dies in Kinder. Von deren Wirtschaftskraft leben dann alle anderen meines Alters, auch die, die keinen Beitrag für den Erhalt des Status Quo beigetragen haben.

Ich habe selbst mal geglaubt dass man für das Alter "ansparen" kann und habe Umlagesysteme verdammt. Dabei ist es recht einfach:

Wenn wir heute alle aufhören Kinder zu bekommen - schön ackern und Geld hinpacken, dann haben wir in 30 Jahren einen riesen Batzen wertloses Geld dass man bei niemandem in Waren oder Leistungen umtauschen kann.

Deswegen ist es für die Gesellschaft existentiell dass sie sich biologisch erneuert weil wir die unangenehme Eigenschaft haben zu sterben.

Diese Aufgabe stellt eine ordentliche finanzielle und vor allem zeitliche Last dar. 20 Jahre weniger Party für Leute mit Kindern und nie wieder ohne Sorgen ob mit ihnen alles ok ist.

Jetzt ist die Frage: Ist es unverschämt wenn man dies in irgendeiner Art ausgleicht? Es wird eh schon zum Teil versucht siehe Kindergeld etcpp..

Daher verstehe ich das schrille "dagegen" der Opposition nicht, die einerseits die Kinderfreundlichkeit pachten möchte, andererseits so tut als ob die Versklavung der Singles durch blutsaugende Familien droht.


Was ist es uns wert das unsere Seniorenwindel von einem glücklichen, gebildeten Menschen gewechselt wird anstatt von irgendjemandem von einem anderen Kontinent - wenn überhaupt noch.
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Alt 14.02.2012, 17:47   #2 (permalink)
Imperator fori nocturni - This sucks more than anything that has ever sucked before 10 Jahre hx3
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Was?

Wer den Gedanken in die Welt setzte, der leidet genauso schwer an Realistätsverlust wie an Grössenwahn. Solch einer stinkenden Idee auch noch Zuspruch zu geben, zeugt von weiteren disqualifizierenden Defiziten im allgemeinen Verständnis des Hier&Jetzt.


Den Herren ist auch nichts heilig. Unrecht wo man hinsieht, und anstelle ein Problem an der Wurzel (welche uns hier zu erörten kaum gelingen mag) zu bekämpfen wird wieder ein neuer Zweig angesetzt der kaum durchdacht, einfach auf die hörenden (hörig?) Massen losgelassen wird.

Die Damen und Herren mögen damit beginnen ihre Tätigkeiten unentgeldlich zu verrichten, nicht ihren Amtstatus dazu verwenden sich noch mehr zu bereichern als nötig, Kibbe raus, keene Feddbemmen fressn, Glozzn off, un ORBEIDN!



Kinderlose zahlen für Gebährmaschinen ... das ist der sozialpolitische Sargnagel der uns noch fehlte.
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Alt 14.02.2012, 18:16   #3 (permalink)
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Hmm Inno, ich würde gerne welche haben, aber ohne der richtigen Frau habe ich keine Lust nur Unterhalt zu zahlen und alle 2 Wochen mal am Wochenende sie mit viel Glück zu sehen.

Was macht man dann?
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Alt 14.02.2012, 19:28   #4 (permalink)
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Zitat von burns Beitrag anzeigen


Wer den Gedanken in die Welt setzte, der leidet genauso schwer an Realistätsverlust wie an Grössenwahn. Solch einer stinkenden Idee auch noch Zuspruch zu geben, zeugt von weiteren disqualifizierenden Defiziten im allgemeinen Verständnis des Hier&Jetzt.


Den Herren ist auch nichts heilig. Unrecht wo man hinsieht, und anstelle ein Problem an der Wurzel (welche uns hier zu erörten kaum gelingen mag) zu bekämpfen wird wieder ein neuer Zweig angesetzt der kaum durchdacht, einfach auf die hörenden (hörig?) Massen losgelassen wird.

Die Damen und Herren mögen damit beginnen ihre Tätigkeiten unentgeldlich zu verrichten, nicht ihren Amtstatus dazu verwenden sich noch mehr zu bereichern als nötig, Kibbe raus, keene Feddbemmen fressn, Glozzn off, un ORBEIDN!



Kinderlose zahlen für Gebährmaschinen ... das ist der sozialpolitische Sargnagel der uns noch fehlte.


Ich WUSSTE ich treffe einen Nerv

Aber wie machen wir es dann wenn es dann alle so sehen und nicht mehr genügend Kinder geboren werden um ein Gemeinwesen zu erhalten?

Wie gesagt, tagsüber ein wenig hackeln und nur noch für sich selbst verantwortlich sein ist bestechend, wenn das 99% der Bevölkerung so sehen....kann dies offensichtlich nicht so funzen.

Im Umkehrschluss kann ja dann eine Generation sagen: warum soll ich solche Knatterfürze wie burns alimentieren wenn er alt ist oder gar seinen runzligen, verschissenen Arsch abwischen? Nö, hat sich was mit Umlagerente - wir wandern aus und lassen die Deppen hier verrecken!
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Alt 14.02.2012, 19:37   #5 (permalink)
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Zitat von INNOCENT&CLUELESS Beitrag anzeigen

Aber wie machen wir es dann wenn es dann alle so sehen und nicht mehr genügend Kinder geboren werden um ein Gemeinwesen zu erhalten?

Das Ziel dieses Schwachsinns wäre sowieso nicht mehr kurzfristig zu erreichen. Auf den vor uns schwebenden Alten-Überhang mit Torschlusspanik zu reagieren macht nichts besser.

Wenn es mal wirklich brennen sollte, kann man sich immernoch auf einen abgefahrenen Geburten-Zertifikate-Handel mit aufstrebenden, kinderreichen, Ländern einlassen. Passt auch viel besser zur Idee der Globalisierung, dann trägt der Junge IT-Ingenieur Chu-Wei Fang Do aus der chinesischen Provinz eben anteilig die Arschabwischkosten von Franz Otto zu Himmelwurf im Altenstift von Niederkassel.

Und den Mist verzapf ich nur weil es sich hier um ein Problem für Wissende handelt, und selbst diese sind damit überfordert. Ansonsten würde so eine Schmalfurzidee wie Babyprämie gar nicht erst aufgekommen sein.
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Alt 14.02.2012, 19:40   #6 (permalink)
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Das bräuchte man aber alles nicht Inno, wenn Deutschland Familien- und Kinderfreundlich wäre. Wenn du heute ein Kind hast, bist du doch nur der Depp der Nation. Hier zahlen, da zahlen, was alles eigentlich selbstverständlich sein müsste um wenigstens Familien mit 2 Kindern zu erreichen.
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Alt 14.02.2012, 19:43   #7 (permalink)
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Was?

Wer den Gedanken in die Welt setzte, der leidet genauso schwer an Realistätsverlust wie an Grössenwahn. Solch einer stinkenden Idee auch noch Zuspruch zu geben, zeugt von weiteren disqualifizierenden Defiziten im allgemeinen Verständnis des Hier&Jetzt.


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Kinderlose zahlen für Gebährmaschinen ... das ist der sozialpolitische Sargnagel der uns noch fehlte.





Noch dazu kommt, daß wir es ja bereits tun...oder warum gibt es verschiedene Steuerklassen!?

Ich zahl doch jetzt schon als Single mehr.

Ausserdem...verdammt...wir haben Überbevölkerung in der Welt. Prämien für Kinderlos sein, das wärs.

Das würde gerade in armen Ländern helfen...denk ich mal(die Gier und Geldgeilheit der Leute ist ja relativ berechenbar^^). Jedenfalls eher, als 1-Kind politik a la China...wo dann 2. und 3. Kinder getötet oder ins Ausland verkauft werden..
Naja...anderes Thema..


Edit: Ein weiteres für burns Post #5 Triffst heut irgendwie genau meine Denke


Edit 2:
Zitat von Inno

Deswegen ist es für die Gesellschaft existentiell dass sie sich biologisch erneuert weil wir die unangenehme Eigenschaft haben zu sterben.

So ein Quatsch, sorry. Aber für die GLOBALE Bevölkerung ist es existentiell, daß wir aufhören mit Rekordtempo auf die 8 Mrd. Grenze und mehr zu zusteuern. Nix noch mehr Kinder. Weniger müssen es sein, weltweit.
Wir sind jetzt schon hoffnungslos überbevölkert. Wir roden den Planeten im Rekordtempo. Und mit unserer Politik gegenüber den armen Ländern gegenüber, machen wir es noch schlimmer.
In solchen Ländern, ja, da bist Du tatsächlich auf Nachwuchs angewiesen.
Aber nicht hier in Deutschland. Nicht bei 7 Mrd. Menschen auf dem Planeten!

Edith 3...cooler Kommentar
Zitat:

Vae Germania! Die ungebildten Massen verweigern aus Übermut und Genußsucht das reproduzieren. Und auch die mit liebevoller Strenge vorgetragenen Mahnungen ihrer geliebten Politnomenklatura doch zwecks Bestandserhaltung des staatlichen Nutzviehbestands bitteschön seine patriotische Pflicht im Schlafzimmer zu erfüllen verhallten bisher ungehört . Das müssen wohl schon die ersten Symptome der berüchtigten spätrömischen Dekadenz sein, vor denen unser Bundesguido uns so eindringlich gewarnt hat.

Da kann die geplante Strafsteuer für Kinderlose nur ein Auftakt für Größeres sein. Der nächste logische Schritt muss die Wiedereinführung des ius trium liberorum (=Dreikinderrecht) sein. Wir erinnern uns: Schon Kaiser Augustus hatte zu seiner Zeit mit denselben Problemen zu kämpfen und kam deshalb auf die glorreiche Idee Bürgern mit mindestens drei Kindern Sonderrechte zuzugestehen. So wurden diese Musterbürger bei der Ämtervergabe bevorzugt, bekamen die besten Plätze im Circus (kostenlos!) und natürlich Steuererleichterungen. Umgekehrt konnten Kinderlose nur noch eingeschränkt erben und mussten Sondersteuern entrichten.

Gebracht hat das ganze natürlich gar nichts: Die Patrizier waren zu reich und gut mit den Schaltstellen der Macht vernetzt um diese Auflagen nicht meistens doch irgendwie umgehen zu können. Die Plebejer waren entweder ohnehin auf Kinder als Arbeitskräfte angewiesen oder konnten ärgerlicherweise rechnen und kamen zu der Erkenntnis, dass Kinder sich rein finanziell trotz Strafsteuer nicht lohnen und ein knappes Überleben ohne Kinder einem Verhungern mit Kinder wohl doch vorzuziehen wäre.

Trotzdem blieb das ius trium liberorum noch über 500 Jahre bestehen, weil es dem Staat ohne viel Aufwand über die Jahre ein hübsches Sümmchen eingebracht hat. Und auf nichts anderes haben es diese Nachwuchs-Jecken von der CDU (=Chronisch Dämliche Union) abgesehen.

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Geändert von Duke49th (14.02.2012 um 20:28 Uhr).
Duke49th ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 14.02.2012, 21:52   #8 (permalink)
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Ich finde es einfach nur peinlich mit welchen Mitteln jetzt veruscht wird der Überalterung unserer Gemeinschaft entegegen zu wirken. Ich denke nicht, dass es sinnvoll ist durch Geld und Steuern (obwohl das ja das beste Mittel neben Gewalt ist) so ein Ziel zu erreichen.

Es sollte sich erstmal grundsätzlich alles an der "Gemeinschaft" ändern. Wenn man sich eine Lebensgemeinschaft von 2 Erwachsenen ohne Kinder anschaut, die einen durchschnittlichen Bildungsabschluss haben und auf diesem Niveau auch ihr Einkommen haben, dann überlegt sich jedes Paar ob es sich ein Kind leisten kann.
Nicht nur, dass dann auf einmal das Gehalt einer Person wegfällt (weil wer will ganz ehrlich sein Kind ab dem 1 Lebensjahr in eine Kita geben? Das ist dann fast wie Snevsied es beschrieben hat in Post #3), dann kommen vorallem noch Folgekosten.
Das ist ja nicht nur eine kleine Investition, die sich dann nach Adam Smith durch seine unsichtbare Hand für alle rentiert. Sondern eine ewige Geldanlage die nur schlappe Renditen bringt und nicht mehr wirklich Geld für sich selbst ausspuckt.

Der gesamtgesellschaftliche Nutzen ist auf eine Person gerechnet doch sehr gering.
Da würde ich es mir auch 5 mal überlegen ob ich Kinder will.

Also immer schön mit Mäntelchen im Regen spielen.
JoeJoe87577 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 15.02.2012, 08:19   #9 (permalink)
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Naja, rein auf den finanziellen Faktor kannst du Kinder auf jeden Fall nicht runter rechnen. Jeden Monat 400 € beiseite legen und davon im Alter die persönliche Pflege zu finanzieren ist mit Sicherheit der rechnerisch bessere Weg. Zumal ja auch keiner weiß, ob das Individuum Kind später für die Pflege der Altvorderen verfügbar ist, beziehungsweise überhaupt Interesse dran hat.

Ich finde eine Pflegefinanzierung durch "Kinderlose" grundsätzlich für gut. Jedoch wird diese Idee ja schon durch die Namensgebung in den Printmedien deklassiert.

Bild:
Zitat:

DIE NEUE DEBATTE UM STRAF-STEUER FÜR KINDERLOSE

TAZ:
Zitat:

Wer keine Kinder hat, soll blechen

Neue Presse:
Zitat:

Unions-Politiker wollen Abgabe für Kinderlose

Spiegel:
Zitat:

Merkel lehnt Abgabe für Kinderlose ab

Stern:
Zitat:

CDU will Vorstoß zu Abgabe für Kinderlose prüfen

Nur mal ne kleine Auswahl der Schlagworte.


Fakt ist, dass man sich irgendwas ausdenken muss. Und wenn es nicht geht, dass sich jeder eigenständig absichert, dann muss da unser soziales Netz greifen.
Ich hab auch keine Ahnung, wie das bei jedem einzelnen umgesetzt werden soll. Bei mir persönlich isses so, dass ich mich privat abgesichert habe und da nach jetzigem Stand keinerlei Unterstützung im Alter brauche. Aber nicht jeder kann das und genau an diese Leute muss der Staat denken.
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Alt 15.02.2012, 09:12   #10 (permalink)
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Super Storm! Du bist Beamter, verheiratet, hast ein Kind. D.h., du bist schon in den Steuerklassen günstiger, etc. pp..

Nun nimm dir einen durchschnittlichen Hartz4-Lohnniveau-Empfänger. Woher soll er 400€ nehmen zur Alterssicherung oder sonstigen Aufwandsentschädigungen???


Das ganze System ist einfach kaputt, da wird so eine Abgabe auch nichts bringen und den größten Nachteil werden nur die Väter haben, weil wenn es nicht klappt, dürfen Sie weiter zahlen und haben nichts/kaum was von ihren(m) Kind(ern).
Snevsied ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 15.02.2012, 09:32   #11 (permalink)
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Ich bin nicht verheiratet. Ergo auch Steuerklasse eins. Steuervergünstigungen hat mein Beamtenstatus überhaupt keine. Das ist auch so ein böser Trugschluss. Ich zahle nur nichts in die Rentenversicherung und die Arbeitslosenversicherung ein.
Und aus diesen Versicherungen bekomme ich im Gegensatz zu dir auch nichts.

Genau um die Hartz IV Empfänger gehts ja. Die können sich von ihrer Grundversorgung natürlich nicht selbst absichern.

Und das System ist dadurch kaputt, dass sich zuviele Empfänger auf zuwenige Einzahler verlassen. Aber die einzelnen Gründe hierfür zu eruieren sprengt auch den Rahmen.

Wie siehts denn im Umkehrschluss bei dir aus? Bist du fürs Alter abgesichert?
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Alt 15.02.2012, 09:39   #12 (permalink)
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Ok, dann habe ich mich geirrt Bist doch nicht verheiratet

Das Problem ist auch das zunehmende Lohndumping, was Kinder immer unattraktiver macht bzw. Karrieregeilheit der Frauen. Emanzipation sei dank ^^


Wenn es um irgendwelche Verträge geht, nein!
Snevsied ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 15.02.2012, 09:42   #13 (permalink)
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Ihr habt irgendwie nicht mitbekommen, dass es doch schon genau so ist dass Kinderlose die Familien querfinanzieren. Oder es zumindest versucht wird, aber das Geld nicht dort ankommt, wo es hin soll. Ihr polemisiert gegen etwas, was schon lange stattfindet - aus gutem Grund:

Unsere Freizeitgesellschaft sieht immer weniger einen Grund ernsthaft Verantwortung zu übernehmen. Man denkt, man zahlt bequem in 2-3 Kassen ein und am Ende purzeln Pflege, Rente und prosperierende Wirtschaft raus. Die, die etwas weiter denken (zu können glauben) sagen einfach: Zuzug von gut ausgebildeten kinderreichen Familien mit westlichen Werten!!!

Ja, fragt sich nur was die dann ausgerechnet im durchalterten Deutschland sollen und wieviele es davon gibt?

Und ich denke dass ich eher nicht ein-zwei billige Negerlein importieren möchte zur Alterspflege am Ende eines kinderlosen Lebens.

Wir könnten ja dann Kinderfarmen in Afrika und Asien einrichten, wird bestimmt eine tolle Gesellschaft hier in Europa weil wir ja so super neue Kulturen und Wertegerüste mirgrieren können. Schneller kommt man nicht zu einem Gottesstaat.

Ich behaupte: Um die magischen durchschnittlichen 2,1 Kinder pro Familie zu erreichen werden wir noch mehr quersubventionieren müssen weil der blanke Egoismus ein schönes, sorgloses Leben zu führen dagegensteht. Damit bekommen dann die Kinder, die gerne möchten aber es sich nicht leisten können - und leider auch die, die Kinder wegen der Sozialleistungen machen. Dies ist aber ein Problem, das lösbar ist wenn man das Kind in der Form alimentiert dass die Eltern die Leistungen nicht zweckentfremden können.

Ein Durchschnitt von 1,7 - 1,9 Kinder über ein paar Jahrzehnte bei effektiv zero Zuzug (gleich viele hauen ab wie Zuziehen) wäre das ideal, dann könnte die deutsche Bevölkerung langsam schrumpfen bis ca. 55 stat 80 Mio Einwohner.
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Alt 15.02.2012, 13:23   #14 (permalink)
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Vielleicht sollte man auch diejenigen berücksichtigen, welche keine Kinder haben können (Infertilität oder aus genetischen Gründen wg. der Weitervererbung von Krankheiten) oder jene, die sich bewußt gegen eigene Kinder entscheiden, weil sie wissen, d. sie nicht dazu in der Lage sind, dem Kind eine angemessene Erziehung angedeien lassen zu können,(meine Wenigkeit, ich würde irre werden unter der Verantwortung & bestimmt tot sein vor Stress&Gram, bevor mein Kind das zehnte Lebensjahr erreicht ).

Oder man sollte generell mal die Ursache für die "Geburtenfaulheit" erforschen, ich glaube nicht, d. alleine die "Spaßgesellschaft" mit ihren Idealen daran als Ursache zu sehen ist oder vermeintliches Einsparen von Geld zu egoistischer Verwendung für diverse Ansprüche.
Letztendlich wird meinem Gefühl nach weit mehr nötig sein, um dem Durchschnittsmenschen wieder Motivation zu geben, sich fortzupflanzen, als finanzielle Anreize - es benötigt auch ideelle Perspektiven auf sozialer Ebene.

Wenn ich nicht um meine pädagogische Insuffizienz wüßte, hätte ich als Grund noch anzuführen, d. ich meine Kinder nicht in ein merkelsches Kontrollstaatsgebilde setzen möchte^^
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Geändert von AndreAcé (15.02.2012 um 13:53 Uhr).
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Alt 15.02.2012, 16:25   #15 (permalink)
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Also wenn überhaupt dann ohne Schlupflöcher. Schwarz oder weiß. Eins oder Null.

Das ganze als "Pflegeversicherung plus" und gut.
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Alt 15.02.2012, 16:27   #16 (permalink)
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Sobald ich alt bin und meinen Speichelfluss genausowenig kontrollieren kann wie andere Körpersubstanzablassmechanismen, also in ca. 5 Jahren, zieh ich einfach bei Storm ein.
Familien mit Kindern sichern Singles ab, das ist die Zukunft!
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Alt 15.02.2012, 16:56   #17 (permalink)
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Jo, sounds like a plan ......


Versiffte Matratzen haben wir immer über ......
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Alt 15.02.2012, 18:54   #18 (permalink)
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Zitat von AndreAcé Beitrag anzeigen

Vielleicht sollte man auch diejenigen berücksichtigen, welche keine Kinder haben können (Infertilität oder aus genetischen Gründen wg. der Weitervererbung von Krankheiten) oder jene, die sich bewußt gegen eigene Kinder entscheiden, weil sie wissen, d. sie nicht dazu in der Lage sind, dem Kind eine angemessene Erziehung angedeien lassen zu können,(meine Wenigkeit, ich würde irre werden unter der Verantwortung & bestimmt tot sein vor Stress&Gram, bevor mein Kind das zehnte Lebensjahr erreicht ).

Oder man sollte generell mal die Ursache für die "Geburtenfaulheit" erforschen, ich glaube nicht, d. alleine die "Spaßgesellschaft" mit ihren Idealen daran als Ursache zu sehen ist oder vermeintliches Einsparen von Geld zu egoistischer Verwendung für diverse Ansprüche.
Letztendlich wird meinem Gefühl nach weit mehr nötig sein, um dem Durchschnittsmenschen wieder Motivation zu geben, sich fortzupflanzen, als finanzielle Anreize - es benötigt auch ideelle Perspektiven auf sozialer Ebene.

Wenn ich nicht um meine pädagogische Insuffizienz wüßte, hätte ich als Grund noch anzuführen, d. ich meine Kinder nicht in ein merkelsches Kontrollstaatsgebilde setzen möchte^^


Also der Grund für keine Kinder ist ja egal, trotzdem braucht jeder eine sich biologisch erneuernde Gesellschaft. Und natürlich ist dies nur EIN Aspekt von vielen.

Man muss einfach den ganzen Weg von 9 Monaten vor Geburt bis ca. 17-27 nachrechnen, dass ist das Investment dass eine Familie je Kind vorleistet, für die Gesellschaft, bevor dieses Kind anfängt seinen Beitrag für die Gesellschaft zu leisten. Dass sind locker hunderttausende bin einstellig Millionen.

Wir sind ca. 82 Mio Umweltverschmutzer, aktuell ca. 16,5 Mio haben allein oder zusammen ein Kind (ca.9 Mio Familien+Lebensgemeinschaften+Alleinerzieher); 40 Mio Sind aktuell im arbeits- und gebärfähigem Alter, halbwegs vernünftige Statistiken darüber wer sein "Soll" an Kindern abgearbeitet hat werden erst seit 2007 systematisch erhoben. Aus den wenigen Daten ergibt sich dass von den ca. 20 Mio Frauen zwischen 20 und 40 Jahren sich ca 16,5Mio in einer Familie (mit einem oder mehreren Kindern) befinden, sie aber Zeugung/Geburt/Aufzucht von knapp 85-90 Mio Kindern hinbekommen müssten um 2,1 Kinder für ihre Generation zu erfüllen. Die Statistiken sind ungenau, da sie zu ungenau betrachten wer schon Kinder gezeugt und/oder aufgezogen hat.

Egal wie man es wendet und welche Zahlen stimmen, alle haben gemein:

- es werden zuwenig Kinder geboren
- der Mangel wird nicht durch Zuzug kompensiert
- die wenigen Kinder werden oft und immer öfter in Familien großgezogen in denen es nur einen Verdiener gibt oder auch nur Alleinerziehende ohne Arbeit



Jetzt nehmen wir mal an dass ein Kind je Monat im Schnitt mindestens 800€ kostet, macht mehr als 150.000€ je Kind und da ist nur Essen und Kleidung dabei, nix Harfe, nix Klavier, nix Fahrrad.

Dafür kann ich auch lebenslang einen jährlichen netten Urlaub finanzieren oder fürs Alter wegpacken.

In wirklichkeit sind die Kosten weit höher wenn man rechnet dass die kleine Zweiraumwohnung gegen 3-5 Raumwohnung getauscht werden muss, der Polo gegen einen Kombi etcpp.

Zum Glück wird die Bildung von der Allgemeinheit getragen, allerdings ist sie von geringer Qualität und es wird zu wenig von den Eltern/Kindern gefordert was die Anstrengungen in der Schule an sich angeht.

Für ein RICHTIGE Bildung ab 5-6. Lebensjahr müssten nochmal 300-500€/Monat raufgesattelt werden.

Wenn ich die bis jetzt aufgelaufenen Kosten bei mir aufsummiere und fortschreibe komme ich auf lässige 350k-450k (je Kind) bis ich meine beiden Kinder aus dem Haus geschmissen habe.

Meine Nichte, 3 Kinder, alleinerziehend, Arschlöcher als Männer die nur unter physikalischer Zuwendung zahlen, hat nur einen Bruchteil zur Verfügung und bekommt lächerliche H4 Sätze + Geld von ihren Eltern + Minimalsätze von den Vätern und es reicht vorn und hinten nicht.

Allgemein geht ja immer der Schmäh dass es diese "unordentlichen" Verhältnisse sind die der Allgemeinheit auf der Tasche liegen, tatsächlich ist sie eine Stütze der Gesellschaft das sie essentiell für ihren Erhalt zu Minimalkosten beiträgt. Und bei aller Armut - sie macht ordentliche Leute aus denen.

Jetzt zur sozialen Gerechtigkeit:

Wieso sollte sie 20 Jahre, 1/3-1/2 ihrer Lebenszeit verbringen, jeden Tag an Kinder und Haushalt gebunden, kaum Urlaube, selten Entspannung, finanziell immer an der Kante?

IMHO sollte als Ausgleich für 15-20 Jahre komplett anderes Leben zumindest finanzielle Dinge weitestgehend kompensiert werden was derzeit kaum passiert.

Dazu braucht es keine dedizierte "Strafabgabe" für Kinderlose, es reicht wenn aus globalen Steuermitteln Kinder direkt alimentiert werden.

Kindergeld, wie ich es jetzt bekomme, halte ich für problematisch weil es auch versaufen könnte und keinerlei Kontrolle besteht dass es tatsächlich dem Kind zugute kommt.

Ich denke schlicht und ergreifend an folgendes:

- noch mehr Geld in unabhängig kontrollierte Bildung
- Kosten für Kinderkleidung etc auf Beleg am Jahresende besser absetzbar
- stärkere Subventionierung und unabhängige Kontrolle von Kindergärten -krippen

- bessere Absetzbarkeit von Haushaltshilfen und Babysitter

oben genannte Beispiele helfen aber nicht den ganz Armen weil sie ja in Vorleistung gehen müssten also mal unkonventionell:


Wenn wir 3-stellige Mio Beträge für Banken oder am Ende 2,6 Milliarden in 2 Jahren in eine Abwrackprämie stecken dann wäre doch folgendes ein Klacks:

Pro Jahr werden derzeit nicht ganz 700.000 Kinder geboren. Wenn man je Geburt ein zweckgebundenes Budgetkonto einrichtet mit 20.000 drauf aus dem unter Kontrolle bestimmte Leistungen bis zum 18. Lebensjahr bezahlt werden können dann kostet dies schlappe 14 Mrd/Jahr. Die brauchen gar nicht mal extra aufgebracht zu werden, es gibt hier Bundeshaushaltsplan (Deutschland) ? Wikipedia garantiert Positionen, die direkt oder indirekt für Kinder gedacht sind, nur eben dort nie ankommen.
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Alt 15.02.2012, 21:55   #19 (permalink)
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Im Prinzip sollte jeder selbst aus eigenem Interesse vorsorgen. Das funktioniert aber nicht, weil Menschen halt so sind. Also muss in unserem Sozialstaat, der Gesetzgeber dafür Sorge tragen, dass jeder die Möglichkeit erhält ein würdiges Leben auch im Alter führen zu können. Wie weit man jetzt würdig definiert, ist ne andere Sache. Aber die Kohle dafür muss irgendwoher kommen. Also muss man nen Ablass dafür einrichten.

Man sollte hier vielleicht das Grundgerüst vorgeben und den Leuten die Wahl lassen, ob sie sich selbstständig versorgen oder zentral via Staatshaushalt. Dementsprechend muss dann die Zwangsabgabe mit der Selbstversorgung verrechnet werden.

Naja, ma sehen was bei rauskommt, wenn sich die ganze Polemik da gelegt hat.
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Alt 15.02.2012, 23:08
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Im Prinzip sollte jeder selbst aus eigenem Interesse vorsorgen. Das funktioniert aber nicht, weil Menschen halt so sind. Also muss in unserem Sozialstaat, der Gesetzgeber dafür Sorge tragen, dass jeder die Möglichkeit erhält ein würdiges Leben auch im Alter führen zu können. Wie weit man jetzt würdig definiert, ist ne andere Sache. Aber die Kohle dafür muss irgendwoher kommen. Also muss man nen Ablass dafür einrichten.

Man sollte hier vielleicht das Grundgerüst vorgeben und den Leuten die Wahl lassen, ob sie sich selbstständig versorgen oder zentral via Staatshaushalt. Dementsprechend muss dann die Zwangsabgabe mit der Selbstversorgung verrechnet werden.

Naja, ma sehen was bei rauskommt, wenn sich die ganze Polemik da gelegt hat.


Nochmal: Geld an sich ist nichts wert, diesen selbstverständlichen Fakt haben wir nochmals vor Augen geführt bekommen. Eine durchalterte "Dienstleistungsgesellschaft" welche alle echten Wertschöpfungen von Billiglöhnern erledigen lässt. Es bringt nichts wenn alle im Alter einen Batzen Geld haben, der Fakt dass es dann kaum Leistende gibt wird diesen riesigen Batzen Geld zu einem fast unsichtbaren Häufchen schmelzen lassen.



Und es ist egal ob es der Staat über Umlage macht oder privat über Kapitalbildung oder alle erdenklichen Kombinationen davon - je mehr alte Menschen und umso weniger arme Länder ringsrum zum ausbeuten - umso unmöglicher wird es einen Lebensabend in relativen Wohlstand zu verbringen. Es geht einfach nicht.

Wir versuchen mit alten Rezepten die Verschuldung zu senken - Resultat: stetiger Anstieg.

Wir versuchen mit alten Rezepten die Arbeitslosigkeit zu bekämpfen - Resultat: stetiger durchnittlicher Anstieg der Sockelarbeitslosigkeit

Wir versuchen mit alten Mitteln der Leistungsvergütung und Verteilung eine Gesellschaft zu erhalten die faktisch nur 2/3 der arbeitsfähigen Bevölkerung braucht um 100% im Wohlstand zu halten aber wir haben keine Rezepte für eine funktionierende Verteilung.

Und als Rezept gegen die zu schnelle Durchalterung / Schrumpfung der Bevölkerung fällt uns nur wieder das Mittel "ewiges Wachstum" ein, einfach Bevölkerung importieren. Das die dann auch irgendwann alt sind und wir vor derselben Problematik stehen wird einfach ignoriert.


Wie sowas im Kleine aussieht kann man sich anhand der privaten Krankenkassen anschauen: Am Anfang hatten sie die jungen Gutverdienenden aquiriert, die Zukunft war rosig, wider besseren Wissens propagierte man dass es ewig so weitergehe - der Wunsch eines Schneeballsystems. Jetzt durchaltert die Mitgliederbasis, die Beiträge der wenigen jungen Neumitglieder kompensieren nicht die Kosten der mittlerweile Gealterten und dass System verteuert sich und wird eventuell kollabieren. Trotz aller Bemühungen können sie nicht mehr Mitglieder bekommen - es sind einfach keine neuen da!.

Und attraktiv sind die Privaten auch nimmer - genauso wenig wie Deutschland für einen jungen, gut ausgebildeten Ingeneur der nach einem Land auf Dauer sucht.


Also vergesst die Idee von "sich selbst versorgen", wenn man alt ist muss jemand da sein der "versorgt" und noch einen Wert in den Euros sieht die man ihm hinhält.
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