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Alt 11.09.2013, 22:25   #2 (permalink)
ColonelKurtz
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Zitat:

Menschen sind ebenfalls Tiere.

Als völlig a-religiöses Exemplar unserer Spezies kann ich diese Sicht nur teilen. Und von den Kreationisten einmal abgesehen, sehen das auch die christlichen Glaubensgemeinschaften so. Da bleibt allerdings die Frage nach der Selbstbezeichnung als "Krone der Schöpfung", die in ethisch-moralischer Hinsicht m.E. nach natürlich abzulehnen ist, im Bezug auf die psychische und physische "Firepower" jedoch kaum von der Hand zu weisen ist.

Zitat:

Aus welchem Grund auch immer, kam man auf die Idee, dass Menschen so sehr anders als andere Säugetiere seien.

Nicht als Rechtfertigung von Verhaltensweise, nur als neutrale Betrachtung gemeint: Der Mensch ist tatsächlich anders als alle anderen Säugetiere (s.o. zu "Firepower")! Ich will nichts beschönigen, aber Scheisse rollt nunmal den Hügel runter...

Zitat:

Ich bin außerdem so frei, den Analogieschluss zwischen diesen beiden Säugetiere zu ziehen, was bedeutet, dass es bei Menschen nicht anders ist und trotzdem entledigen wir uns dieser auch nicht.

Ist das so? Ich denke nicht...

Zitat:

Eigentlich bin ich, was die Todesstrafe an geht, recht zwiegespalten[...]

Darf ich fragen, worin der Zwiespalt besteht?

Zitat:

[...]jedoch bin ich mir sicher, dass das Leben eines Menschen nicht mehr wert als das eines einer anderen Spezies angehörenden Tieres ist.

Der Wert des Lebens ist generell höchst subjektiv und individuell. Nenn mich einen tierischen Rassisten, aber in einer Bedrohungssituation, wo ein Mensch und z.B. ein Hund gleichermaßen vom Tode bedroht sind, und ich durch mein Eingreifen einen von beiden retten kann gewinnt definitiv der Mensch.
Andererseits bin ich, ohne Buddhist o.Ä. zu sein, der Typ, der die Spinne an der Wand nicht platthaut wenn die Frau kreischt, sondern das Tier lebendig und am Stück in die Natur entlässt.

Zitat:

Letztendlich gibt es bereits zu viele unserer Spezies, da wir keinen natürlichen Feind (mehr) haben.

Stimmt wohl, allerdings werden wir dadurch selbst zum eigenen Feind und schiessen uns gegenseitig auf abgefahrensten Wegen in Stücke. Und auch die Natur schreitet ein, mit Hilfe von Viren und Bakterien.

Schliesst sich die große Frage an, ob es die Menschheit, insbesondere die großen Zivilisationen der heutigen Zeit, schaffen, ihren parasitären Charakter dem Wirt (Erde) gegenüber in einen symbiotischen zu verwandeln.

Zitat:

[...]aber wie wir alle jedoch wissen, denkt jeder er sei etwas Besonderes, etwas Einzigartiges.[...]

Unabhängig davon bewahrheitet sich die Einzigartigkeit jedes Menschen meines Erachtens nach lediglich in Anbetracht des genetischen Gesichtspunkts. [...]

Sehe ich anders. Jede Sekunde Leben eines jeden einzelnen Lebewesens ist m.E. nach einzigartig, unersetzlich und wertvoll, auch wenn man die "Ewigkeit des Todes" als vollständig relativierend betrachten sollte.

Zitat:

Ebenso hat das Leben eines Jeden keinen tieferen Sinn, als das Leben selbst.

Das sei jedem selbst überlassen. Für meinen Teil ist erstmal jede Sekunde Leben ein Bonus, ein absolutes Plus, und einzigartig oben drauf. Einem anderen Lebewesen dieses Plus ohne Not zu nehmen, sei es auch noch so winzig oder primitiv, müsste jeder ernsthaft gläubige Theist als Blasphemie, als Verrat an der Schöpfung betrachten...

Zitat:

PS: Entschuldigt, dass es hier zu einer halben Philosophiestunde wurde.

Entschuldige die Verhackstückelung Deines Textes, mir war grade danach
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